Freitag, 15. November 2013

Von Anni-Frid von Abba bis zur Prinzessin Reuss

Anni-Frid Lyngstad wurde am 15. November 1945 in der Nähe des norwegischen Narvik als sogenanntes tyskerunge geboren, da sie die Tochter einer norwegischen Mutter und eines deutschen Vaters war, der während des Krieges in Norwegen stationiert war. Da ihre Mutter jedoch starb als das Mädchen gerade einmal zwei Jahre alt war, wuchs sie bei ihrer Großmutter mütterlicherseits im schwedischen Torshälla bei Eskilstuna auf. Mit 13 begann Anni-Frid dann in Tanzbands zu singen, musste jedoch noch über ihr Alter lügen, da man hierzu bereits 16 sein musste.

Im Jahre 1967 nahm Anni-Frid Lyngstad dann mit En ledig dag bei einem Talentwettbewerb teil, den sie gewann. Da der erste Preis ein Auftritt in Hylands hörna war, wurde die Sängerin gewissermaßen über Nacht in ganz Schweden bekannt. Schon zwei Jahre später nahm Lyngstad dann mit Härlig är vår jord an der schwedischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, kam dabei allerdings nur auf den vierten Platz. Als die Sängerin dann Benny Andersson traf, mit dem sie auch kurze Zeit verheiratet war, wurde sie ein Mitglied des Ensembles Fästfolket, das sich später in Abba verwandelte.

Unmittelbar nachdem Abba sich aufgelöst hatte, begann Anni-Frid Lyngstad eine Solokarriere, die sie 1982 mit Something's Going On einleitete. Ihre musikalische Karriere setzte bis Ende der 90er Jahre fort ohne dass Lyngstad dabei jedoch an die großen Erfolge Abbas anknüpfen konnte, denn ihr bekanntester Song blieb bis heute das Abba-Lied Fernando. Anni-Frid Lyngstad, die heute in Zermatt in der Schweiz wohnt, heiratete am 26. August 1992 in dritter Ehe den Prinzen Ruzzo Reuss von Plauen, wodurch sie offiziell den Titel Anni-Frid Prinzessin Reuss, Gräfin von Plauen erhielt. Ihr Ehemann starb jedoch bereits sieben Jahre nach der Ehe an Krebs.


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Copyright: Herbert Kårlin

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