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Donnerstag, 25. April 2019

Der schwedische Künstler Ewald Dahlskog

Ewald Dahlskog kam am 25. April 1894 als Sohn eines Buchdruckers in Stockholm zur Welt und machte zwischen 1905 und 1908 eine Ausbildung als Lithograf in der Zentraldruckerei der schwedischen Hautstadt. Nach Beendigung der Ausbildung machte Dahlskog eine vierjährige künstlerische Ausbildung an der Tekniska Skolan, um anschließend zwischen 1913 und 1917 an der Kunsthochschule in Stockholm zu studieren. Wie zu jener Zeit üblich, folgte dieser Ausbildung dann eine Studienreise nach Frankreich, Italien, Tunesien, Deutschland und England.

Im Jahr 1917 hatte Ewald Dahlskog seine erste Ausstellung, wobei sich seine Werke von Beginn an durch eine reiche Ornamentik auszeichneten. Die Eindrücke für seine Werke holte sich Dahlskog insbesondere bei seinen Auslandsreisen, die er als Inspirationsreisen bezeichnete. Seine Bilder, die er in Frankreich und Afrika geschaffen hatten, beeindruckten vor allem bei der ersten Ausstellung der Optimisten in der Kunsthalle Liljevalch im Jahr 1926. Innerhalb der Künstlergruppe nahm Dahlskog eine führende Rolle ein, wobei er an allen Ausstellung der Gruppe bis 1930 teilnahm.

Ewald Dahlskog zeichnte sich jedoch nicht nur als Maler aus, denn vor allem in den 20er Jahren entstanden auch Werke in anderen Bereichen, die ihn zu einem führenden Künstler jener Epoche machten. In diesem Rahmen sind insbesondere seine Intarsienarbeiten zu nennen, die man im Konzerthaus in Stockholm sehen kann. Zwischen 1926 und 1929 arbeitete Dahlskog zudem für die Glashütte Kosta und erneuerte das geschliffene Glas, das der Firma zu einem neuen Aufschwung verhalf, und Ende des Jahrzehnt schuf er Ausstellungsstücke für die Fayencefabrik Boberg in Gävle, die während der Stockholmausstellung des Jahres 1930 präsentiert wurden. Ewald Dahlskog starb am 25. September 1950 in Gävle.


25. April 1529: Der Aufruhr gegen Gustav Vasa endet in Broddetorp
25. April 1709: Der Architekt und Erfinder Carl Johan Cronstedt
25. April 1744: Anders Celsius und die Celsius-Skala
25. April 1750: Der schwedische Astronom Olof Hjorter
25. April 1877: Der Künstler und Schriftsteller Ernst Norlind
25. April 1887: Der schwedische Künstler Gösta Sandel
25. April 1892: Der schwedische Künstler Arvid Knöppel
25. April 1926: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens
25. April 1926: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau
25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA
25. April 1981: Anja Pärson, alpine Skiläuferin

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. März 2019

Der Glaskünstler Knut Bergqvist

Knut Bergqvist wurde am 14. März 1873 in Blädinge zur Welt und begann spätestens im Alter von neun Jahren tageweise bei der Glashütte Kosta zu arbeiten und wurde dort mit zwölf Jahren fest angestellt. Im Jahr 1894 wurde Bergkvist bei Kosta, der Glashütte, der er bis 1914 treu blieb, Glasmeister. Um seine Kenntnisse in der Glasbläserei zu erweitern, ging Bergqvist 1901 für ein Jahr zur Glashütte White Mills in Pennsylvania. Als Bergqvist dann 1914 von Kosta zur Glashütte Orrefors wechselte, erhielt er dort freie Hände und hatte lediglich den Auftrag neue Methoden der Glasbläserei zu suchen und das Glas Orrefors zu erneuern.

Innerhalb von zwei Jahren legte Knut Bergqvist dann durch unzählige Versuche die Grundlage zur Überlagerung von verschiedenfarbigem Glas, eine Technik, die er ab 1916, als Simon Grate als Künstler nach Orrefors kam, gemeinsam mit diesem weiterentwickelte und damit das sogenannte Graalglas schuf, das Orrefors zum Weltruf verhalf. Während dann Bergqvist weiterhin die Qualität des Glas als solches verbesserte und nach neuen Techniken für die Formgebung der Gläser suchte, begann Grate zusätzlich an der Gravur von mehrschichtigem, farbigem Glas zu arbeiten. Gerade die enge Zusammenarbeit zwischen Glasbläser und Künstler führten zu dem gewünschten Ergebnis.

Im Jahr 1929 verließ Knut Bergqvist dann Orrefors um Teilhaber der Glashütte Lindefors zu werden, die jedoch bereits zwei Jahre später schließen musste. Bergkvist wechselte zur Glashütte Eda, die 1933 ebenfalls schließen musste, was dazu führte, dass Bergqvist, gemeinsam mit Edvard Strömberg, die Strömbergshütte gründete und bei der der Glasbläsermeister bis zum Direktor der Hütte aufstieg. Knut Bergqvist, der am 19. Mai 1953 starb, gehört zu jenen Personen, die in Schweden am längsten als Glasbläsermeister aktiv waren, nämlich von seinem 21. Lebensjahr bis zu seinem 74. Jahr.


