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Samstag, 15. April 2017

Karin Fryxell und die Sagenwelt des Värmland

Als Karin Fryxell am 15. April 2003 im Alter von 91 Jahren in Filipstad starb, ging sie vor allem wegen Ihrer Trollfiguren Sotlugg und Linlugg in die Literatur- und Kunstgeschichte Schwedens ein, zwei Figuren, die sie in den Sagenwäldern des Värmland beheimatete und die die Künstlerin auch in Form des Films Sotlugg und Linlugg aus dem Jahre 1948 überlebten. Fryxells Kinderbücher waren eine Neuerung auf dem Kinderbuchmarkt, denn die Künstlerin hat für diese Bücher über 100 Troll-Puppen nach eigenen Ideen hergestellt, in dem zu den Sagen passenden Milieu platziert und sie dort fotografiert, was jedem der Bücher ein Wirklichkeitsgefühl verlieh.

Dabei hatte Karin Fryxel, die am 2. Dezember 1911 in Stockholm zur Welt gekommen war, ganz andere Ziele, denn auch wenn sie bereits im Alter von fünf Jahren ihre erste Sage verfasst hatte, so wollte sie eigentlich Künstlerin werden und begann mit 18 Jahren eine Ausbildung in Malerei an der Stockholmer Kunstschule. 1932 ging die angehende Malerin dann für drei Jahre nach Paris um dort ihre Studien zu vervollständigen. Noch bevor sie jedoch die Ausbildung abgeschlossen hatte, erkrankte sie an Tuberkulose und musste 1934 nach Schweden zurückkehren. Die Krankheit zwang Fryxell dann auch dazu die Malerei erst einmal ganz an den Nagel zu hängen, und es sollte 20 Jahre dauern bis die Künstlerin gesunden sollte.

Diese Unterbrechung in der Malerei, die Karin Fryxell erst wieder Mitte der 50er Jahre aufnahm, brachten indes eine sehr positive Wende in ihrem Werdegang, denn sie zog mit ihrer Mutter in ein kleines Häuschen bei Filipstad  und begann dort, inspiriert von den Wäldern des Värmland, Trollpuppen herzustellen, für die sie dann einen Platz in der Natur suchte um sie in einer Sagenwelt zu fotografieren. Das Ergebnis sollten 14 Bücher über die Trolle Sotlugg und Linlugg werden, wobei sie das erste Buch jedoch auf eigene Rechnung verlegen musste, da ihre Idee so neu war, dass kein Verleger das Risiko übernehmen wollte. Als es Fryxell wieder besser ging, zeigte sie eine enorme Energie, denn sie begann wieder zu malen, schrieb weitere Kinderbücher, aber auch Gedichte und malte für eine selbst errichtete Kapelle Glasfenster, ein Traum, den die Künstlerin hatte, seit sie, nach Überwindung der Krankheit, religiös geworden war.ank">Gustav II. Adolf gründet die Stadt Sala.

15. April 1659: Der Befehlshaber Adam Ludwig Lewenhaupt
15. April 1931: Tomas Tranströmer und die Renaissance der klassischen Versform
15. April 1931: Die Lyrik des Tomas Tranströmer
15. April 1942: Erik Femström, als Sänger bekannt unter dem Namen Jerry Williams
15. April 1942: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
15. April 1990: Greta Garbo, von der Friseuse zum Weltstar
15. April 1992: Die schwedische Sängerin Amy Diamond 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 18. November 2016

Der schwedische Holzgraveur Sven Bengtsson

Sven Bengtsson wurde am 18. November 1843 als Sohn eines Zimmermanns in Lund geboren und erlernte ebenfalls den Beruf des Vaters, begann sich dann jedoch sehr bald für die Holzbildhauerei zu interessieren und nahm ab den 60er Jahren an Kursen im Zeichnen und Malen an er Universität Lund teil, wo er den Maler Axel Hjalmar Lindqvist als Lehrer hatte. In diesen Jahren muss Bengtsson bereits seine Fähigkeiten als Holzschnitzer bewiesen haben, denn 1880 erhielt er vom Kammerkollegium ein Reisestipendium um in Deutschland Ornamentalbildhauerei zu studieren. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Schweden richtete sich Bengtsson dann eine entsprechende Werkstatt in Lund ein.

Sven Bengtsson hatte sich, neben seiner Arbeit als Zimmermann, vor allem als Hersteller und Skulpteur von Möbeln beschäftigt, allerdings noch mehr als Handwerker als als Künstler, denn erst nach seinem Studienaufenthalt in Deutschland hatte er sich mit der dortigen Renaissance und Barockschnitzerei vertraut gemacht, verbunden mit Techniken, die Bengtsson dann in Schweden bekannt machte. Die künstlerische Leistung Bengtssons als Holzschnitzer ist leider nur durch sehr wenige Möbelstücke dokumentiert, da der Künstler sehr bald einen weiteren Schritt ging, der ihn in ganz Schweden bekannt machte.

Ende der 80er Jahre hatte Sven Bengtsson eine zusätzliche Ausbildung als Metallziseleur   erworben und sich dabei vor allem auf Kupferarbeiten spezialisiert. Die Menge der Aufträge in diesem Bereich führte dazu dass Bengtsson in den 90er Jahren einen Gesellen für die handwerklichen Arbeiten anstellen musste um sich selbst der künstlerischen Ausformung widmen zu können. Sehr viele der Kupferarbeiten Bengtssons sind heute in den verschiedensten Museen Schwedens zu entdecken, insbesondere Kandelaber und Portraitreliefs. Um zwei seiner bedeutendsten Arbeiten zu finden, muss man jedoch kein Museum besuchen, denn es handelt sich dabei um den Adler, der das Grabmonument John Ericssons in Filipstad krönt, und den Altaraufsatz in Kupfer in der Vasakirche in Göteborg.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 1944: Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin