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Montag, 1. Mai 2017

Der Keramiker und Designer Gunnar Nylund

Gunnar Nylund wurde am 1. Mai 1904 als Sohn eines Künstlerpaares in Paris geboren, das dann 1907 mit ihrem Sohn nach Kopenhagen zog, der Heimatstadt der Mutter. Einige Jahre später zog die Familie nach Helsingfors (Helsinki), der Heimat des Vaters. Allerdings floh die Familie vor dem Ausbruch des finnischen Bürgerkrieges im Jahr 1917 dann zurück nach Kopenhagen, wo Nylund eine Internatschule besuchte, in der er 1923 auch das Abitur machte. Im gleichen Jahr erhielt Nylund dann einen Praktikantenplatz in Architektur und Keramik in Finnland. Im folgenden Jahr begann Nylund dann an der königlichen Kunstakademie in Kopenhagen Architektur zu studieren, ein Studium, das er nie zu Ende führte, da er 1925 einen Arbeitsvertrag bei der Porzellanfabrik  Bing & Grøndahl erhielt.

Bei Bing & Grøndahl verwirklichte Gunnar Nylund über 2000 Einzelwerke, darunter sehr viele Miniaturen, für die Nylund später auch international bekannt wurde. Als die Porzellanfabrik einen konservativen Direktor bekam, kündigte Nylund, der immer nach Neuerungen strebte. Gemeinsam mit der Chemikerin Nathalie Krebs gründete der Künstler dann ein eigenes Atelier, das sich ab 1930 Saxbo nannte. Unter diesem Namen wurden die beiden weltbekannt und revolutionierten das Steingut, einmal wegen dem eigenen Stil, aber auch wegen der Färbung und der Serienfertigung, die um diese Zeit für Steingut in ganz Skandinavien nicht existierte. Nach den Ausstellungen im Jahr 1930 wurde Nylund von Rörstrand als Künstler geworben.

Als künstlerischer Direktor bei Rörstrand gestaltete und arrangierte Gunnar Nylund rund 20 der Fabrikausstellungen, wobei er 1932 erstmals Steingut der Firma präsentierte, mit einem so großen Erfolg, dass das Röhsska Museum in Göteborg im folgenden Jahr eine entsprechende Ausstellung des Künstlers zeigte und das Steingut des Unternehmens auch auf der Weltausstellung in Chicago des Jahres 1933 zu finden war. Gunnar Nylund, der im Jahr 1997 starb, erneuerte bis Mitte der 40er Jahre die gesamte Kollektion Rörstrands und hatte 1943 seine bedeutendste Ausstellung im Nationalmuseum in Stockholm. Im Jahr 1964 öffnete Nylund dann erneut ein eigenes Atelier in Kopenhagen.


1. Mai 1890: Der 1. Mai in Schweden
1. Mai 1920: Die schwedische Kronprinzessin Margareta, genannt Daisy
1. Mai 1950: Sigfrid Lindström und die moderne Welt der Sagen
1. Mai 1958: Die nordische Passunion
1. Mai 1969: Schwedischer Reaktor entgeht nur knapp einer Kernschmelze
1. Mai 1974: Jan Olof Olsson, der historische Roman und Reiseschilderungen
1. Mai 1995: Das Ziegelmuseum in Heby im Uppland
1. Mai 2009: Hochzeit für Homosexuelle in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. März 2017

Die Künstlerin und Designerin Sylvia Leuchovius

Sylvia Leuchovius kam am 29. März 1915 in Linneryd im Småland zur Welt. Über die Kindheit, Jugend und Ausbildung von Leuchovius ist kaum etwas bekannt, außer dass sie eine Ausbildung zur Näherin machte bevor sie sich als 30-Jährige an der Slöjdföreningens Skola, der heutigen Hochschule für Design und Kunsthandwerk, in Göteborg einschrieb um  dort dekorative Kunst und Graphik zu studieren. Nach Ende der Ausbildung wurde die Künstlerin vom Direktor der Schule dem Unternehmen Rörstrand empfohlen, wo Leuchovius dann bis 1971 angestellt sein sollte.