14. März 1707: Der schwedische Sprachforscher Johan Ihre
14. März 1709: Sten Carl Bielke, Wissenschaftler und Politiker
14. März 1807: Josefina von Leuchtenberg wird Königin in Schweden
14. März 1812: Der Bischof und Sprachforscher Carl Gustaf Nordin
14. März 1816: Bernhard Elis Malmström, von der klassischen Lyrik zum Realismus
14. März 1819: Der schwedische Physiker Erik Edlund
14. März 1848: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
14. März 1886: Die Textilkünstlerin und Innenausstatterin Elsa Gullberg
14. März 1907: Der nordschwedische Schriftsteller Björn-Erik Höijer
14. März 1918: Eva Andén, die erste Anwältin Schwedens
14. März 1922: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator
14. März 1933: Axel Jungstedt, Künstler und Kunstprofessor

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. März 2018

Der Designer und Künstler Edvin Ollers

Edvin Oller kam am 28. März 1888 als Edvin Olsson als Sohn eines Buchbinders in Norrtälje zur Welt und begann mit 17 Jahren eine Ausbildung an der höheren kunstindustriellen Schule in Stockholm. Im Jahr 1909 schrieb sich Ollers dann ein weiteres Jahr an der heutigen Kunsthochschule Valand in Göteborg ein um anschließend als Lehrer in der Kunstausbildung in Stockholm zu arbeiten, was ihm jedoch genügend Freizeit ließ um auch einer künstlerischen Aktivität nachgehen zu können und dazu führte, dass er sich ab 1916 intensiver um Kunst und Design kümmerte.

Die Chance für Edvin Oller kam mit der Hemutställningen 1917 in der Kunsthalle Liljevalch in Stockholm, die vom Verband für Kunsthandwerker organisiert wurde. Da auch die Glashütten Schwedens dort neue Produkte vorstellen wollten und Oller bereits einige Ideen hatte, suchte er nach einer künstlerischen Anstellung in den Glashütten, was jedoch nicht so einfach war, da Simon Gate bereits von Orrefors damit beauftragt worden war und Wilhelm Kåge bei Gustavsberg aktiv war. Dank der Vermittlung durch Elsa Gullberg gelang es Ollers dann jedoch bei der Glashütte Kosta beschäftigt zu werden.

Auch wenn Edvin Oller dann nur ein Jahr lang bei Kosta beschäftigt war, zeigte sich schon in dieser kurzen Zeit die Fähigkeit des Künstlers, denn Ollers präsentierte hier Glaskunst, die sich durch einfache Formen heraushob, gleichzeitig aber auch praktisch anwendbar war und zudem preisgünstig erworben werden konnte. Die grüne Farbe der Gläser schuf er indem er dem Glas geriebene Splitter von Schuhcremedosen beimischte. Diese kreativen Eigenschaften halfen Edvin Oller, der am 2. Dezember 1959 in Stockholm starb, später nicht nur in mehreren Glashütten aktiv zu werden, sondern ermöglichtem ihm auch in mehreren kunsthandwerklichen Richtung seine Fähigkeit als Designer zu zeigen.


28. März 1760: Georg Adlersparre, zwischen Feldherr, Literat und Revolutionär
28. März 1800: Der Kunstsammler Axel Bielke af Åkerö
28. März 1882: Eigil Schwab, Künstler, Illustrator und Karikaturist
28. März 1893: Der schwedische Architekt Gustaf Clason 
28. März 1922: Olle Länsberg, der verschollene Autor Schwedens
28. März 1927: Marianne Fredriksson und die christliche Frauenliteratur Schwedens
28. März 1927: Marianne Fredriksson, eine schwedische Schriftstellerin
28. März 1953: Der erste Roman Tjärdalen von Sara Lidman wird ein Erfolg
28. März 1962: Joakim Lindengren, Kapten Stofil und Faktum

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 27. November 2016

Der schwedische Glaskünstler Vicke Lindstrand

Vicke Lindstrand kam am 27. November 1904 mit dem Vornamen Viktor als Sohn eines Malers in Göteborg zur Welt und machte nach dem Hauptschulabschluss eine Lehre als Buchbinder, was ihn jedoch wenig begeisterte, denn noch 1918 schrieb er sich in Abendkursen der Schule der Slöjdföreningen ein um sich zum Werbezeichner auszubilden zu lassen. Nach Ende der Ausbildung zeichnete Lindstrand acht Jahre lang Werbeschilder und arbeitete zudem als Karikaturist für die Göteborgs-Posten und die Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning. Als Lindstrand 1928 den Glasdesigner Simon Gate traf, sollte der Künstler jedoch seine Berufung finden, denn Gate verhalf ihm zu einer Anstellung bei der Glashütte Orrefors.

