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Freitag, 18. November 2016

Der schwedische Holzgraveur Sven Bengtsson

Sven Bengtsson wurde am 18. November 1843 als Sohn eines Zimmermanns in Lund geboren und erlernte ebenfalls den Beruf des Vaters, begann sich dann jedoch sehr bald für die Holzbildhauerei zu interessieren und nahm ab den 60er Jahren an Kursen im Zeichnen und Malen an er Universität Lund teil, wo er den Maler Axel Hjalmar Lindqvist als Lehrer hatte. In diesen Jahren muss Bengtsson bereits seine Fähigkeiten als Holzschnitzer bewiesen haben, denn 1880 erhielt er vom Kammerkollegium ein Reisestipendium um in Deutschland Ornamentalbildhauerei zu studieren. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Schweden richtete sich Bengtsson dann eine entsprechende Werkstatt in Lund ein.

Sven Bengtsson hatte sich, neben seiner Arbeit als Zimmermann, vor allem als Hersteller und Skulpteur von Möbeln beschäftigt, allerdings noch mehr als Handwerker als als Künstler, denn erst nach seinem Studienaufenthalt in Deutschland hatte er sich mit der dortigen Renaissance und Barockschnitzerei vertraut gemacht, verbunden mit Techniken, die Bengtsson dann in Schweden bekannt machte. Die künstlerische Leistung Bengtssons als Holzschnitzer ist leider nur durch sehr wenige Möbelstücke dokumentiert, da der Künstler sehr bald einen weiteren Schritt ging, der ihn in ganz Schweden bekannt machte.

Ende der 80er Jahre hatte Sven Bengtsson eine zusätzliche Ausbildung als Metallziseleur   erworben und sich dabei vor allem auf Kupferarbeiten spezialisiert. Die Menge der Aufträge in diesem Bereich führte dazu dass Bengtsson in den 90er Jahren einen Gesellen für die handwerklichen Arbeiten anstellen musste um sich selbst der künstlerischen Ausformung widmen zu können. Sehr viele der Kupferarbeiten Bengtssons sind heute in den verschiedensten Museen Schwedens zu entdecken, insbesondere Kandelaber und Portraitreliefs. Um zwei seiner bedeutendsten Arbeiten zu finden, muss man jedoch kein Museum besuchen, denn es handelt sich dabei um den Adler, der das Grabmonument John Ericssons in Filipstad krönt, und den Altaraufsatz in Kupfer in der Vasakirche in Göteborg.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 1944: Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 18. November 2014

Der schwedische Künstler Olof Ahlberg

Olof Ahlberg kam am 18. November 1876 in Storhögen im Jämtland zur Welt und arbeitete, trotz seinem frühen Interesse für Kunst, bis zu seinem 22. Lebensjahr auf dem elterlichen Gut. Erst in diesem Alter entschied sich Ahlberg dann ganz auf auf die Kunst zusetzen. Das Handwerk als Holzschnitzer erwarb er bei einem Ornamentbildhauer in Umeå, bevor er sich 1901 an der Tekniska Skolan in Stockholm, dem heutigen Konstfack, einschreiben konnte. Fünf Jahre lang blieb Ahlberg an der Kunsthochschule bis er von seinem Können wirklich überzeugt war.

Allerdings sollte es für Olof Ahlberg, aus finanziellen Gründen, noch Jahre dauern bis er sich als Künstler in Stockholm selbständig machen konnte. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, schnitzte der Künstler erst einmal Holzornamente für eine Möbelfabrik, zeichnete Schmuck für einen Goldschmied, arbeitete in einer Kunstgießerei und führte Stuckarbeiten aus. Einen Teil seiner künstlerischen Einflüsse hatte Ahlberg während einer Studienreise nach Deutschland und Paris gewonnen, einer Reise, die ihm ein Stipendium des Kammerkollegiums ermöglicht hatte.

Im Jahr 1907 fand Olof Ahlberg eine Atelierwohnung in Stockholm in der er, gemeinsam mit seiner Frau, nahezu sein gesamtes künstlerische Leben verbrachte. Der Künstler, der sich ab den 20er Jahren mehr und mehr von der italienischen Skulptur beeinflussen ließ, arbeitete mit nahezu jedem Material, bevorzugte jedoch Bronze und Granit, die es ihm ermöglichten die klassische Ästhetik in seinen Werken auszudrücken. Die Werke von Olof Ahlberg sind bis heute wenig bekannt, auch wenn er selbst im schwedischen Nationalmuseum in Stockholm zu finden ist. Die größte zusammenhängende Sammlung Ahlbergs findet man heute im Stadtmuseum in Östersund, da der Künstler bei seinem Tode alle seine Werke der Stadt vermachte, die er immer noch als seine Heimat betrachtete.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 1944: Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 19. Januar 2013

Axel Petersson, bekannt als Döderhultarn

Auch wenn Axel Petersson, der als künstlerischer Holzschnitzer unter dem Namen Döderhultarn bekannt wurde, bereits gegen 1890 seine ersten Skulpturen schnitzte und damals noch für 25 Öre pro Stück verkaufte, so wurde der Künstler erst am 19. Januar 1909 mit seinen „Ottenbyarna“ bekannt, an der Karikatur-Ausstellung von Hasse Z und Söndags-Nisse teilnahm und dort mit seinen einfach geschnitzten Gruppenbildern geradezu eine Sensation auslöste.

Der Döderhultarn aus Oskarshamn, der gegen 1880 Portraits zu schnitzen begonnen hatte, schnitzte seine ersten „Ottenbyarna“ im Jahre 1897, Figuren und Gruppen von Personen, die die Bevölkerung Smålands als geschnitzte Karikatur-Bilder darstellen. Niemand entkam ihm, denn er schnitzte Bauern, Priester, Amtspersonen und zahlreiche Tiere und Einrichtungsgegenstände. Meist stellte Axel Petersson nicht nur eine einzelne Person dar, sondern bettete sie in eine Gruppe ein und schuf damit Bilder von Beerdigungen, von Hochzeiten, Gerichtsverhandlungen und anderen Gelegenheiten des Alltags.

Heute kann man die Figurengruppen des Döderhiltarn in den bedeutendsten Museen Schwedens finden, zumal er sich als Künstler dadurch von anderen Holzschnitzern absetzte und hervorhob, dass er den Kernpunkt einer Person festhalten konnte und nie versuchte eine künstlerische Feinarbeit zu leisten. Die größte Sammlung seiner Werke findet man im sogenannten Dödarhultarmuseet in Oskarshamn, das permanent über 200 seiner Werke ausstellt. Wer sich mehr für die Arbeit des Künstlers interessiert, kann anschließend auch noch das Atelier von Axel Petersson besuchen, das nicht sehr weit entfernt vom Museum zu finden ist.


19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte Skalde

Copyright: Herbert Kårlin