Sonntag, 8. März 2015

Karin Carlson-Kavli, Schauspielerin und Theaterdirektorin

Karin Kavli, eigentlich Karin Carlson-Kavli, geborene Carlson, starb am 8. März 1990 in Bromma (Stockholm) im Alter von 83 Jahren und wird vor allem mit dem Dramaten und dem Göteborger Stadttheater verbunden, obwohl die Schauspielerin während der Sommermonate häufig als Primadonna in den schwedischen Volksparks auftrat und in mehreren Filmen mitwirkte. Ihren letzten Auftritt im Dramaten hatte Kavli noch im Alter von 81 Jahren, als sie im Stück Farliga förbindelser als Madame de Rosemund auf der Bühne stand.

Karin Kavli war am 21. Juni 1906 als Tochter einer Gärtners zur Welt gekommen und wollte ursprünglich Ärztin werden, aber noch bevor sie ihr Studium begann, änderte sie ihre Pläne und bereitete sich auf die Schauspielschule am Dramaten vor. Beim zweiten Anlauf im Jahre 1926 wurde sie dort für die dreijährige Ausbildung aufgenommen und 1927 stand Kavli mit Henrik Ibsens Peer Gynt erstmals auf der Bühne. Nach Abschluss ihrer Ausbildung im Jahre 1929 kam für Kavli als Kassandra unmittelbar der Durchbruch. Kavli sollte sich anschließend zu einer der bedeutendsten Schauspielerinnen Schwedens entwickeln.

Kassandra sollte allerdings auch über die Zukunft der Schauspielerin Karin Kavli entscheiden, denn ihre Stärke in der Tragödie führte dazu, dass sie anschließend in zahllosen Tragödien spielte und den Lebensschmerz auf der Bühne verkörperte. Die Persönlichkeit der Schauspielerin kam jedoch am meisten zu Tage als sie von 1953 bis 1962 Theaterdirektorin am Göteborger Stadttheater wurde. Nicht nur, dass Kavli bereits beim Einstellungsgespräch deutlich machte, dass sie am 1. Mai grundsätzlich nicht arbeiten werde, sondern am Demonstrationszug teilnehme, sie verbesserte in diesen Jahren auch die Bedingungen der Schauspieler des Theaters und förderte im stärksten Masse junge, begabte Schauspieler.


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Copyright: Herbert Kårlin

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