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Samstag, 21. November 2015

Das Kulturhaus Väven in Umeå

Als Umeå im Jahr 2014 die Rolle der Kulturhauptstadt Europas einnahm, stand selbstverständlich auch die Kultur im Zentrum der Stadt, nicht nur in Form von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, die das ganze Jahr über angeboten wurden, denn am 21. November 2014 wurde auch das Kulturhaus Väven, direkt am Umeälven gelegen, eingeweiht, ein Kulturhaus, das der internationalen Kultur gewidmet sein sollte, jedoch seinen Schwerpunkt in der nordschwedischen kulturellen Entwicklung sieht. Auch die Bibliothek Umeås zog in diesem Gebäude ein.

Das sehr moderne Gebäude mit seinen vier Ebenen und einer Gesamtfläche von 24.000 Quadratmetern ist bis heute umstritten, nicht nur weil es über eine Milliarde Kronen kostete, sondern weil es sich um einen architektonischen Stilbruch innerhalb des Stadtbildes handelt und bis heute von so manchem Architekten als Plagiat eines Gebäudes in Dänemark betrachtet wird. Umeå plante das Gebäude direkt am Fluss um damit einen Stadtteil zwischen den beiden zentralen Brücken Umeås zu schaffen, umgeben von Parkanlagen und öffentlicher Kunst.

Im Väven, das eine Ableitung des Wortes väva (weben) ist, sollen sich Kulturen im Stil von vielen miteinander verwobenen Fäden treffen, was natürlich bedeutet, dass bestimmte Bereiche von Beginn an festgelegt waren, denn neben Ausstellungsräumen musste auch ein Hotel, Restaurant und Konferenzräume einen Platz finden und ein Raum für verschiedene kulturelle Veranstaltungen geschaffen werden, so das nur ein einziges Projekt wirklich herausragt, nämlich das Kvinnohistoriskt museum (Geschichtliches Frauenmuseum), das die Rolle der Frau innerhalb der Geschichte darstellt und diskutiert, ein Museum,Umeälven,Bibliothek das auch zahlreiche Aktivitäten anbieten und vor keinem Thema in Frauenfragen zurückschreckt.


21. November 1875: Der schwedische Künstler Gottfrid Larsson
21. November 1921: Die schwedische Sängerin Kristina Nilsson erobert sie Welt
21. November 1928: Esaias Tegnér der Jüngere und die Rechtschreibreform
21. November 2003: The Pirate Bay, ein Feind der Plattenindustrie
21. November 2005: Ein Tag ohne Musik in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 18. November 2015

Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook

Caroline Krook kam am 18. November 1944 als Tochter eines Kriegsrates und einer Silberschmiedin in Stockholm zur Welt und musste sich sehr früh für eine Laufbahn innerhalb der Svenska Kyrkan entschieden haben, denn bereits 1969 wurde Krook zur Priesterin geweiht um anschließend eine bedeutende Karriere zu machen, denn 1990 wurde sie als erste Frau Schwedens zum Dompropst ernannt und acht Jahre später war Krook die Bischöfin des Stiftes Stockholm, was für die konservative Gruppe der Svenska Kyrkan allerdings ein gewisser Schock war.

Caroline Krook gehört zu den wenigen Glaubensvertretern der Schwedischen Kirche, die sehr stark von den 68-Jahren geprägt wurde und sich bei ihrer Lehre sehr wenig an die traditionellen Pfeiler der protestantischen Glaubenslehre hält. Krook hatte ihre Einstellung allerdings bereits vor der Priesterweihe gezeigt und eines der ersten Fotos nach der Priesterweihe zeigt eine sehr modern gekleidete junge Frau im Minirock, die sich mit einem Strafgefangenen in Malmö unterhält. Modernes Denken und Offenheit sollten ab dieser Zeit immer die Stärken der späteren Bischöfin sein

Sehr früh unterstützte Caroline Krook auch die Forderung Homosexueller, die eine kirchliche Ehe forderten, wobei sich die Bischöfin hier auf die Bibel berief, die sie allerdings auf ihre persönliche Weise gedeutet hatte. Nicht verwunderlich war es daher auch, dass Krook bei Stockholm Pride im Jahre 2004 die Eröffnungsrede hielt. Nur zwei Jahre später trat dann der Dompropst Stockholms zurück, da Caroline Krook die Fotoausstellung Uppenbar(a)t im Stockholmer Kulturhaus unterstützte und diese sogar mit 400.000 Kronen unterstützen wollte. Das Problem, das viele Priester der Svenska Kyrkan bei dieser Entscheidung sahen, war jedoch nicht die etwas eigenwillige Entscheidung der Bischöfin, sondern die Tatsache, dass dort Jesus als Mafiaboss dargestellt wurde und sich unter dem Kreuz eine nackte Frau befand, die den Kopf von Micky Maus trug.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Das Kulturhaus (Kulturhuset) am Sergels torg in Stockholm

Am 15. Oktober 1974 wurde am Sergels torg in Stockholm das Kulturhuset (Kulturhaus, Haus der Kultur), eingeweiht, obwohl die erste Etappe des Bauwerks bereits seit 1971 vom Reichstag benutzt worden war und den Namen Neues Reichstagsgebäude erhalten hatte, da dieser Einzug nur provisorisch war und der Reichstag 1983, nach Umbauten des alten Reichstagsgebäudes, wieder in das ursprüngliche Gebäude zog. Die Mieter dieses Teils wechselten in den Folgejahren, bis 1990 endlich das gesamte Gebäude der Kultur gewidmet wurde und das Stockholmer Stadttheater im ehemaligen privisorischen Reichstag einzog.


