Montag, 18. November 2013

Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander

Gustaf Molander wurde am 18. November 1888 in Helsingfors (Helsinki) geboren und hatte einen bekannten Regisseur als Vater (Harald Molander) und eine bedeutende Opernsängerin als Mutter (Lydia Wessler). Seine Berufswahl nach dem Gymnasium in Stockholm, nämlich Schauspieler zu werden, erstaunte daher niemanden und 1907 begann er seine Ausbildung bei der Dramatiska teaterns elevskola (Dramaten). Sein jüngerer Bruder Olof Molander sollte nur wenige Jahre später den gleichen Weg gehen.

Das Ziel von Gustaf Molander war jedoch bald nicht nur Schauspieler zu werden, sondern er wollte Manuskripte für Film und Theater schreiben und Regie führen. Bereits ab 1910 begann Molander dann Skripts für Victor Sjöström und Mauritz Stiller zu schreiben und 1920 erhielt er einen festen Vetrag der Svensk Filmindustri, parallel zu seiner ersten Regie für den Film Bodakungen, einer Geschichte einer langen Familienfeindlichkeit, die mit einem Happy End der Kinder der beiden Feinde endet und stark vom christlichen Gedanken der Vergebung geprägt ist.

Gustaf Molander hatte die Regie bei 64 schwedischen Filmen, die eine erstaunliche Breite von seichten Komödien bis zu tiefsinnigen Filmen umspannen, wobei er auch die Regie für Ingmar Bergmans erstes Filmmanuskript Kvinna utan Ansikte hatte. Das Kennzeichen bei allen Realisationen von Molander, auch später bei Fernsehen und Theater, war, dass er einen hohen Anspruch bei Manuskripten stellte und von den Autoren die Einhaltung einer Logik und einer klaren Linie forderte. Gustaf Molander gilt noch heute als der vielseitigste und produktivste Regisseur der schwedischen Filmindustrie.


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Copyright: Herbert Kårlin

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