Donnerstag, 24. Oktober 2013

Die vielseitige Karriere des Eric Ruuth

Da Eric Ruuth am 24. Oktober 1746 als Sohn eines hohen Militärs geboren war, war es logisch, dass auch er die militärische Karriere ergreifen musste. Schon mit elf Jahren wurde Ruuth daher Kadett in Karlskrona und erklomm im Laufe der Jahre den Rang eines Kapitäns. Im Jahre 1768 entschied sich Ruuth jedoch seine militärische Karriere gegen eine am Hof einzutauschen. Auch hier stieg der ehemalige Militär schnell im Rang, bewies jedoch wenig politisches Gefühl und sein Aufstieg beruhte mehr darauf, dass er nahezu blind das gustavianische Regime vertrat und einer der treuesten seiner Diener war.

Nach dem Mord an Gustav III. ging das höfische Leben für Eric Ruuth zu Ende und er musste sogar einen bedeutenden Betrag an das neue Königshaus zurückzahlen, da er für die Misswirtschaft und den russischen Krieg verantwortlich gemacht wurde. Nach diesem Misserfolg wechselte Ruuth in die Wirtschaft über. Da der ehemalige Finanzminister mehrere Schlösser in Skåne besaß, gründete er dort Keramikfabriken, die ihm den Wohlstand erhalten sollten. Als er bei Höganäs Steinkohle fand, begann er auch diese, mit Hilfe von Thomas Stawford und Anders Polheimer, auszubeuten, was jedoch mit einem Konkurs endete. Das einzige, was Ruuth anschließend blieb, war die Höganäsbolaget, die sich mittlerweile zu einem weltweiten Unternehmen entwickelte, ihm selbst jedoch wenig einbrachte.

Eric Ruuth versuchte um diese Zeit erneut die Politik Schwedens zu beeinflussen und die gustavianische Linie wieder an die Macht zu bringen, was jedoch nicht weiter führte als dass er dadurch das Vertrauen von Königin Elisabet Charlotta von Holstein-Gottorp gewann und ihre Tagebuchaufzeichnungen verwalten durfte. Wenig bekannt ist, dass Eric Ruuth sich seit 1786 auch intensiv dafür einsetzte eine Käseproduktion nach Schweden zu bringen und dafür einen schweizer Fachmann nach Schweden holte. Das Ergebnis ist der heute in ganz Schweden bekannte Herrgårdsost.


24. Oktober 1998: Der Datenschutz in Schweden 
24. Oktober 2004: Der Södra Länken in Stockholm und der Stadtverkehr

Copyright: Herbert Kårlin

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