Die erste Zeit arbeitete Vicke Lindstrand in verschiedenen Bereichen von Orrefors und arbeitete, unter anderem, auch mit Edward Hald und Elsa Gullberg zusammen. Sehr bald begann er jedoch mit den verschiedensten Glastechniken zu experimentieren und erneuerte die Techniken die bis dahin bei Orrefors angewendet wurden. Der Durchbruch kam für Lindstrand dann bereits im Jahre 1939, denn nachdem er zwei Jahre vorher bereits die Glasfenster des Konzerthauses in Göteborg und die Fenster der Dreifaltigkeitskirche in Gävle geschaffen hatte, stellte er nun das Fenster Tekniken och Framtiden bei der Pariser Weltfachausstellung und schuf seine erste Skulptur, einen Springbrunnen aus Kristall, den er im gleichen Jahr in der Weltausstellung in New York präsentierte.

Auch als Vicke Lindstrand zwölf Jahre später zu Upsala-Ekeby AB wechselte und 1950 dann zur Glashütte Kosta als künstlerischer Direktor kam, blieben die Skulpturen des Künstlers im Zentrum seines Schaffens. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen dass der in New York ausgestellte Springbrunnen drei Meter hoch war und sechs Tonnen wog, zudem das Kristall einen geheimen Schimmer ausstrahlte. Es war daher nicht verwunderlich dass Lindstrand dann 1964 in Stuttgart die neun Meter hohe Nadel des Ikaros herstellen durfte und der Künstler 1967 mit der 11,5 Meter hohen Prisma genannten Glasskulptur in Norrköping das größte Glaskunstwerk weltweit schuf. Die letzte Glasskulptur Lindstrands, der am 7. Mai 1983 in Kosta starb, wurde dann eine Glasskulptur im Theaterpark in Växjö.


27. November 1640: Freiherr Gabriel Gustafsson Oxenstierna
27. November 1701: Anders Celsius und die Celsius-Skala

27. November 1854: Louis De Geer, ein entscheidungsunwilliger Ministerpräsident
27. November 1907: Astrid, die Entwicklung eines altnordischen Namens

27. November 1937: Der schwedische Ministerpräsident Felix Hamrin
27. November 1949: Åsa-Nisse, der Kino-Erfolg Schwedens
27. November 1984: Die schwedische Sängerin Sanna Nielsen

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Januar 2016

Der schwedische Glaskünstler Bertil Vallien

Bertil Vallien kam am 17. Januar 1938 in sehr einfachen Verhältnissen als Bertil Wallin in Stockholm zur Welt und wuchs in einem strengen freireligiösen Haus auf, das er jedoch bereits im Alter von 15 Jahren verließ. Nach den verschiedensten Hilfsarbeiten, unter anderem als Dekorateur im Kaufhaus PUB und als Malerlehrling bei seinem Vater, entschied sich Vallien Künstler zu werden. 1955 schrieb sich Vallien in den vorbereitenden Kursen am Konstfack ein, wo er zwei Jahre später als Student akzeptiert wurde und sich bald auf Keramik spezialisierte.

Nach Abschluss seiner Ausbildung und dem Erfolg, dass der schwedische König seine Abschlussarbeit kaufte, musste Bertil Vallien jedoch feststellen, dass die Kunst warten musste, denn die Glashütte in der Vallien angestellt wurde verlangte gut verkäufliche Gebrauchsartikel und keine Kunst. Auch bei Kosta, zu der Vallien bald wechselte, hatte das gleiche Ziel. Der Künstler war daher gezwungen über viele Jahre hinweg nahezu ausschließlich Massenartikel wie Trinkgläser oder auch Service zu schaffen und die Techniken des Glashandwerks verbessern. Erst ab Mitte der 80er Jahre sollte es Vallien wirklich gelingen parallel und erfolgreich an Kunst und Handwerk zu arbeiten.

Bertil Vallien gilt heute als einer der bedeutendsten Erneuerern der Glaskunst weltweit, dessen bedeutendstes Werk man als Flügelaltar in der Domkirche in Växjö finden kann. Dass Vallien neue Wege der Glaskunst suchte, konnte man bereits sehr früh entdecken, denn er war der Verfechter der Theorie, dass schwedisches Gebrauchsglas nur dann überleben kann, wenn es einen individuellen Touch hat und nicht auf einfache Wege industriell nachgemacht werden kann, ein Prinzip, das die Glashütte Kosta von ihm übernahm. Zum anderen unterscheidet sich Vallien von fast allen anderen Glaskünstlern dadurch, dass er Glas nicht als Reflektor von Licht betrachtet, sondern in Glas die verschiedenen Lichteinflüsse sammeln will. Nach Vallien soll Glas nicht Licht abgeben, sondern Licht aufnehmen.


17. Januar 1861: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala 
17. Januar 1909: Sven Hedin kehrt von seiner letzten Asienreise zurück 
17. Januar 1916: Die Eisenhütte Galtström bei Sundsvall
17. Januar 1944: Jan Guillou, vom Sozialismus zum historischen Roman 
17. Januar 1944: Jan Guillou, der wegen Spionage verurteilte Schriftsteller 
17. Januar 1945: Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held
17. Januar 1946: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle 
17. Januar 1983: Der erste große Konflikt der Hotelbranche Schwedens
17. Januar 1994: Die schwedische Radiostation Mix Megapol 

Copyright: Herbert Kårlin