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Mittwoch, 4. März 2015

Stadthalter und Reichsrat Carl Carlsson Gyllenhielm

Carl Carlsson Gyllenhielm kam am 4. März 1574 als unehelicher Sohn von Herzog Karl, dem späteren König Karl IX. und seiner Geliebter, Karin Nilsdotter, zur Welt und erhielt daher seine Erziehung und seine Bildung auf Gut Julita, gemeinsam mit anderen adeligen Söhnen, jedoch weit entfernt vom Königshof. Um seine Bildung abzuschließen, wurde Gyllenhielm, der im Alter von 18 Jahren vom einem Vater in den Adelsstand erhoben wurde und seinen Namen erhielt, noch an den französischen Hof geschickt um die dortigen Sitten zu lernen und um auf internationalem Niveau auftreten zu können.

Als Carl Carlsson Gyllenhielm 1597 nach Schweden zurückkehrte, wurde er zum Kammerjunker ernannt und wurde einer der Vertrauten des Herzogs, der mit sehr bedeutenden Aufgaben betraut war. Sein Glück sollte jedoch nur wenige Jahre dauern, denn durch die Rückkehr von Sigismund kam es zu kriegerischen Handlungen mit Polen bei denen Gyllenhielm, gemeinsam mit Jakob De la Gardie, 1601 von den Polen gefangen genommen wurde und dort zwölf Jahre lang unter teilweise sehr schwierigen Verhältnis im Gefängnis auf einen Gefangenenaustausch warten musste. Nach  der Rückkehr aus der Gefangenschaft ernannte ihn sein Halbbruder Gustav II. Adolf dann zum Freiherren, anschließend zum Feldmarschall und 1617 auch zum Stadthalter.

Aber auch wenn Carl Carlson Gyllenhielm lebenslang mit politischen Aufgaben betraut war und selbst in der Vormundschaftsregierung von Königin Kristina zu finden war, so lag seine Fähigkeit mehr in der Industrie, denn als er 1915 Huseby als Leihgabe erhielt, baute er dort das Zentrum der südschwedischen Eisenindustrie auf, die 300 Jahre lang ihre Bedeutung behielt, und im Småland war Gyllenhielm der erste, der dort eine Glashütte anlegte und damit die Grundlage für einen ganzen Industriezweig der Region legte, dessen Spurten heute noch sehr deutlich zu finden sind.


4. März 1824: Der schwedische Philosoph Carl Yngve Sahlin 
4. März 1828: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen 
4. März 1882: Die sozialdemokratische Bewegung in Schweden
4. März 1931: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt 
4. März 1948: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 17. März 2014

Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm

Als Carl Carlsson Gyllenhielm am 17. März 1650 starb, konnte man auf einen ungewöhnlichen Werdegang des Adeligen zurückblicken. Gyllenhielm war das uneheliche Kind einer Verbindung von Herzog Karl und der Kammerjungfrau Karin Nilsdotter, die als Geliebte auch nach der Geburt des Sohnes noch vier Jahre lang mit dem Herzog zusammenlebte und erst als dieser 1578 um die Hand von Maria von Pfalz anhielt, das Gut Julita verließ, dort jedoch den Sohn zurückließ.

Herzog Karl sorgte auf Julita dafür, dass Carl Carlsson Gyllenhielm, gemeinsam mit einigen anderen adeligen Nachkommen, erzogen wurde und eine gute Schulbildung erhielt, die sich nicht nur auf allgemeines Wissen und Sprachen erstreckte, sondern auch die Sportarten eines Ritters einschloss. Als Gyllenhielm 18 Jahre alt war, wurde er von Johan III. geadelt und anschließend zur höfischen Bildung nach Frankreich geschickt, damit er nach seiner Rückkehr als höherer Beamter dem Reich dienen konnte.

Im Laufe der Jahre wurde Carl Carlsson Gyllenhielm einer der der wichtigsten Feldherren Schwedens, was jedoch fast zu seinem Untergang führte, da er während des polnischen Krieges gegen Sigismund im Jahre 1601 kapitulieren musste und anschließend 12 Jahre in polnischer Gefangenschaft verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden wurde Gyllenhielm von seinem Halbbruder Gustav II. Adolf zum Freiherren und Feldmarschall ernannt, was auch dazu führte, dass er in die Vormundschaftsregierung von Königin Kristina einging. Die Kriegsführung war jedoch für Gyllenhielm zu Ende. Auf den Gütern, die ihm der König lieh, gründete er die Eisenhütte in Huseby, die 300 Jahre lang das Zentrum der südschwedischen Eisenverarbeitung blieb und in Midingsbåte und Trestenshult richtete Gyllenhielm die ersten Glashütten Smålands ein.


17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer 
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz 
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater 
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden 
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur

Copyright: Herbert Kårlin