Donnerstag, 22. Oktober 2015

Der schwedische Historiker Emil Hildebrand

Emil Hildebrand wurde am 22. Oktober 1848 als Sohn des Archäologen und Reichsantiquars Bror Emil Hildebrand in Stockholm geboren und studierte an 1867 an der Universität Uppsala. Nach Abschluss seines Studiums und der Promotion zum Doktor in Philosophie arbeitete Hildebrand erst einige Jahre lang ausschließlich als Assistent am Reichsarchiv um 1880 Lektor in Schwedisch, Geschichte und Geografie am heutigen Norra Real zu werden, ohne jedoch seine Tätigkeit im Reichsarchiv aufzugeben. Der Dienst als Lektor und Lehrer brachte Hildebrand einen gewissen Lohn, der ihm zumindest das standesmäßige Überleben garantierte, da Assistenten im Archiv um diese Zeit nicht entlohnt wurden.

Als Archivar zeigte Emil Hildebrand seine wissenschaftliche Stärke und seine Neigung zur Präzision, was auch dazu führte, dass er bald der einzige Angestellte des Reichsarchivs war, der grundsätzlich wusste an welcher Stelle gewisses Material zu finden war. Die größte Errungenschaft des Archivars wurde die Herausgabe der Historisk tidskrift, dessen Grundlage 1875 Carl Silfverstolpe bereits gelegt hatte, und auf Anregung von Hildebrand entstand 1880 die Historische Gesellschaft, nur ein Jahr später gründete der Historiker Hildebrand auch die Geschichtszeitschrift Historisk Tidskrift, und 25 Jahre lang übernahm er dann die Leitung und Herausgabe dieses Grundlagenwerkes der Geschichte. Hildebrand zögerte bei der Bearbeitung der Artikel nicht auch eigene Gedanken unterzubringen, aber immer auf eine möglichst neutrale Weise, damit der wissenschaftliche Wert nicht verloren ging.

Als der Verlag Norstedt zu Beginn des 20. Jahrhunderts die neue Ausgabe des Sammelwerks der schwedischen Geschichte plante, wurde Emil Hildebrand die Redaktion anvertraut, der einige Kapitel auch selbst verfasste. Das Gesamtwerk, das die schwedische Geschichte vom Beginn bis zum 20. Jahrhundert spiegelte, erschien ab 1903. Nach während dieser Arbeit begann Hildebrand zusätzlich an einer modernen Geschichte des Landes zu arbeiten, die vor allem die Gegenwart behandeln sollte und auch nach seinem Tode noch von Ludvig Stavenow weitergeführt wurde. Vor allem Hildebrands Arbeiten über Königin Kristina und Oscar I., gelten noch heute als wichtige Basiswerke der schwedischen Geschichte.


22. Oktober 1592: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
22. Oktober 1894: Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens
22. Oktober 1896: Die Geschichte der Kekse aus Örebro
22. Oktober 1897: Carl Anders Kullberg, der unsichere Dichter
22. Oktober 1921: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
22. Oktober 2011: Der Filborna skogspark in Helsingborg 

Copyright: Herbert Kårlin

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