Montag, 25. November 2013

Die letzte Reise der HMS Visborg (A265)

Als die HMS Visborg am 22. Januar 1974 zu Wasser gelassen wurde, war sie, neben der HMS Älvsborg, nicht nur eines der beiden schwedischen Minenfahrzeuge, sondern sie war auch das Flaggschiff der schwedischen Marine. Das Fahrzeug behielt diese Aufgabe bis zum Jahre 1998, wurden dann jedoch umgebaut und ging dann an die 2. Streitflotte über, wechselte später zur 4. Streitflotte und blieb bis 2010 das Leitfahrzeug der schwedischen Marine, das auch die Aufgabe hatte alle anderen Kriegsschiffe des Landes zu unterstützen.

Die Umrüstung im Jahre 1998 erfolgte, weil es von der Verteidigung in dieser Zeit als unsinnig angesehen wurde ein Minenfahrzeug zu unterhalten, das im Grunde nur gebaut war um so schnell wie möglich Seeminen ins Wasser zu lassen um den Feind von einem Überfall abzuhalten, da es weder diesen Feind gab, noch aber das Schiff für eine moderne Kriegsführung geeignet war. 2010 war man dann der Überzeugung, dass die HMS Visborg völlig überflüssig sei und die Verteidigung wollte das Fahrzeug verkaufen.

Um den Verkauf zu fördern, nahm das Schiff Kurs nach Karlskrona und wurde am 25. November 2010 in einer offiziellen Feier aus dem Verkehr genommen. Zwei Jahre wartete die HMS Visborg dann im Hafen von Karlskrona erfolglos auf einen Käufer und man entschied sich schliesslich das Fahrzeug zu verschrotten, was sich jedoch als größeres Problem erwies, da die gesamte Isolation aus Asbest bestand. Im März 2013 wollte Stena Recycling das Fahrzeug zerlegen und alle Teile, außer dem Asbest, wiedergewinnen. Erst im September wurde das Fahrzeug dann jedoch nach Landskrona gebracht wo der Recyclingprozess in die Wege geleitet wurde, was jedoch wegen dem hohen Asbestanteil immer noch gewisse Probleme mit sich bringt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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