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Mittwoch, 18. November 2015

Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook

Caroline Krook kam am 18. November 1944 als Tochter eines Kriegsrates und einer Silberschmiedin in Stockholm zur Welt und musste sich sehr früh für eine Laufbahn innerhalb der Svenska Kyrkan entschieden haben, denn bereits 1969 wurde Krook zur Priesterin geweiht um anschließend eine bedeutende Karriere zu machen, denn 1990 wurde sie als erste Frau Schwedens zum Dompropst ernannt und acht Jahre später war Krook die Bischöfin des Stiftes Stockholm, was für die konservative Gruppe der Svenska Kyrkan allerdings ein gewisser Schock war.

Caroline Krook gehört zu den wenigen Glaubensvertretern der Schwedischen Kirche, die sehr stark von den 68-Jahren geprägt wurde und sich bei ihrer Lehre sehr wenig an die traditionellen Pfeiler der protestantischen Glaubenslehre hält. Krook hatte ihre Einstellung allerdings bereits vor der Priesterweihe gezeigt und eines der ersten Fotos nach der Priesterweihe zeigt eine sehr modern gekleidete junge Frau im Minirock, die sich mit einem Strafgefangenen in Malmö unterhält. Modernes Denken und Offenheit sollten ab dieser Zeit immer die Stärken der späteren Bischöfin sein

Sehr früh unterstützte Caroline Krook auch die Forderung Homosexueller, die eine kirchliche Ehe forderten, wobei sich die Bischöfin hier auf die Bibel berief, die sie allerdings auf ihre persönliche Weise gedeutet hatte. Nicht verwunderlich war es daher auch, dass Krook bei Stockholm Pride im Jahre 2004 die Eröffnungsrede hielt. Nur zwei Jahre später trat dann der Dompropst Stockholms zurück, da Caroline Krook die Fotoausstellung Uppenbar(a)t im Stockholmer Kulturhaus unterstützte und diese sogar mit 400.000 Kronen unterstützen wollte. Das Problem, das viele Priester der Svenska Kyrkan bei dieser Entscheidung sahen, war jedoch nicht die etwas eigenwillige Entscheidung der Bischöfin, sondern die Tatsache, dass dort Jesus als Mafiaboss dargestellt wurde und sich unter dem Kreuz eine nackte Frau befand, die den Kopf von Micky Maus trug.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens

Der 5. Oktober 1997 war einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte der Svenska Kyrkan, da an diesem Tag Christina Odenberg zum Bischof der Stiftung Lund geweiht wurde und damit die erste Frau Schwedens wurde, die dieses hohe Amt einnahm. Zehn Jahre lang übte Christina Odenberg ihr Amt aus, bevor sie dann in Pension ging und Schweden mit Antje Jackelén die dritte Bischöfin erhielt, die dann ebenfalls in Lund die Arbeit der Bischöfin Christina Odenbergs fortsetzte.

Die kirchliche Karriere von Christina Odenberg begann am 17. Dezember 1967, als sie mit 27 Jahren in der Storkyrkan in Stockholm zur Priesterin geweiht wurde. Von der konservativen Gruppe in der Svenska Kyrkan war die Bischöfin von Beginn an angefeindet, nicht nur, weil sie eine Frau war, sondern auch, weil sie am 27. Dezember 2001 die lesbische, eingetragene Partnerschaft zwischen Anna Karin Hammars und Ninna Edgardt Beckmans segnete und damit erstmals in der Svenska Kyrkan auch als kirchliches Oberhaupt die Homosexualität offiziell anerkannte.

Für die konservativen Priester in Skåne war dies eine der größten Sünden gegen Gott, weshalb sie in Skåne rund 500 Unterschriften von Geistlichen sammelten, die den Rücktritt der Bischöfin forderten. Chirstina Odenberg parierte den Schlag meisterhaft, indem sie bei einer Predigt darauf hinwies, dass die Mehrheit der Priester, die unterschrieben hatten, bereits pensioniert seien und dass diese der schwedischen Kirche Schaden zufügen, indem sie von der Kirche Verfolgten noch weiteren Schaden zufügen wollen und sie fragte diese konservativen Priester auch, ob es nicht sinnvoller sei ihre Kraft für die Verbreitung des Evangeliums zu verwenden statt Unterschriften zu sammeln.

5. Oktober 1785: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
5. Oktober 1938: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin