Donnerstag, 25. Dezember 2014

Jonas Sjöstedt, Vorsitzender der Linken Schwedens

Jonas Sjöstedt kam am 25. Dezember 1964 in Göteborg zur Welt, verbrachte jedoch seine Kindheit und seine Jugend in den verschiedensten Orten Schwedens, da sein Vater als Ingenieur für Wasserkraftwerke ständig an anderen Orten eingesetzt wurde. Bereits als Schüler engagierte sich Sjöstedt im kommunistischen Jugendverband. Nach seiner Hochschulreife im sozialen Zweig des Gymnasiums in Luleå kehrte Sjöstedt zurück nach Göteborg und wurde Redakteur bei der radikalen sozialistischen und feministischen Zeitschrift Röd Press, die noch heute die Zeitschrift des Jugendverbands der Linken ist.

Im Jahre 1990 zog Jonas Sjöstedt nach Umeå und begann dort als Monteur bei Volvo Lastwagen zu arbeiten, ohne jedoch sein politisches linkes Engagement zu vergessen. Schon 1994 wurde der Politiker dann auf nationalem Niveau bekannt, als er sich beim Volksentscheid zur Mitgliedschaft Schwedens in der EU deutlich für die Nein-Seite aussprach. Als Schweden dann dennoch Mitglied wurde, ließ sich Sjöstedt für das Europaparlament aufstellen und wurde unmittelbar ins dortige Parlament gewählt. Sjöstedt wurde weitere zwei Mal ins Europaparlament gewählt, bis er 2006 sein Amt niederlegte um mit seiner Frau Ann Måwe, einer Diplomatin, nach New York zu ziehen.

In den USA schrieb Jonas Sjöstedt eine Trilogie mit drei Kriminalromanen und engagierte sich an der Socialist Party USA. Als die Familie zurück nach Schweden kam, präsentierte sich Sjöstedt 2010 in Västerbotten auf Platz 202 als Repräsentant für das Parlament. Sjöstedt gelang damit unmittelbar der Sprung in die Regierung, da er von nahezu einem Drittel der linken Wählern Västerbottens persönlich gewählt wurde. Nach einer Führungskrise innerhalb der Linken präsentierte sich Jonas Sjöstedt 2011 als Kandidat zum Vorsitzender der Partei. Am 6. Januar 2012 wurde der Politiker dann, bei drei Gegenkandidaten, mit 175 Stimmen zum Vorsitzenden der Linken gewählt, weit vor der etwas heißblütigen Rosanna Dinamarca, die mit 39 Stimmen auf die zweite Position kam.


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Copyright: Herbert Kårlin

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