Samstag, 3. August 2013

Die Wiederauferstehung des Kloster Glumslöv

Bereits im Jahre 1410, also drei Jahre bevor die Stadt Landskrona gegründet wurde, schenkte Erich von Pommern dem Karmeliterorden eine bedeutende Summe, die dafür bestimmt war bei Södra Saeby, dem Vorgänger der Stadt, ein Kloster zu errichten. Mit dieser Entscheidung, die im Grunde die Busse für ein vorhergehendes Blutbad Blutbad war, gründete der König das erste Karmeliterkloster auf dem heute schwedischem Raum. Die ersten Mönche des Klostern kamen aus Deutschland und wurden vom König selbst an den für das Kloster vorgesehenen Platz geführt.

Über die Lage dieses Klosters ist man sich allerdings bis heute nicht einig, da die verschiedenen Quellen sehr unterschiedliche Orte bezeichnen und vom ursprünglichen Bau bisher keine Reste gefunden wurden. Relativ sicher scheint lediglich zu sein, dass das Kloster an der Stelle oder sehr nahe der Zitadelle erbaut wurde, was eine Suche nach Resten des Glumslöv Kloster nahezu unmöglich macht. Bereits ab 1489 wurden die Mönche mehr und mehr verfolgt und schließlich wurde das Kloster dem Erdboden gleich gemacht und der Katholizismus verschwand für mehrere Jahrhunderte aus ganz Schweden.

Als 1951 die Kirche in Schweden vom Staat getrennt wurde und die Religionsfreiheit eingeführt wurde, wollte der katholische Priester Bernt David aus Helsingborg die Karmeliter erneut nach Schweden bringen, was fünf Jahre später dazu führte, dass die ersten Karmeliternonnen wieder in Schweden erschienen, die sich ursprünglich in Stockholm ansiedeln wollten, aber sich 1962 aus geschichtlichen Gründen dann doch für eine neues Kloster in Landskrona entschieden. Am 3. August 1963 wurde dann mit dem neuen Kloster Glumslöv das erste moderne katholische Kloster in Schweden eingeweiht.


3. August 1893: Gröna Lund, der Vergnügungspark in Stockholm 
3. August 1963: Moderne Klöster in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Kulturfestival 2013

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