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Donnerstag, 24. März 2016

Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien

Ulrica Vallien kam am 24. März 1938 als Ulrica Hydman in Stockholm zur Welt und nahm bei ihrer Ehe mit dem Künstler Bertil Vallien auch dessen Nachnamen an. Vallien studierte am Konstfack Keramik und Glaskunst und lernte dort auch ihren Ehemann kennen, da beide die gleichen Interessen hatten. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 1961 machten die beiden eine gemeinsame zweijährige Studienreise nach Mexiko und in die USA um dort mit Keramik zu arbeiten. Als Bertil Vallien anschließend einen Arbeitsplatz in der Glashütte Åfors angeboten bekam, heirateten die beiden und zogen nach Åfors.

Ulrica Vallien war um diese Zeit eine Künstlerin, die nicht nur mit Keramik und Glas arbeitete, sondern auch in der Textilkunst und der Malerei aktiv war, hatte jedoch mit Keramikarbeiten den größten Erfolg. Der Sprung zum Glas kam dann im Jahre 1972, allerdings mit einem Werk, das nie das Licht sah. Im Protest gegen die Diskriminierung der weiblichen Künstler im Glasbereich schuf sie eine Rattenschale, die mit schwarzen Ratten dekoriert war, also völlig anders als ihre sonst farbig leuchtende Kunst. Das Werk galt als unverkäuflich.

Immerhin wurde man durch diese Aktion auf Ulrica Vallien aufmerksam, auch wenn sie anschließend wieder zu starken Farben und verspielteren Motiven überging, die Vallien letztendlich zu einer der bekanntesten Glaskünstlerinnen und Keramikerin Schwedens machen sollten. Am bekanntesten wurden vermutlich ihre Serien Tulipa, die noch heute zu gesuchten Sammlerstücken gehören. Der Stil von Ullrica Vallien ist gewissermaßen einmalig, weswegen man ihre Werke auch mit keinen anderen Kunstwerken verwechseln kann. Dies ist vermutlich auch einer der Gründe, warum Vallien zu den 50 Künstlern weltweit gehört, die von British Airways beauftragt wurden der Fluggesellschaft ein Symbol zu geben, angefangen von der Heckflosse bis zu den Servietten und dem Briefpapier.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Januar 2016

Der schwedische Glaskünstler Bertil Vallien

Bertil Vallien kam am 17. Januar 1938 in sehr einfachen Verhältnissen als Bertil Wallin in Stockholm zur Welt und wuchs in einem strengen freireligiösen Haus auf, das er jedoch bereits im Alter von 15 Jahren verließ. Nach den verschiedensten Hilfsarbeiten, unter anderem als Dekorateur im Kaufhaus PUB und als Malerlehrling bei seinem Vater, entschied sich Vallien Künstler zu werden. 1955 schrieb sich Vallien in den vorbereitenden Kursen am Konstfack ein, wo er zwei Jahre später als Student akzeptiert wurde und sich bald auf Keramik spezialisierte.

Nach Abschluss seiner Ausbildung und dem Erfolg, dass der schwedische König seine Abschlussarbeit kaufte, musste Bertil Vallien jedoch feststellen, dass die Kunst warten musste, denn die Glashütte in der Vallien angestellt wurde verlangte gut verkäufliche Gebrauchsartikel und keine Kunst. Auch bei Kosta, zu der Vallien bald wechselte, hatte das gleiche Ziel. Der Künstler war daher gezwungen über viele Jahre hinweg nahezu ausschließlich Massenartikel wie Trinkgläser oder auch Service zu schaffen und die Techniken des Glashandwerks verbessern. Erst ab Mitte der 80er Jahre sollte es Vallien wirklich gelingen parallel und erfolgreich an Kunst und Handwerk zu arbeiten.

Bertil Vallien gilt heute als einer der bedeutendsten Erneuerern der Glaskunst weltweit, dessen bedeutendstes Werk man als Flügelaltar in der Domkirche in Växjö finden kann. Dass Vallien neue Wege der Glaskunst suchte, konnte man bereits sehr früh entdecken, denn er war der Verfechter der Theorie, dass schwedisches Gebrauchsglas nur dann überleben kann, wenn es einen individuellen Touch hat und nicht auf einfache Wege industriell nachgemacht werden kann, ein Prinzip, das die Glashütte Kosta von ihm übernahm. Zum anderen unterscheidet sich Vallien von fast allen anderen Glaskünstlern dadurch, dass er Glas nicht als Reflektor von Licht betrachtet, sondern in Glas die verschiedenen Lichteinflüsse sammeln will. Nach Vallien soll Glas nicht Licht abgeben, sondern Licht aufnehmen.


17. Januar 1861: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala 
17. Januar 1909: Sven Hedin kehrt von seiner letzten Asienreise zurück 
17. Januar 1916: Die Eisenhütte Galtström bei Sundsvall
17. Januar 1944: Jan Guillou, vom Sozialismus zum historischen Roman 
17. Januar 1944: Jan Guillou, der wegen Spionage verurteilte Schriftsteller 
17. Januar 1945: Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held
17. Januar 1946: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle 
17. Januar 1983: Der erste große Konflikt der Hotelbranche Schwedens
17. Januar 1994: Die schwedische Radiostation Mix Megapol 

Copyright: Herbert Kårlin