Samstag, 27. Dezember 2014

Gustaf Adolf Reuterholm regiert Schweden

Als Gustaf Adolf Reutersholm am 27. Dezember 1813 im damals dänischen Schleswig starb, war er einer der verhasstesten Männer Schwedens dem jedes Treffen mit dem schwedischen König versagt wurde, obwohl er einst selbst über das Land regiert hatte, wenn auch ohne offiziellen Auftrag, sondern als Vormund des minderjährigen Königs Gustav IV. Adolf und indem er sich jede Machtbefugnis einfach nahm ohne auf Widerstand zu stoßen. Die fünf Jahre in denen Reutersholm die Macht ausübte werden heute als das Regime Reuterholm bezeichnet wird.

Gustaf Adolf Reuterhom war im 7. Juli 1756 in Svidja im heutigen Finnland zur Welt gekommen und wurde 1778 bei Königin Sofia Magdalena Kammerherr, eine Aufgabe, die ihm den Zugang zum höfischen Leben ermöglichte und dazu führte, dass er bald ein vertrauter von Herzog Karl, dem zukünftigen König Karl XIII. wurde. Trotz der engen Verbindung zwischen Herzog Karl und Reutersholm, die sich vor allem durch die gemeinsame Mitgliedschaft bei den Freimaurern verstärkte, sah Gustaf III. Reutersholm als gefährlich an als er 1788 gegen Russland in den Krieg zog, denn der Adelige pflegte intensive Beziehungen mit Feinden Schwedens. Reutersholm war daher zum Exil in Paris gezwungen.

Nach der Ermordung von Gustaf III. konnte Gustaf Adolf Reuterholm nach Schweden zurückkehren und wurde, dank dem Einfluss von Herzog Karl, der Vormund von Gustaf IV. Adolf und entwickelte sich dabei zu einem Diktator der fünf Jahre lang über das Schicksal Schwedens entschied. Einer der ersten Schritte des Despoten war die Auflösung der noch sehr jungen Svenska Akademien. Als Gustav IV. Adolf im November 1796 die Regierung selbst übernahm, kannte dieser den Ruf Reuterholms und verwies ihn unmittelbar aus Stockholm. Als der König 1809 durch einen Staatsstreich des Amts enthoben wurde und Karl XIII. über Schweden regierte, hoffte Reuterholm auf eine glanzvolle Rückkehr, aber auch der neue König kannte nun den wahren Charakter des Adeligen und verweigerte ihm jede Audienz.


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Copyright: Herbert Kårlin

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