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Montag, 20. Juni 2016

Erik Magnusson, auch Erik XII. von Schweden genannt

Selbst nach seinem Tod am 20. Juni 1359 machte Erik Magnusson, der auch als Erik XII. (Erich XII.) von Schweden bekannt ist, noch Geschichte, denn seine Gegner verbreiteten nach seinem Tode dass sowohl der König, als auch seine wenig später verstorbene Ehefrau, Beatrix von Bayern, von seiner Mutter, Blanka von Namur, vergiftet worden sei. Als die Ehefrau starb, wurde noch nach ihrem Tod ein Sohn des Königspaares per Kaiserschnitt geboren, der jedoch auch nur wenige Stunden lebte. Auch wenn diese Aussagen vermutlich erfunden waren, so konnte nie das Gegenteil bewiesen werden.

Erik Magnusson war 1939 als Sohn des Königs Magnus Eriksson zur Welt gekommen, der aus unbekannten Gründen seinem erstgeborenen Sohn die Thronfolge als König von Norwegen verweigerte und seinen Sohn Erik lediglich als Thronfolger für Schweden einsetzte, eine Entscheidung, die zukünftige Probleme garantierte. Die Folgen der Entscheidung zeigten sich bereits gegen 1350, als Erik Magnusson sich mit der Opposition seines Vater, zusammentat und als sichtbarer Führer der Revolution auftrat, obwohl man als tatsächlichen revolutionären Führer Nils Turesson Bielke rechnet.

1956 war Magnus Eriksson gezwungen seinem Sohn große Teile Südschwedens abzutreten und  Erik Magnusson konnte sich bald darauf selbst als König dieses Reiches , zu dem Skåne, Halland und Blekinge gehörten, erklären. Magnus Eriksson ging daraufhin eine Verbindung mit Valdemar Atterdag ein und überfiel 1359 Skåne, musste jedoch feststellen, dass Atterdag ihn verraten hatte und sich bereits aus Skåne zurückgezogen hatte. Es blieb nur noch eine Versöhnung zwischen Vater und Sohn, der wiederum dadurch noch bis zu seinem Tod über Skåne regieren konnte. Auf Grund des Todes von Erik Magnusson, den aufkommenden Gerüchten und dem Streben Atterdags Skåne im dänischen Reich zu integrieren, konnte sich Magnus Eriksson dann allerdings nur noch etwa ein Jahr in Skåne halten, dann ging diese Region an Dänemark über und Atterdag wurde König über dieses südschwedische Reich.


20. Juni 1566: Sigismund, ein König nicht wie die anderen
20. Juni 1792: Nils Adam Bielke, ein Getreuer des Königshauses
20. Juni 1810: Lynchmord an Axel von Fersen in Schweden
20. Juni 1818: Königin Charlotta und Herzogin vom Södermanland
20. Juni 1944: Suzanne Osten, Frauenbewegung in Theater und Film
20. Juni 1961: Die schwedische Punkrockerin Kajsa Grytt

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 27. Juli 2013

Valdemar Atterdag erobert die Stadt Visby

Kaum ein Tag der schwedischen Geschichte wird von so vielen Mythen, Erzählungen und nachträglichen Aufzeichnungen begleitet wie der 27. Juli 1361, als der dänische König Valdemar Atterdag Visby einnahm ohne die befestigte Stadt überhaupt angreifen zu müssen, da er das Bauernheer Gotlands vorher besiegt hatte, die einzige Verteidigung der Insel, die schlecht bewaffnet war und zudem nichts von Kriegsführung verstand. Die Bewohner Visbys hatten die blutige Schlacht von der Stadtmauer aus gesehen und konnte ihre Stadt nur retten indem sie sich vor einem Angriff als besiegt erklärten und Friedensgespräche einleiteten.

Die Ursache dieses Angriffes war rein wirtschaftlicher Natur, denn als Skåne im Jahre 1360 wieder an Dänemark gefallen war, wollte Valdemar Atterdag natürlich davon auch finanziell profitieren und forderte von den Hansestädten in Schweden für die neuen Privilegien eine beachtliche Summe, was natürlich bedeutete, dass vor allem Visby unter der veränderten Situation leiden sollte, was zum Widerstand auf der Insel führte, ein Widerstand,  der jedoch nur von den Bauern getragen wurde, denn als die dänischen Schiffe am Horizont auftauchten, verschanzten sich die Bürger und Kaufleute hinter den massiven Stadtmauern Visbys.

Leider gibt es über die Kämpfe und die anschließenden Verhandlungen kaum Zeitdokumente, was der Phantasie später alle Wege öffnete. Sicher scheint jedoch, dass die Bewohner Visbys nach Verhandlungen mit Valdemar Atterdag bedeutende Summen bezahlen mussten um ihre Handelsaktivität fortsetzen zu können. Dass es Atterdag nur auf Schätze ankam, kann man den Chroniken jener Zeit entnehmen, denn während seinem Eroberungszug hatte er Klöster, Kirchen und Burgen eingenommen und sämtliche Wertgegenstände mit sich genommen. Eines seiner Schiffe soll mit allen Schätzen bei Rückfahrt bei den Karlsöarna gesunken sein.


