Montag, 8. Dezember 2014

Otto Zeidlitz, ein Pionier des Esperanto

Otto  Zeidlitz kam am 8. Dezember 1860 in Lit im Jämtland in einem armen und streng christlichen Elternhaus zur Welt und begann nach der Hauptschule in einem Sägewerk bei Sundsvall zu arbeiten. Da Zeidlitz sehr früh davon träumte Priester zu werden, sparte er so viel wie möglich von seinem Einkommen um 1880 seine Schulbildung an der Fjellstedtska Skolan zu erweitern, einer Privatschule für zukünftige Priester. Während der Ferien arbeitete Zeidlitz weiterhin im Sägewerk, er wechselte die Schule und 1885 machte er im Gymnasium in Gävle seine Hochschulreife. Aus Geldmangel musste er jedoch anschließend auf ein Studium verzichten.

Nach seiner Hochschulreife gelang es Otto  Zeidlitz jedoch eine Anstellung bei August Lundberg zu erhalten, einem Missionar der Samen in Lannavaare. Unter Lundberg lernte Zeidlitz nicht nur Gottes Wort zu verbreiten, was er als die wichtigste Aufgabe seines Lebens betrachtete, sondern er erlernte auch die samische und die finnische Sprache. Auf Grund seiner Fähigkeiten als Missionar und der Empfehlung Lundbergs wurde Zeidliz dann auch vom akademischen Examen befreit und 1888 zum Priester geweiht. Bis zu seinem Tod am 3. august 1943 in Pajala sollte Zeidlitz dann in Lappland bleiben, unter anderem auch als Gefängnispriester.

Otto Zeitlitz war jedoch nicht nur Priester und Missionar in Lappland, sondern er gründete auch eine Privatschule, betätigte sich, wie einer seiner Vorgänger, Lars Levi Læstadius, mit botanischen Forschungen. Als in Schweden dann der erste Esperantoklub gegründet wurde, war Zeitlitz einer seiner ersten Mitglieder und schon 1895 übersetzte er ein Werk von Emilie Flygare-Carlén ins Esperanto. In den Folgejahren war es Zeitlitz extrem wichtig sehr viel in Esperanto zu schreiben und zu veröffentlichen, da dies die Sprache war die zum Frieden und der internationalen Völkerverständigung führen sollte. Auch wenn seine eigenen Werke in Esperanto relativ bescheiden blieben, so zeigte sich Zeitlitz als einer der bedeutendsten literarischen Esperanto-Übersetzer seiner Epoche.


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Copyright: Herbert Kårlin

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