Die ersten Jahre bei Rörstrand hatte Sylvia Leuchovius vor allem den Auftrag Keramikdekor zu zeichnen, insbesondere für Keramikplatten und Serviertabletts, die die Künstlerin oft mit Landschaftsmotiven schmückte. Nach wenigen Jahren war Leuchovius auch verantwortlich für öffentliche Kunstwerke und das Design von Steingut. 1955 präsentierte die Künstlerin dann auch ein gesamtes Kaffeeservice, das den Namen Select trägt. Leuchovius gehörte daher auch bald zu den Künstlern deren Werke bei Kunstbiennalen und Ausstellungen weltweit präsentiert wurden und ihr die Anerkennung als eine der bedeutendsten schwedischen Keramikkünstler brachten.

Die erste eigene Ausstellung hatte Sylvia Leuchovius im Jahr 1962 in Stockholm, der zahlreiche internationale und nationale Ausstellungen folgen sollten und ihre stärksten künstlerische Seiten hervorhoben, die Produktion von Steingut mit schimmernder Glasur und Reliefs. Kritiker beschrieben ihre Arbeiten, die oft mit Vögeln, Pflanzen und Kindern dekoriert waren, als Poesie in Ton und Farbe. 1971 wurde Leuchovius, wie alle anderen Künstler des Unternehmens, von Rörstrand entlassen, konnte jedoch nur ein Jahr später als freie Mitarbeiterin bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1976 wieder dort weiterarbeiten. Nach ihrer Pensionierung zog Sylvia Leuchovius, die am 31. März 2003 starb, nach Alingsås um sich dort vor allem dem Malen zu widmen, einer Kunst mit der sie jedoch weitaus weniger Erfolg hatte als mit ihren Keramikarbeiten, die man sowohl im Nationalmuseum in Stockholm, als auch im Röhsska Museum in Göteborg finden kann.


29. März 1638: Die Kolonie Neues Schweden (Nya Sverige)
29. März 1772: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens
29. März 1772: Emanuel Swedenborg, der größte Mystiker Schwedens
29. März 1792: König Gustav III. will die Macht nicht teilen
29. März 1828: Der schwedische Künstler Edward Bergh
29. März 1832: Carl Rupert Nyblom, von der Romantik zum Realismus
29. März 1874: Die Schriftstellerin und Künstlerin Tyra Kleen
29. März 1965: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens
29. März 1968: Der Tingstadstunnel, ein Tunnel unter dem Göta Älv
29. März 2006: Niklas Lindgren, genannt Hagamannen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 19. Juni 2016

Die Künstlerin und Designerin Signe Persson-Melin

Signe Persson-Melin, eigentlich Signe Harriet Melin, kam am 19. Juni 1925 in Tomelilla zur Welt und interessierte sich sehr früh für kunsthandwerkliches Schaffen. So brach die Künstlerin auch die Schule ab um in einer Keramikfabrik in Lomma zu arbeiten und das Töpfern zu erlernen. Zwischen 1946 und 1948 besuchte Persson-Melin dann die Schule für Kunsthandwerk in Kopenhagen um anschließend ein weiteres Jahr am Konstfack in Stockholm Keramik und Glas zu studieren, die beiden Bereiche in denen die Künstlerin auch bekannt werden sollte.

Signe Persson-Melin richtete sich 1950 ein Atelier in Malmö ein und arbeitete die ersten Jahre insbesondere mit Keramik, wobei sie zeitweise auch fest für die Keramikfabrik in Höganäs arbeitete. Der Durchbruch kam für die Künstlerin bereits 1955 bei der internationalen Ausstellung H55 in Helsingborg, wo Persson-Melin ihre weltbekannten Kräuterdosen aus Ton mit Zinnglasur vorstellte, die sich mittlerweile zu einem wertvollen Sammelobjekt entwickelten, auch wenn diese zu Beginn nur für den gehobenen Haushalt bestimmt waren und durch ihr einfaches Design und die praktische Anwendung überzeugten.