27. Juli 1225: Die Visby Sankta Maria Domkyrka, die Kathedrale Visbys 
27. Juli 1939: Pelle Svanslös, die gutgläubigste Katze Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 31. Mai 2013

Halmstad wird zur Stadt

Als Halmstad am 31. Mai 1307 vom dänischen Herzog Kristoffer (Herzog Christoph), dem späteren König Christoph II. von Dänemark , die Stadtprivilegien verliehen bekam, gehörte die Ansiedlung weder zu Schweden, noch lag die Stadt am heutigen Platz, denn das ursprüngliche  Halmstæde befand sich seit etwa der Jahrtausendwende dort wo man heute die Ruine Övraby Kyrkoruin findet. Erst nach 1320 wurde das ursprüngliche Halmstad an seine heutige Stelle verlagert. Das erste Dokument, das heute noch erhalten ist, galt daher nur sehr kurze Zeit und im Grunde für Övraby.

Als man das erste Halmstæde verlagerte, was bedeutete, dass die Stadt von größeren Schiffen angelaufen werden konnte und sich die sanitäre Situation bedeutend verbesserte, erhielt die Ansiedlung den heutigen Namen Övraby und die neue Stadt den Namen Broktorp. Christoph II. stellte daher im Jahre 1322 einen neuen Privilegienbrief aus, der sich auf Broktorp bezog. Aus geschichtlich nicht erklärten Gründen stellte dann bereits 1327 der dänische Herzog Knut Porse erneut einen Privilegienbrief aus und änderte dabei den Namen der Stadt von Broktorp in Halmstad.

Halmstad gehört damit, neben Laholm und Getakärr (heute Varberg) zu den ältesten Städten Hallands. Alle anderen Städte der Region entstanden erst im Laufe des späteren Mittelalters. Bereits sehr früh brachen zwischen Schweden und Dänemark Vormachtkämpfe um Halland aus, wobei Valdemar Atterdag 1341 das südliche Halland an den schwedischen König Magnus Eriksson verkaufte, der zu dieser Zeit bereits den nördlichen Teil dieser Region besaß. Allerdings sollte diese Situation nicht lange anhalten, denn Atterdag eroberte bereits 1360 den südlichen Teil Hallands zurück und sechs Jahre später auch den nördlichen Teil.


31. Mai 1520: Gustav Vasa auf der Flucht 
31. Mai 1899: Olle Hedberg, der Autor der den Absprung verpasste

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. September 2012

Håkan Magnusson, ein gewählter König ohne Macht

Nach geschichtlichen Dokumenten starb Håkan Magnusson am 11. September 1380, ein König, der in Schweden gerade einmal eine Regierungszeit von zwei Jahren nachweisen kann. Allerdings ist nicht sicher, ob er nicht in Wirklichkeit die Macht in Schweden mit seinem Vater teilen musste, da Magnus Eriksson in dieser Zeit noch sehr aktiv in Schweden war, unabhängig davon, dass sein Sohn offiziell zum König gewählt worden war.

Die Macht des Königs Håkan Magnusson stand allerdings auf sehr wackeligen Beinen, so dass man seine Wahl eigentlich als Notlösung gesehen werden muss. Da Håkan Magnusson gleichzeitig König von Norwegen war, waren ihm die Belange Schwedens weitgehend unbekannt oder sie interessierten ihn nicht, denn dass er sich 1359 mit Margareta, der Tochter Valdemar Atterdags verlobt hatte, der Skåne im Jahre 1360 erobert hatte, war bereits ein grundlegendes Problem, zumal er die Verlobung im Laufe der Konflikte aufgelöst hatte und damit zeigte, dass er kein diplomatisches Gefühl hatte.

Aber Håkan Magnusson gelang es seine Probleme in Schweden noch zu vergrößern, denn er verlobte sich nahezu unmittelbar mit Elisabet von Holstein, die von Atterdag auf der Reise nach Schweden gefangen genommen wurde. Nach Friedensverhandlungen mit Dänemark musste er nun die neue Verlobung brechen und doch Margareta heiraten, eine Voraussetzung um Skåne zurück zu gewinnen. Diese Handlung brachte ihm die Feindschaft von Albrecht von Mecklenburg, der nun die Chance sah den schwedischen Thron zu erobern. Unterstützt wurde dieser von der Heiligen Birgitta, die ohnehin unzufrieden mit Håkan Magnusson und Magnus Eriksson war und einen absolut gläubigen Katholiken auf dem Thron sehen wollte. Das Ergebnis war, dass Håkan bereits 1364 zu Gunsten von Albrecht als König abgesetzt wurde.


11. September 1929: Birgitta Trotzig, Schuld und Befreiung im Glauben
11. September 1988: Die Musikgruppe Imperiet gibt ihr letztes Konzert 
11. September 2003: Anna Lindh stirbt nach Überfall im Kaufhaus NK

Copyright: Herbert Kårlin