Dienstag, 22. Oktober 2013

Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn

Als Gustaf Carlsson Horn am 22. Oktober 1592 im Örbyhus im Uppland geboren wurde, sah seine Zukunft nicht sehr erfolgversprechend aus, denn er kam während der Gefangenschaft seines Vaters zur Welt, der wegen Landesverrat zum Tode verurteilt war, jedoch im letzten Moment seine Strafe in eine lebenslange Haft umgewandelt bekam. Diese Situation war vermutlich auch der Grund dafür warum Horn in Deutschland studierte und unter Moritz von Oranien die Kriegskunst in Holland erlernte.

Als Gustaf Carlsson Horn im Jahre 1618 nach Schweden zurückkehrte, war dort eine neue Epoche angebrochen und Horn wurde Kammerjunker bei Gustav II. Adolf für den er auch die Eheverhandlungen führte. Der König erkannte sehr schnell die Eigenschaften seines Junkers und machte ihn bereits 1625 zum Reichsrat und übergab ihm auch die Gerichtsbarkeit in Finnland. In diesem Zusammenhang erhielt Horn auch das Schloss Marienborg als Geschenk. Seine größten Leistungen brachte Gustaf Carlsson Horn dann jedoch nicht als Politiker, sondern als Kriegsherr des Königs.

Unter Gustav II. Adolf hatte Gustaf Carlsson Horn bereits Riga belagert, Livland gegen Polen verteidigt und auch bei anderen Schlachten sein strategisches Können gezeigt, das vor allem bewies, dass Horn insbesondere an die Verteidigung dachte und kein hitziger Kämpfer war, der unüberlegt gegen den Feind zog. Im Jahre 1630 machte in der König daher zu seinem wichtigsten Berater, der ihm helfen sollte den 30-jährigen Krieg zu Gunsten Schwedens zu entscheiden. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass Horn bei der Schlacht bei Nördlingen bereits 1634 gefangen genommen wurde und erst 1642 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zurück nach Schweden kam. Die Folgejahre waren dann geprägt vom dänischen Krieg bei dem Horn nahezu ganz Skåne eroberte. Als 1655 dann der polnische Krieg ausbrach, ernannte Karl X. Gustaf den Feldherren noch zum Verantwortlichen der gesamten schwedischen Verteidigung.


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Copyright: Herbert Kårlin

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