In den 60er Jahren ging Signe Persson-Melin auch immer mehr zum Glasdesign über, was dazu führte, dass sie 1967 von der Glashütte Boda als Designerin angestellt wurde. Ihre erste Präsentation bei Boda waren Bier- Wein- und Schnapsgläser unter dem Namen Ruben, die heute ebenfalls beliebte Sammlerobjekte sind. Persson-Melin zeichnete sich durch ihr sehr einfaches Design aus, das in jeden Haushalt passte und dennoch ein sehr individuelles Aussehen hatte. Die Künstlerin, die 1885 die erste Professorin Schwedens für Glas und Design wurde, schuf noch 2014, kurz vor ihrem 90. Geburtstag, ein neues Teeservice für Rörstrand und gilt als die bedeutendste Glaskünstlerin Schwedens.


19. Juni 1652: Louis De Geer, der Wegbereiter der schwedischen Industrialisierung
19. Juni 1865: Der schwedische Landschaftsmaler Nils Andersson
19. Juni 1904: Lars Madsén und das Leben auf dem Lande
19. Juni 1918: Gunnel Vallquist und die moderne katholische Literatur Schwedens
19. Juni 1957: Anna Lindh stirbt nach Überfall im Kaufhaus NK
19. Juni 1976: Königliche Hochzeiten in Schweden
19. Juni 2005: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
19. Juni 2010: Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Mai 2016

Der schwedische Künstler Hans Hedberg

Hans Hedberg kam am 25. Mai 1917 als Sohn eines Industrieunternehmers in Köpmanholmen bei Örnsköldsvik zur Welt und begann 1939 bei Otte Sköld Kunst zu studieren, setzte ab 1944 bei Isaac Grünewald fort und ging, unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, an die Kunsthochschule im dänischen Kopenhagen. Nur ein Jahr später begab sich Hedberg nach Paris zur Malerschule Colarossi, um jedoch 1947 plötzlich von der Malerei zur Keramik zu wechseln, die er 1947 im Instituto d'Arte Della Ceramica im italienischen Faenza studierte. Zurück in Schweden hatte Hedberg dann 1953 seine erste Keramikausstellung in Stockholm.

Im Jahr 1949 entschied sich Hans Hedberg nach Südfrankreich zu ziehen und sich dort fest niederzulassen, auch wenn er weiterhin regelmäßig in seine Heimat zurückkehrte und in Schweden auch den ersten Erfolg hatte. Seine keramischen Arbeiten, die gleichermaßen von Südfrankreich als auch der Höga Kusten beeinflusst sind und Hedberg zahlreiche Preise brachten, brachten Hedberg 1967 in Paris auch den großen Durchbruch, als der Künstler ein übergroßes naturgetreues Ei in Keramik präsentierte, mit einer Art von Glasur, die Kunstkritiker bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen hatten und die ein Warenzeichen des Künstlers wurde.

Hans Hedberg, der in Südfrankreich, unter anderem, mit Marc Chagall, Pablo Picasso, Henri Matisse und Fernand Léger zusammenarbeitete, spezialisierte sich auf überdimensionale Keramikfrüchte und gigantische Eier, die man heute in mehreren königlichen Privatsammlungen und den größten Museen weltweit finden kann, was den Künstler auch zu einem der bedeutendsten Keramikkünstler der Gegenwart macht. Hans Hedberg, zu dessen Ehren man in Örnsköldsvik auch ein kleines Museum einrichtete, starb am 27. März 2007 im französischen Biot.