Dass sich das Kulturhaus an einem so zentralen Platz wie dem Sergels torg befindet, liegt an der Baugeschichte Stockholms, denn als man in den 50er und 60er Jahren die Innenstadt erneuerte, entstanden dort fast ausschließlich Geschäfte und Bürohäuser. Die Stadtverwaltung entschied sich daher diese Entwicklung dadurch zu unterbrechen indem man so zentral wie möglich auch ein Kulturzentrum schaffen wollte das diesen Teil der Stadt  auch am Abend beleben konnte. Das Ergebnis war eine Ausschreibung mit der Forderung eine Gebäude zu schaffen das die unterschiedlichsten kulturellen Aktivitäten für alle Altersgruppen ermögliche.

Im Jahre 1965 wurde das Projekt ausgeschrieben das der Stockholmer Architekt und Professor der KTH (Königliche Technische Hochschule) Peter Celsing gewann, mit einem Projekt, das Richtung Sergels torg nahezu ganz aus Glas besteht und eine Verbindung zwischen den Aktivitäten im Gebäude und dem Leben auf der Straße schaffen soll. Aber auch wenn man diese Glasfassade international lobte, so wurde die schlechte interne Verbindung zwischen den Ausstellungsteilen im inneren Teil des Kuturhuset von Beginn an kritisiert und musste 1998 durch den Bau von zusätzlichen Rolltreppen verbessert werden, was sich dann jedoch als deutlicher Stilbruch zeigte und erneut Kritik herausforderte.


15. Oktober 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
15. Oktober 1779: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
15. Oktober 1858: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
15. Oktober 1919: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd
15. Oktober 1925: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
15. Oktober 1935: Der Verkehrsknotenpunkt Slussen in Stockholm
15. Oktober 1948: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman
15. Oktober 1992: Das Reichssportmuseum in Stockholm
15. Oktober 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens
15. Oktober 2011: Gekås in Ullared schlägt den eigenen Verkaufsrekord

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. Januar 2015

Der schwedische Architekt Peter Celsing

Peter Celsing wurde am 29. Januar 1920 als Sohn eines Bankdirektors in Stockholm geboren und studierte nach seiner Hochschulreife erst an der KTH (Kungliga Tekniska högskolan) und anschließend noch an der königlichen Kunsthochschule Architektur. Noch während der Ausbildung und nach Abschluss seines Studiums arbeitete Celsing einige Jahre bei den Architekten Ivar Tengbom und Paul Hedqvist, die ihm dann auch das praktische Handwerk der Architektur näher brachten. Der Haupteinfluss Celsings kam jedoch von seinem zweijährigen Aufenthalt in Mittelosten und im Mittelmeerraum, wobei ihn vor allen die Bauten in Beirut stark beeinflussten.

Die Karriere von Peter Celsing sollte dann jedoch auf sehr ungewöhnliche Weise beginnen, denn 1948 wurde er Direktor des Architekturbüros der Stockholmer Straßenbahnen. Wer heute daher die Vororte der schwedischen Hauptstadt besucht, wird nicht verhindern können die Stationen zu sehen, die Celsing gezeichnet hat und für deren Bau er verantwortlich ist. In den 50er Jahren, nachdem er sein Amt bei der Straßenbahn aufgegeben hatte, widmete sich Celsing dann vor allem dem Bau von mehreren Kirchen, unter anderem in Göteborg und in Uppsala.

Im Jahr 1960 wurde Peter Celsing dann als Professor an die Königliche Technische Hochschule in Stockholm berufen und es entstanden seine bekanntesten Bauten, nämlich das Kulturhaus am Sergels Torg und das Gebäude der schwedischen Reichsbank. Diesen Arbeiten und auch den Restaurationen anderer Gebäude Stockholms verdankte es Peter Celsing dass seine Gebäude im Jahre 1998, als Stockholm die Kulturhauptstadt Europas wurde, im Zentrum standen und als repräsentativ für die Nachkriegszeit Stockholms betrachtet wurde. Celsing starb allerdings bereits am 16. März 1974 im Alter von 54 Jahren, mitten in einem neuen Projekt.


29. Januar 1688: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens 
29. Januar 1850: Der Yrvädertisdagen in Schweden
29. Januar 1884: Der schwedische Ministerpräsident Rickard Sandler 
29. Januar 1904: Stockholm erhält das erste dauerhafte Kino 
29. Januar 1919: Der schwedische Künstler Richard Bergh 
29. Januar 1990: Schwedische Banken schließen ihre Schalter 
29. Januar 1993: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus 
29. Januar 2008: Der schwedische Künstler Bengt Lindström

Copyright: Herbert Kårlin

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