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Montag, 21. Januar 2019

Der Politiker und Militär Jacob Cederström

Jacob Cederström wurde am 21. Januar 1782 in Stockholm geboren und trat, nachdem er ausschließlich Privatunterricht erhalten hatte, 1797 seinen Dienst im Militär an, um den Spuren des Vaters zu folgen. Acht Jahre später war Cederström Leutnant und nahm in dieser Eigenschaft auch am Feldzug gegen Pommern teil. Während der folgenden Kriegszugs im Jahre 1808 wurde Cederström so stark am rechten Fuß verletzt, dass dieser amputiert werden musste, was ihn indes nicht daran hinderte seine Karriere im Kriegsdienst fortzusetzen.

Die Zeit, die Jacob Cederström nach seiner schweren Verletzung zu Hause verbringen musste, nutzte er auf seine eigene Weise, denn bald war sein Haus das Zentrum einer Gruppe, die daran arbeitete König Gustav IV. Adolf abzusetzen. Obwohl Cederström hierbei die wichtigste Rolle spielte, blieb er ständig im Hintergrund der Ereignisse und nahm selbst am Staatsstreich am 13. März 1809 nur indirekt teil. Der Kriegsmann bearbeitete mehr Georg Adlersparre, der den Ideen Cederströms sehr nahe stand und bereit war einen Umbruch in der schwedischen Politik einzuleiten.

Auch wenn Jacob Cederström im militärischen Grad stieg und 1813 auch am Feldzug gegen Deutschland, Dänemark und Norwegen teilnahm, so war sein Ziel ein politischer Umsturz nach den Ideen von Montesquieu und Rousseau. Cederström nahm dabei die Führung der liberalen Gruppen Schwedens ein. Obwohl Cederström den Erfolg seiner Bemühungen biis zu seinem Tod am 9. Juli 1857 nicht erleben konnte, so wurde seine Idee zur freien Wirtschaftsausübungen 1864 in die Tat umgesetzt. Die Gildenzugehörigkeit war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr obligatorisch und jeder Bürger konnte danach eine Firma eintragen lassen.


21. Januar 1598: Eine späte Beerdigung für Witwenkönigin Gunilla
21. Januar 1829: Oscar II. will die Macht des Königs retten
21. Januar 1856: Die Stockholmer Stadtmission und ihre Entstehung
21. Januar 1860: Karl Staaf wird liberaler Ministerpräsident
21. Januar 1893: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichte
21. Januar 1905: Der schwedische Serienschaffer Stig Cederholm 
21. Januar 1972: Rickard Falkvinge, der Gründer der Piratenpartei
21. Januar 1974: Die schwedische Sängerin Linda Thelius 
21. Januar 2002: Der Tod von Fadime Sahindal bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 7. April 2017

Der schwedische Feldherr Lennart Torstenson

Als Lennart Torstenson am 7. April 1651 in Stockholm starb, ging er als einer der bedeutendsten Feldherren in die Geschichte Schwedens ein, obwohl er sich während der letzten zehn Jahre seines Lebens vor allem als Bauherr ausgezeichnet hatte und für einige sehr bedeutende Bauwerke Schwedens verantwortlich war, unter anderem das Schloss Ulvsunda bei Stockholm und der Residenset in Göteborg. Torstenson war erst 1640 aus Krankheitsgründen vom Schlachtfeld nach Schweden zurückgekehrt und war dabei zum Reichsrat ernannt worden.

Lennart Torstenson kam am 17. August 1603 auf Gut Forstena bei Vänersborg als Sohn eines Stadthalters zur Welt, und wurde, wegen der notwendigen Landesflucht seiner Eltern, von Familienangehörigen erzogen. Mit 15 Jahren wurde Torstenson Kammerpage bei Gustav II. Adolf und folgte in dieser Eigenschaft dem König auf dem Feldzug gegen Livland. Einige Jahre später reiste der spätere Feldherr in mehrere Länder, was für jeden Adeligen der Zeit eine Notwendigkeit war um Karriere zu machen. In Deutschland nahm Torstenson noch an der Schlacht in Wallhof teil, was im Grunde der Beginn seiner Ausbildung zum Feldherrn wurde.