25. Mai 1622: Gustav II. Adolf gründet die Stadt Borås
25. Mai 1667: Gustaf Bonde, ein Gegner der schwedischen Kriege
25. Mai 1820: Die vielseitige Karriere des Eric Ruuth
25. Mai 1890: Frans Hodell, Schauspieler und Schriftsteller
25. Mai 1915: Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied
25. Mai 1930: Ohne Pass zwischen Schweden und Dänemark über den Öresund
25. Mai 2006: Lars Gyllensten, philosphische Gedanken zum Alltagsleben
25. Mai 2013: Das schwedische Weltkulturerbe Hälsingegårdar

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. April 2016

Die schwedische Künstlerin Margot Öjemark Wiik

Margot Öjemark Wiik kam am 16. April 1938 als Tochter eine Bauingenieurs in Gävle zur Welt und begann mit 16 Jahren eine künstlerische Ausbildung in der Reybekiels Kunstschule in Stockholm, der sie zwischen 1956 und 1961 ein Kunststudium am Konstfack anschloss. Unmittelbar nach Abschluss des Studiums hatte Öjemark die Chance ein Jahr lang als Designerin in der Porzellanfabrik Rörstrand zu arbeiten und damit eine gewisse praktische Erfahrung sammeln, denn ihr Ziel war von Beginn an freie Künstlerin zu werden um unabhängig arbeiten zu können.

Im Jahre 1964 ging dann der erste größere Auftrag bei Margot Öjemark Wiik ein, denn sie sollte ein zeitloses Muster für ICA schaffen, das vom Großkonzern ICA noch heute verwendet wird. Im Folgejahr begann Öjemark dann in ihrer eigenen Werkstatt in Brottby zu arbeiten, um jedoch bereits 1972 auf Gut Ingalunda in Bjuråker bei Hudiksvall zu verlagern.  Seit 1989 hat die Künstlerin nun ihre Werkstatt und ihr Atelier „Keramikbrunnen“ im zentralen Hudiksvall. Alle Kunstwerke Öjemarks tragen das Zeichen MÖW, die Anfangsbuchstaben ihres Namens Margot Öjemark Wiik.

Margot Öjemark Wiik gilt als skulpturale Künstlerin, die ihre Stärke vor allem in der Keramik zeigt, wobei sie hierbei nicht nur Tassen, Kannen und Vasen schafft, sondern vor allem durch ihre Gesichter, ihren Wandschmuck und ihre Vögel bekannt wurde. Werke Öjemarks, die auch mehrere Ausstellungen in Norwegen, Deutschland und Finnland hatte, findet man in zahlreichen Museen Schwedens, unter anderem in Sundsvall, Skara und Oskarshamn. Da die Künstlerin auch häufig mit der Schaffung von öffentlicher Kunst beauftragt war, sind zahlreiche ihrer größeren Werke auch in den verschiedensten Schulen Schwedens zu finden.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1862: Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. März 2016

Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien

Ulrica Vallien kam am 24. März 1938 als Ulrica Hydman in Stockholm zur Welt und nahm bei ihrer Ehe mit dem Künstler Bertil Vallien auch dessen Nachnamen an. Vallien studierte am Konstfack Keramik und Glaskunst und lernte dort auch ihren Ehemann kennen, da beide die gleichen Interessen hatten. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 1961 machten die beiden eine gemeinsame zweijährige Studienreise nach Mexiko und in die USA um dort mit Keramik zu arbeiten. Als Bertil Vallien anschließend einen Arbeitsplatz in der Glashütte Åfors angeboten bekam, heirateten die beiden und zogen nach Åfors.

Ulrica Vallien war um diese Zeit eine Künstlerin, die nicht nur mit Keramik und Glas arbeitete, sondern auch in der Textilkunst und der Malerei aktiv war, hatte jedoch mit Keramikarbeiten den größten Erfolg. Der Sprung zum Glas kam dann im Jahre 1972, allerdings mit einem Werk, das nie das Licht sah. Im Protest gegen die Diskriminierung der weiblichen Künstler im Glasbereich schuf sie eine Rattenschale, die mit schwarzen Ratten dekoriert war, also völlig anders als ihre sonst farbig leuchtende Kunst. Das Werk galt als unverkäuflich.

