Dienstag, 1. Oktober 2013

Ebba Ramsay, die Gründerin des Krankenheims Vilhelmsro

Ebba Ramsay wurde am 1. Oktober 1828 in der Stockholmer Mittelklasse geboren, was dem Mädchen nicht nur eine angenehme Kindheit bescherte, sondern auch dazu führte, dass sie eine gute Ausbildung erhielt, einige eigene literarische Versuche unternahm und Autoren aus dem Französischen, Englischen und Deutschen ins Schwedische übersetzte. Ihr Gedankengut wurde vor allem vom christlichen Einfluss ihrer damaligen Umgebung geprägt, was sich nach dem Umzug der Familie nach Göteborg im Jahre 1847 noch verstärkte.

In Göteborg gründete Ebba Ramsey dann die erste Sonntagsschule in der Stadt, was von den einflussreicheren Personen Göteborgs sehr begrüßt wurde. Einige ihrer einflussreichen Freunde finanzierten ihr daher einen längeren Aufenthalt in Schottland. Als Ramsey nach mehreren Monaten nach Schweden zurückkehrte, verstärkte sie nicht nur ihre Arbeit in der Sonntagsschule, sondern setzte sich auch verstärkt für die Armen der Stadt ein, was sich auch nach ihrer Ehe, die sie von Göteborg nach Jönköping brachte, nicht änderte.

Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes im Jahre 1864 stürzte sich Ebba Ramsey noch tiefer in die wohltätige Arbeit, was 1874 zum Ergebnis hatte, dass Ramsey bei Jönköping ein Heim für sechs Kinder gründete, die als verwahrlost galten. Nur vier Jahre später konnte sie dann, mit Hilfe einer schottischen Gönnerin, das Kinderasyl Hoppet gründen. Das sich wiederum mit der der Unterstützung von Prinzessin Eugénie in ein Kinderkrankenhaus verwandelte, das Eugeniahemmet. Ab 1889 wurden dort nur noch Kinder mit Epilepsie aufgenommen. Mit den Jahren wurde aus dem Kinderkrankenhaus, das sich auch um die Ausbildung dieser Kinder kümmerte, ein umfangreiches Unternehmen, das sich mit der Zeit in Vilhelmsro verwandelte, das sich ab 1916 um Epileptiker jeden Alters kümmerte.


1. Oktobert 1779: Tammerfors (Tampere) wird von Gustav III. gegründet
1. Oktober 1858: Das schwedische Züchtigungsrecht wird gemindert 

Copyright: Herbert Kårlin

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