Posts mit dem Label Blanka von Namur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blanka von Namur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. Oktober 2016

Das Kloster in Vadstena wird eingeweiht

Auch wenn das Kloster in Vadstena noch von der Heiligen Birgitta geplant und gezeichnet wurde, so verzögerte sich die Genehmigung des Papstes und es konnte erst am 23. Oktober 1384 eingeweiht werden, elf Jahre nach dem Tod Birgittas. In den folgenden zwei Jahrhunderten sollen das Kloster Vadstena jedoch eine tragende Rolle einnehmen, da es das Mutterkloster des Ordens war und hier zudem eine Abteilung für Nonnen und eine für Mönche existierte, die allerdings getrennt voneinander leben sollten und sich nur durch eine besondere Vorrichtung sprechen und Bücher austauschen konnten, ohne sich zu sehen und ohne sich zu berühren.

Die Grundlage für das Kloster Vadstena legten im Jahre 1346 König Magnus Eriksson und Königin Blanka von Namur, die das Grundstück testamentarisch dem zukünftigen Kloster schenkten, mit der Auflage, dass sie beide in der geplanten Klosterkirche begraben werden und die Priester des Klosters während der letzten Tage ihres Lebens für ihr Seelenheil beten würden. Allerdings sollte die Klosterkirche erst 1430 fertiggestellt werden, so dass der Wunsch des Paares nur teilweise erfüllt werden konnte, da beide starben noch bevor überhaupt das Kloster vom Papst genehmigt war.

Aber auch in anderer Hinsicht spielte das Kloster Vadstena eine besondere Rolle, denn auch wenn Birgitta klare Regeln für den Umgang zwischen Nonnen und Mönchen festgelegt hatte, so beweist ein Brief der Nonne Ingrid Pärsdotter aus dem Jahre 1498, zumindest zeitweise, ein wenig klösterliches Leben. Entgegen der Klosterregeln trafen sich Nonnen und Mönche zu gemeinsamen Festen, Nonnen nahmen Geschenke männlicher Bewohner der Umgebung an und einzelne Paare verbrachten die Nächte auch gemeinsam in den Klosterzellen. Mit der Reformation unter Gustav Vasa war die Entwicklung der katholischen Klöster, auch des Klosters in Vadstena, jedoch ab 1527 besiegelt und erst in jüngster Zeit konnte auch in Vadstena wieder ein Kloster in Erinnerung an die Heilige Birgitta entstehen.


23. Oktober 1636: Hedvig Eleonora an der Spitze des schwedischen Reiches
23. Oktober 1656: Der schwedische Reichskanzler Erik Axelsson Oxenstierna
23. Oktober 1801: Der Kampf gegen Pocken in Schweden
23. Oktober 1952: Der schwedische Zerstörer HMS Småland
23. Oktober 1963: Der Sänger und Schauspieler Thomas Di Leva
23. Oktober 2007: Gun Kessle und die Dritte Welt
23. Oktober 2009: Das Stockholmer Rathaus wird neu eingeweiht 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 20. Juni 2016

Erik Magnusson, auch Erik XII. von Schweden genannt

Selbst nach seinem Tod am 20. Juni 1359 machte Erik Magnusson, der auch als Erik XII. (Erich XII.) von Schweden bekannt ist, noch Geschichte, denn seine Gegner verbreiteten nach seinem Tode dass sowohl der König, als auch seine wenig später verstorbene Ehefrau, Beatrix von Bayern, von seiner Mutter, Blanka von Namur, vergiftet worden sei. Als die Ehefrau starb, wurde noch nach ihrem Tod ein Sohn des Königspaares per Kaiserschnitt geboren, der jedoch auch nur wenige Stunden lebte. Auch wenn diese Aussagen vermutlich erfunden waren, so konnte nie das Gegenteil bewiesen werden.

Erik Magnusson war 1939 als Sohn des Königs Magnus Eriksson zur Welt gekommen, der aus unbekannten Gründen seinem erstgeborenen Sohn die Thronfolge als König von Norwegen verweigerte und seinen Sohn Erik lediglich als Thronfolger für Schweden einsetzte, eine Entscheidung, die zukünftige Probleme garantierte. Die Folgen der Entscheidung zeigten sich bereits gegen 1350, als Erik Magnusson sich mit der Opposition seines Vater, zusammentat und als sichtbarer Führer der Revolution auftrat, obwohl man als tatsächlichen revolutionären Führer Nils Turesson Bielke rechnet.

1956 war Magnus Eriksson gezwungen seinem Sohn große Teile Südschwedens abzutreten und  Erik Magnusson konnte sich bald darauf selbst als König dieses Reiches , zu dem Skåne, Halland und Blekinge gehörten, erklären. Magnus Eriksson ging daraufhin eine Verbindung mit Valdemar Atterdag ein und überfiel 1359 Skåne, musste jedoch feststellen, dass Atterdag ihn verraten hatte und sich bereits aus Skåne zurückgezogen hatte. Es blieb nur noch eine Versöhnung zwischen Vater und Sohn, der wiederum dadurch noch bis zu seinem Tod über Skåne regieren konnte. Auf Grund des Todes von Erik Magnusson, den aufkommenden Gerüchten und dem Streben Atterdags Skåne im dänischen Reich zu integrieren, konnte sich Magnus Eriksson dann allerdings nur noch etwa ein Jahr in Skåne halten, dann ging diese Region an Dänemark über und Atterdag wurde König über dieses südschwedische Reich.


20. Juni 1566: Sigismund, ein König nicht wie die anderen
20. Juni 1792: Nils Adam Bielke, ein Getreuer des Königshauses
20. Juni 1810: Lynchmord an Axel von Fersen in Schweden
20. Juni 1818: Königin Charlotta und Herzogin vom Södermanland
20. Juni 1944: Suzanne Osten, Frauenbewegung in Theater und Film
20. Juni 1961: Die schwedische Punkrockerin Kajsa Grytt

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!