Immerhin wurde man durch diese Aktion auf Ulrica Vallien aufmerksam, auch wenn sie anschließend wieder zu starken Farben und verspielteren Motiven überging, die Vallien letztendlich zu einer der bekanntesten Glaskünstlerinnen und Keramikerin Schwedens machen sollten. Am bekanntesten wurden vermutlich ihre Serien Tulipa, die noch heute zu gesuchten Sammlerstücken gehören. Der Stil von Ullrica Vallien ist gewissermaßen einmalig, weswegen man ihre Werke auch mit keinen anderen Kunstwerken verwechseln kann. Dies ist vermutlich auch einer der Gründe, warum Vallien zu den 50 Künstlern weltweit gehört, die von British Airways beauftragt wurden der Fluggesellschaft ein Symbol zu geben, angefangen von der Heckflosse bis zu den Servietten und dem Briefpapier.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 11. Oktober 2014

Der schwedische Künstler Alf Wallander

Alf Wallander wurde am 11. Oktober 1862 als Sohn eines Architekten in Stockholm geboren und entschied sich sehr früh für die Laufbahn eines Künstlers. Nach dem Besuch der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack, studierte Wallander ab 1879 Malerei an der Kunstakademie in Stockholm. 1885 beendete er seine Ausbildung und erhielt ein Stipendium für eine Studienreise nach Paris. In Paris entstanden dann auch die ersten Werke des Künstlers, wobei sein Gemälde Julottan, das schon 1886 als erstes größeres Werk von Wallander fertiggestellt war, bereits an das Museum in Minneapolis verkauft wurde.

Nur drei Jahre später wurde im Salon de Paris sein Ausstellungsgemälde von Kritikern bemerkt, was dem jungen Künstler endgültig die Tür zur Welt der Kunst öffnete. Noch in Paris wandte sich Alf Wallander dann der Pastellmalerei zu, einer Kunstrichtung, der er in den Folgejahren die Treue hielt. Eines seiner ersten Pastellgemälde, Tiggargubben, findet man heute im Kunstmuseum in Göteborg. Als Wallander 1890 nach Stockholm zurückkehrte, schloss er sich sehr schnell der Künstlergruppe an, die Ernst Josephson gegründet hatte und sich der akademischen Lehre widersetzte, also schwedische Kunst nicht mehr als Folge eines klassischen nordischen Ideals sehen wollte.

Ab Mitte der 90er Jahre, als Alf Wallander bereits zu den anerkannten Künstlern Schwedens gehörte, kam erneut eine künstlerische Wende, denn als der Künstler für eine Lotterie einige Tonkrüge für Rörstrand bemalte, entdeckte er ein Material, das ihn herausforderte und faszinierte. Gerade die Arbeit mit Porzellan sollte Wallander dann eine neue Karriere als Künstler bieten, denn seine Werke fanden Zugang zu den bedeutendsten Ausstellungen weltweit. Die Theorie des Künstlers war, dass nur dann eine Wohnung einladend ist wenn industrielle Porzellanhersteller mit Künstlern arbeiten, die die ideale Form und die Schönheit in einen Raum bringen können.


11. Oktober 1816: Der Schauspieler und Theaterdirektor Edvard Stjernström
11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Die schwedische Künstlerin Tyra Lundgren

Tyra Lundgren wurde am 9. Januar 1897 in Stockholm geboren und gehört zu den vielseitigsten schwedischen Künstlern ihrer Epoche, denn es gibt kaum ein Material mit dem Lundgren nicht gearbeitet hätte, auch wenn vermutlich ihre Arbeiten für Arabia, Gustavsberg, Rörstrand, Kosta und andere bedeutenden Hersteller von künstlerischem Glas und Keramik am bekanntesten wurden, neben ihren späteren Skulpturen, die man vor allem in Stockholm und auf Gotland findet.

Tyra Lundgren, die am 20. November 1979 in der schwedischen Hauptstadt starb, hatte sich bereits als Kind entschlossen Künstlerin zu werden, wobei ihr Vater sie jedoch dazu zwingen wollte auch eine Ausbildung als Lehrerin zu machen, da er wenig Vertrauen in den dauerhaften Erfolg in der Welt der Kunst setzte. Offiziell beugte sich Tyra diesem Wunsch, aber als sie auf der Högre Konstindustriella skolan, dem heutigen Konstfack, ihr Studium begonnen hatte, blieb kein Platz mehr für die Lehrerausbildung, denn die Künstlerin wolle einfach alles über künstlerische Techniken wissen. Während ihres letzten Studienjahres besuchte die Künstlerin dann parallel auch die Kunstakademie in Stockholm.