Bereits 1628 wurde Lennart Torstenson Oberleutnant im Regiment von Gustaf Horn und zwei Jahre später wurde er Oberst der Artillerie. Die Artillerie war die neue und modernste Waffe von Gustaf II. Adolf, die Torstenson verbesserte und die dem schwedischen König zu seinen Siegen verhalf. Mit Hilfe der Artillerie gelang Torstenson, der 1632 zum General der Artillerie ernannt wurde, ein Sieg nach dem anderen, wobei der Glückszug jedoch 1632 unterbrochen wurde, als der Feldherr bei Alte Veste gefangen genommen wurde und ein Jahr im Gefängnis in Ingolstadt verbringen musste. Nach einem Gefangenenaustausch eroberte Torstenson noch die Festung Landsberg, musste dann jedoch ein Jahr später den toten König nach Schweden begleiten. Der Feldherr sollte anschließend noch ein weiteres Mal die schwedische Armee in Deutschland von der Niederlage retten bevor er wegen seiner Krankheit endgültig nach Schweden zurückkehren musste.


7. April 1878: Der schwedische Architekt Ivar Justus Tengbom
7. April 1906: Die schwedische Rechtschreibreform von 1906 
7. April 1908: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän 
7. April 1914: Die drei Berufe des Schweden Albert Theodor Gellerstedt 
7. April 1953: Dag Hammerskjöld, eine schwedische Legende 
7. April 1990: Brand auf der M/S Scandinavian Star bei Lysekil im Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Juni 2014

Der schwedische Feldherr Carl Gustaf Wrangel

Als Carl Gustaf Wrangel af Salmis am 25. Juni 1676 im Alter von 62 Jahren auf Schloss Spyker auf Rügen starb, war sein Ruf als Feldherr, nach dem Debakel während der Schlacht bei Fehrbellin, sehr angeschlagen, seine Krankheit machte ihm zu schaffen und von seinem früheren Einfluss zeugte im Grunde nur noch sein Schloss Skokloster, das nach seinem Tod seine älteste Tochter Margareta Juliana Wrangel erbte, ein Schloss, das man als Symbol der einstigen Großmacht Schwedens bezeichnen kann.

Carl Gustaf Wrangel folgte bereits als 14-Jähriger seinem Vater während des Polnisch-Schwedischen Krieges unter Gustav II. Adolf nach Preußen und nahm, nach einigen Bildungsreisen nach Leiden und Paris, als junger Offizier auch an der Schlacht bei Lützen im Jahr 1632 teil bei der der schwedische König getötet wurde. Wrangel spielte während des Dreißigjährigen Krieges jedoch erst ab 1638 eine Rolle, nämlich als er zum Generalmajor ernannt wurde. In die Geschichte ging der Kriegsherr Wrangel dann 1644 ein, als er bei der Schlacht bei Femern die dänische Flotte besiegte und er anschließend, in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, den Befehl über die schwedischen Truppen übernahm.

Auch nach Ende des langen Krieges bewies Carl Gustaf Wrangel seine Fähigkeiten als Kriegsherr, denn nachdem er 1657 die dänische Festung Fredriksodde eingenommen hatte, wurde er von Karl X. Gustav zum Reichsadmiral ernannt. Neben seiner Tätigkeit als Kriegsherr hatte ihn Königin Kristina bereits 1648 zum Generalgouverneur über das schwedische Pommern erhoben und im gleichen Jahr war er Kanzler der Universität Greifswald geworden. Natürlich wollt Wrangel seinen Status auch nach Außen zeigen, was sich dadurch zeigte, dass er ab 1654 das Schloss Skokloster baute und mit Kunstwerken, Waffen und Büchern aus ganz Europa ausstattete, Wertgegenständen, die noch heute täglich hunderte von Besuchern anziehen.


25. Juni 1568: Gunilla Johansdotter wird Königin gegen ihren Willen
25. Juni 1630: Gustav II. Adolf tritt in den 30-jährigen Krieg ein
25. Juni 1722: Erik Brahe will die schwedische Königsmacht stärken
25. Juni 1878: Der schwedische Künstler Erik Tryggelin
25. Juni 1888: Vier Städte Schwedens brennen am gleichen Tag
25. Juni 1917: Mora-Nisse, eine schwedische Legende des Skisports
25. Juni 1963: Der schwedische Spion Stig Wennerström

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 17. März 2014

Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm

Als Carl Carlsson Gyllenhielm am 17. März 1650 starb, konnte man auf einen ungewöhnlichen Werdegang des Adeligen zurückblicken. Gyllenhielm war das uneheliche Kind einer Verbindung von Herzog Karl und der Kammerjungfrau Karin Nilsdotter, die als Geliebte auch nach der Geburt des Sohnes noch vier Jahre lang mit dem Herzog zusammenlebte und erst als dieser 1578 um die Hand von Maria von Pfalz anhielt, das Gut Julita verließ, dort jedoch den Sohn zurückließ.

