Sonntag, 27. Oktober 2013

Die schwedische Künstlerin Sigrid Hjertén

Sigrid Hjertén wurde am 27. Oktober 1885 in Sundsvall geboren und behielt ihren Mädchennamen als Künstlernamen um nicht permanent und unmittelbar mit ihrem Ehemann, dem Künstler Isaac Grünewald in Verbindung gebracht zu werden und eine höhere Chance erhoffte mit der eigenen Kunst bekannt zu werden. Im Grunde war Hjertén eine ausgebildete Textilkünstlerin, aber durch ihren Aufenthalt in Paris im Jahre 1910, als sie bei Henri Matisse studierte, kam die Künstlerin vollständig auf die Linie der Malerei. Ihre ersten Bilder wurden bereits 1912 ausgestellt. In den kommenden Jahren ging die Künstlerin dann immer mehr auf den Expressionismus über und 1918 stellte sie einige dieser Werke, neben denen von Isaac Grünewald und von Leander Engström, bei der grossen Expressionistenausstellung in Stockholm aus.

Die Ausstellung in Stockholm brachte weder ihr, noch ihrem Mann den Durchbruch, denn ihre Gemälde wurden als idiotische Schmierereien bezeichnet. Erst viel später sollten Kunstkritiker ihre Werke wirklich verstehen, denn durch die Komposition von kalten und warmen Farben als Kontrast, was später sogar dazu führte, dass sie ein „kaltes Gold“ schuf, macht sie zu einer der bedeutendsten Koloristinnen Schwedens. Sigrid Hjertén war Zeit ihres Schaffens auf der Suche nach Farben, die ihre Seele ausdrückten und kam bei einigen ihrer Werke diesem Ziel auch sehr nahe.

Sigrid Hjertén, die insgesamt an 106 Ausstellungen teilnahm, wurde erst 1935 als selbständige Künstlerin betrachtet und hatte ein Jahr später eine Einzelausstellung in der Kunsthalle in Stockholm, wodurch sie als Modernistin der nordischen Kunst anerkannt wurde. Die Gemälde, die sie in diesem Jahr noch malte, zeigen bereits Ansätze ihrer psychischen Krankheit, die auch dazu führt, dass sie anschließend das Malen ganz aufgeben musste. Zehn Jahre später starb die Künstlerin an einer Gehirnoperation durch die man sie heilen wollte.


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Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

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