Sonntag, 17. November 2013

Louis De Geer, der Wegbereiter der schwedischen Industrialisierung

Louis De Geer wurde am 17. November 1587 in Liège geboren und hatte zu Beginn des 17. Jahrhunderts sehr schnell verstanden mit Schweden Geschäfte zu machen, denn das für ihn damals noch fremde Land brauchte nicht nur Kredite, sondern auch Waffen und Kriegsausrüstung. In diesem Rahmen entstand auch eine enge Verbindung zu Axel Oxenstierna, der De Geer in die schwedischen Adelskreise und die politische Schicht Schwedens einführte.

Sehr schnell begann Louis De Geer auch in Schweden in die Eisenproduktion zu investieren und die Verfahren zu erneuern, was ihm auch später die Bezeichnung „Vater der schwedischen Industrie“ brachte. Gustav II. Adolf versuchte dann De Geer mit Privilegien ganz nach Schweden zu locken, was ihm 1627 auch gelang, was sich für den Industriellen De Geer sehr lohnend zeigte, denn sehr bald übernahm er die königliche Gewehrfabrik, den Salzhandel, den Kupferhandel und hatte einen großen Einfluss auf die Eisengewinnung des Landes. De Geer wurde gewissermaßen sogar der Wirtschaftsminister des Königs.

Die Erfolgssage von Louis De Geer setzte auch unter der Vormundschaftsregierung von Königin Kristina fort, wobei der Industrielle neben seiner industriellen Tätigkeit auch sehr bald andere Einkommensquellen entdeckte, denn er gehört zu jenen Personen, die an der Schaffung von schwedischen Kolonien großes Interesse zeigten und in diesem Zusammenhang auch die erste schwedische Handelsgesellschaft initiierte, die sich mit dem Sklavenhandel in Afrika beschäftigte. De Geer war ein Mann, der es verstand seine politischen Beziehungen in jedem Punkt für seine persönlichen  finanziellen Interessen auszunutzen und hatte bereits bei seiner Ankunft im Land die Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.


17. November 1924: Maj-Briht Bergström-Walan, die erste Sexologin Schwedens 
17. November 1971: 35 Jahre "Hem till byn" im schwedischen Fernsehen

Copyright: Herbert Kårlin

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