Nach ihrer Ausbildung als Künstlerin begann für Tyra Lundgren ein langer Lehrprozess, denn während der 20er und 30er Jahre reiste sie durch Europa um in den verschiedensten Keramik- und Glasfabriken zu arbeiten und ihre Kenntnisse als Designerin und Künstlerin praktisch anzuwenden, aber auch um ihren eigenen Stil zu finden, wobei hierbei vor allem ihr Aufenthalt in Rom und in Paris von großer Bedeutung war. Die freie Kunst wurde jedoch vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gebremst, da die Künstlerin zurück nach Schweden musste, wo man eine sehr konservative Einstellung zu Kunst hatte, die zudem immer einen Zweck erfüllen musste. Ihr ihrem Stockholmer Atelier begann Lundgren sich daher mit der Skulptur und öffentlichen Objekten zu beschäftigen, ohne jedoch die keramische Kunst vollständig fallen zu lassen.


9. Januar 1202: Birger Brosa unter Knut Eriksson und Sverker den yngre
9. Januar 1636: Die neue schwedische Kupferkompanie
9. Januar 1811: Königin Desideria kommt in Schweden an
9. Januar 1900: Der Lorensbergs Cirkus in Göteborg brennt 
9. Januar 1939: Annette Kullenberg, die Schriftstellerin mit der spitzen Zunge 
9. Januar 1954: Der Frachtdampfer Nedjan sinkt bei Eggegrund 
9. Januar 1969: Die Rechten Schwedens werden zur Moderaten Sammlungspartei 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 17. Dezember 2013

Der schwedische Künstler Gunnar G:son Wennerberg

Gunnar Gunnarsson Wennerberg wurde am 17. Dezember 1863 in Skara als Sohn des Lektors Gunnar Wennerberg und der Gräfin Cronstedt geboren und begann erst in Stockholm, anschließend in Växjö und schließlich in Uppsala ein Studium, das ihn zum Juristen führen sollte. Im Jahr 1886 gab Wennerberg dann plötzlich seine Laufbahn auf und ging nach Paris um mit einigen schwedischen Künstlern und Prinz Eugen umzugehen und zu malen zu beginnen.

In Paris entwickelte sich Gunnar Gunnarsson Wennerberg zu einem Maler, der vor allem Blumen malte, aber auch einige Portraits erstellte. Der Erfolg ließ kaum auf sich warten, denn schon 1891 hatte Wennerberg seine erste größere Ausstellung in Stockholm, der ein Jahr später eine zweite Ausstellung folgte. Um diese Zeit verließ der Künstler dann erneut seinen eingeschlagenen Weg und ging mehr und mehr zur dekorativen Kunst und zur Textilkunst über, was dann jedoch der Übergang zu einer weiteren Kunstart wurde.

Im Jahre 1895 wurde Gunnar Gunnarsson Wennerberg nämlich von der Porzellanfabrik Gustavsberg entdeckt für die er dann einige der bedeutendsten Muster zeichnete. Sein Relief mit einem Tulpenmotiv und das Dekor Liljenkonvalj sind noch heute zu erhalten. Seine früheren Werke werden bei Auktionen zu Höchstpreisen versteigert. Wennerberg war jedoch niemand, der an einer Stelle bleiben konnte, denn 1908 verließ er Gustavsberg und kehrte nach Paris zurück, wo er dann einige sehr bedeutende Aufträge großer Keramikhäuser erhielt, ohne jedoch noch viel zu leisten, da er sehr bald erkrankte und schon 1914 in Paris starb.


17. Dezember 1860: Königin Desideria, die unschwedische Königin 
17. Dezember 1951: Der Film „Sie tanzte nur einen Sommer“ hat Premiere

Copyright: Herbert Kårlin