Mittwoch, 25. Juni 2014

Der schwedische Feldherr Carl Gustaf Wrangel

Als Carl Gustaf Wrangel af Salmis am 25. Juni 1676 im Alter von 62 Jahren auf Schloss Spyker auf Rügen starb, war sein Ruf als Feldherr, nach dem Debakel während der Schlacht bei Fehrbellin, sehr angeschlagen, seine Krankheit machte ihm zu schaffen und von seinem früheren Einfluss zeugte im Grunde nur noch sein Schloss Skokloster, das nach seinem Tod seine älteste Tochter Margareta Juliana Wrangel erbte, ein Schloss, das man als Symbol der einstigen Großmacht Schwedens bezeichnen kann.

Carl Gustaf Wrangel folgte bereits als 14-Jähriger seinem Vater während des Polnisch-Schwedischen Krieges unter Gustav II. Adolf nach Preußen und nahm, nach einigen Bildungsreisen nach Leiden und Paris, als junger Offizier auch an der Schlacht bei Lützen im Jahr 1632 teil bei der der schwedische König getötet wurde. Wrangel spielte während des Dreißigjährigen Krieges jedoch erst ab 1638 eine Rolle, nämlich als er zum Generalmajor ernannt wurde. In die Geschichte ging der Kriegsherr Wrangel dann 1644 ein, als er bei der Schlacht bei Femern die dänische Flotte besiegte und er anschließend, in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, den Befehl über die schwedischen Truppen übernahm.

Auch nach Ende des langen Krieges bewies Carl Gustaf Wrangel seine Fähigkeiten als Kriegsherr, denn nachdem er 1657 die dänische Festung Fredriksodde eingenommen hatte, wurde er von Karl X. Gustav zum Reichsadmiral ernannt. Neben seiner Tätigkeit als Kriegsherr hatte ihn Königin Kristina bereits 1648 zum Generalgouverneur über das schwedische Pommern erhoben und im gleichen Jahr war er Kanzler der Universität Greifswald geworden. Natürlich wollt Wrangel seinen Status auch nach Außen zeigen, was sich dadurch zeigte, dass er ab 1654 das Schloss Skokloster baute und mit Kunstwerken, Waffen und Büchern aus ganz Europa ausstattete, Wertgegenständen, die noch heute täglich hunderte von Besuchern anziehen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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