Dienstag, 23. Dezember 2014

Der Jazzmusiker Folke Andersson, genannt „Göken“

Folke Andersson kam am 23. Dezember 1902 in Stockholm zur Welt und galt bereits sehr früh als musikalisches Wunderkind. Seine Karriere begann indes auf eine etwas ungewöhnliche Weise, nämlich im Kinderchor der Heilsarmee in der er Klarinette, Piano und Geige spielte. Mit den Jahren ging der Musiker dann immer mehr auf die Geige über und als Jugendlicher begann Andersson dann immer häufiger auch Jazz zu spielen. Als Andersson 17 Jahre alt war und zwei Jahre lang moderne Musik in den USA studiert hatte, begann dann im Tanzsalon Pers in Stockholm seine Karriere als Jazzmusiker.

Ab dem Jahre 1922 trat Folke Andersson, der später den Spitznamen Göken erhielt, in den verschiedensten Tanzlokalen Stockholms auf. Andersson hatte dabei das Glück beim Jazzorchester Curt Ljunggren engagiert zu werden das im Herbst 1926 auf dem Amerikaschiff Gripsholm engagiert wurde. Andersson wurde bereits ein Jahr später zum Kapellmeister auf Gripsholm ernannt und hatte, dank der Aufenthalte in Amerika, die Chance sich in der Welt des Jazz in den USA Kontakte zu schaffen und neue Trends zu erfahren. Noch 1927 erhielt das Orchester dann den Namen Svenska Paramountorkestern und wurde wegen seinem amerikanischen Jazzstil eine lebende Legende.

Nach Ende des Engagements auf der Gripsholm spielte Folke Anderssons Orchester zuerst im Nalen in Stockholm, aber mit der Krise der 30er Jahre wurden die Engagements seltener, der Jazzmusiker gründete ein neues Orchester aber 1935 ging die Erfolgsstory des als ersten authentischen schwedischen Jazzmusikers dennoch zu Ende. Erst spielt Andersson noch i Orchester Arne Hülphers und ab den 40er Jahren verwandelte sich Folke Andersson in einen Restaurantmusiker, der immer seltener Jazz spielen konnte. Am 31. März 1976 starb der Göken dann im Alter von 73 Jahren in Johanneshov bei Stockholm.


Copyright: Herbert Kårlin

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