Herzog Karl sorgte auf Julita dafür, dass Carl Carlsson Gyllenhielm, gemeinsam mit einigen anderen adeligen Nachkommen, erzogen wurde und eine gute Schulbildung erhielt, die sich nicht nur auf allgemeines Wissen und Sprachen erstreckte, sondern auch die Sportarten eines Ritters einschloss. Als Gyllenhielm 18 Jahre alt war, wurde er von Johan III. geadelt und anschließend zur höfischen Bildung nach Frankreich geschickt, damit er nach seiner Rückkehr als höherer Beamter dem Reich dienen konnte.

Im Laufe der Jahre wurde Carl Carlsson Gyllenhielm einer der der wichtigsten Feldherren Schwedens, was jedoch fast zu seinem Untergang führte, da er während des polnischen Krieges gegen Sigismund im Jahre 1601 kapitulieren musste und anschließend 12 Jahre in polnischer Gefangenschaft verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden wurde Gyllenhielm von seinem Halbbruder Gustav II. Adolf zum Freiherren und Feldmarschall ernannt, was auch dazu führte, dass er in die Vormundschaftsregierung von Königin Kristina einging. Die Kriegsführung war jedoch für Gyllenhielm zu Ende. Auf den Gütern, die ihm der König lieh, gründete er die Eisenhütte in Huseby, die 300 Jahre lang das Zentrum der südschwedischen Eisenverarbeitung blieb und in Midingsbåte und Trestenshult richtete Gyllenhielm die ersten Glashütten Smålands ein.


17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer 
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz 
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater 
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden 
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Februar 2014

Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft

Magnus Stenbock. Der am 12. Mai 1665 geboren wurde, gehört zu jenen Männern der schwedischen Geschichte, die durch ihre Leistungen zu größten Ehren kamen, aber durch ihren Fanatismus und ihre Überheblichkeit stolperten. Für Magnus Stenbock bedeutete dies, dass er am 23. Februar 1717 im Alter von 51 Jahren in einem dänischen Verlies unter den übelsten Verhältnissen starb. Auf Grund seiner Leistungen für Schweden wurde jedoch sein Leichnam nach Uppsala gebracht um dort in der Kathedrale beerdigt zu werden. In Helsingborg findet man selbst eine Ritterstatue des Feldherren, was extrem selten ist für Schweden, da dort normalerweise nur Könige zu Pferde abgebildet wurden.

Der Aufstieg von Magnus Stenbock begann nach einigen Reisen in den Jahren 1684 und 1685 nach Holland und Frankreich, als er sich entschied in den militärischen Dienst einzutreten. Auf Grund seiner Reisen wurde er von Karl XI. 1688 an der Spitze einer Hilfstruppe nach Holland geschickt um die Niederlande gegen Frankreich zu verteidigen. Bei der Schlacht bei Fleurus nur zwei Jahre später war der Name Magnus Stenbock in aller Munde, da er dabei extremen Mut bewiesen und persönlich einige französische Soldaten gefangen genommen hatte. Zwölf Jahre lang bewies der Feldherr seine Fähigkeiten, in Narva, Kliszów, Helsingborg und Gadebusch, bis es 1713 zur Kapitulation bei Tönningen kam und Stenbock von den Dänen gefangen genommen wurde.

Zu Beginn seiner Gefangenschaft wurde Magnus Stenbock auch in Dänemark wie ein großer Feldherr behandelt, lebte in einem Palast und durfte jede Art von Besuchen empfangen. Nachdem Stenbock jedoch bei diesen Treffen und seinem regen Briefwechsel Geheimnisse an die Schweden weitergab, wurde er ein Jahr später von den Dänen der Spionage angeklagt und ins Kastell Fredrikshavn transportiert. Aber auch hier intrigierte Magnus Stenbock noch gegen die Dänen und arbeitete auch einen Fluchtplan aus. Als jedoch die Dänen den in seinen Briefen angewandten Code entschlüsselt hatten und daher über alle seine Pläne und Kontakte informiert waren, war die Geduld des dänischen Königs endgültig zu Ende und er wurde im übelsten Verließ der Festung untergebracht. Jedes seiner Gnadengesuche wurde auf Grund seines Verhaltens abgelehnt, so dass er nach nur wenigen Jahren in Gefangenschaft starb.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung 
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin