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Dienstag, 29. Dezember 2015

Die schwedische Künstlerin Hanna Pauli

Als Hanna Pauli, geborene Hirsch, am 29. Dezember 1940 in Solna starb, gehörte sie bereits zu den bedeutendsten Künstlerinnen Schwedens, nicht zuletzt deswegen, weil sich die Künstlerin nicht den verschiedenen Strömungen angepasst hatte, sondern ihrer Neigung zum persönlichen Portrait und der malerischen Schilderung von intimen und persönlichen Situationen treu geblieben war. Hanna Pauli verwirklichte dabei auch die besten Portraits von Ellen Key, die in jungen Jahren ihre Lehrerin war und ihr dabei auch vermittelte dass die Frau ihr Leben in die eigenen Hände nehmen muss.

Hanna Pauli war am 13. Januar 1864 als Hanna Hirsch als Tochter eines Musikverlegers in Stockholm zur Welt gekommen und begann  bereits im Alter von zwölf Jahren mit einer Kunstausbildung bei der Kunstschule August Malmström, einer Schule, die auch die Künstlerinnen Karin Bergöö-Larsson und Eva Bonnier besucht hatten. Im Jahre 1981 wurde Pauli dann an der Kunstakademie in Stockholm aufgenommen und lernte dort vor allem Geschichtsmalerei und die klassische Kunst der Malerei. Vier Jahre später ging Pauli dann nach Paris um dort ihr Studium in der Académie Colarossi zu beenden. Bei Colarossi spezialisierte sich die Künstlerin auf Porträtmalerei, die bis zu ihrem Lebensende ihre Stärke bleiben sollte.

Bereits in Paris lernte Hanna Pauli auch ihren Ehemann Georg Pauli, ebenfalls ein Maler, kennen, den sie kurz vor der gemeinsamen Abreise nach Rom heiratet, was in jener Zeit so gedeutet wurde dass die Künstlerin nun ihren Beruf aufgeben würde. Pauli gehörte jedoch zu den wenigen Frauen jener Zeit, die frei genug waren um Ehe und Kunst verbinden zu können. Wenige Jahre nach der Rückkehr nach Schweden baute das Paar die bekannte Villa Pauli in Stockholm. Hier fand man das Atelier der beiden Künstler, den Lebensraum für eine Familie mit drei Kindern und zudem Platz für zahlreiche Empfänge, da beide Künstler in ihrem Heim ein Zentrum des kulturellen Lebens ihrer Zeit schaffen wollten. Die bedeutendste Sammlung an Werken von Hanna Pauli findet man heute im Jönköpings läns museum, dem beide Künstler viele ihrer Werke hinterließen.


29. Dezember 1776: Der schwedische Diplomat Gustaf af Wetterstedt
29. Dezember 1905: Der schwedische Erfinder Martin Wiberg
29. Dezember 1980: Der schwedische Künstler Axel Nilsson
29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 2. Juli 2015

Der schwedische Künstler Georg Pauli

Georg Pauli kam am 2. Juli 1855 als Sohn eines Apothekers und Fabrikanten in Jönköping zur Welt und gehörte einem Geschlecht an, das seit 1625 dem schwedischen Adel angehörte. Pauli studierte, mehrmals durch längere Reisen unterbrochen, ab 1871 an der Kunstakademie in Stockholm und vervollständigte seine Studien in Paris und Italien. Nach seiner Rückkehr nach Schweden heiratete Pauli die Künstlerin Hanna Hirsch und ab 1893 wurde er Lehrer an der heutigen Kunsthochschule Valand in Göteborg, die bereits damals künstlerische Maler ausbildete. Als Hauptwohnsitz wählte das Ehepaar jedoch Stockholm, wo die beiden 1905 die Villa Pauli errichten ließen.

Auch wenn Georg Pauli bereits während seiner Studienzeit an der Kunstakademie davon träumte, ähnlich Michelangelo oder Rafael, gigantische Bilder an Wände zu malen, so war er nach seiner Ausbildung erst einmal jahrelang auf der Suche nach einem eigenen Stil und begann in Frankreich mit der Freiluftmalerei um jedoch Mitte der 80er Jahre dann mehr und mehr auf nationalromantische Motive aus der Sagenwelt und der nordischen Mythologie uzusteigen, wobei er vor allem mit letzteren einen gewissen Erfolg hatte. In dieser Zeit war Pauli auch Mitglied des Künstlerverbands in Stockholm und gehörte zur Gruppe der Opponenterna, die sich gegen den klassischen Unterricht an der Kunstakademie auflehnten.

Ab Mitte der 90er Jahr hatte Georg Pauli das Glück, dass in Schweden die Monumentalmalerei wieder in Mode kam und der Künstler, gemeinsam mit einigen anderen Künstlern, an der Ausschmückung der Privatgalerie von Pontus Fürstenberg in Göteborg beauftragt wurde. Nach einigen weiteren Aufträgen dieser Art kam dann der Durchbruch für Pauli, denn er bekam den Auftrag das Treppenhaus des heutigen Stadtmuseums Göteborg zu dekorieren, eine Aufgabe bei der der Künstler erstmals zur Technik der Fresken griff. Die Motive, die Pauli aus der Kulturgeschichte Göteborgs nahm, machten ihn zu einem der bedeutendsten Dekorationsmaler zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neben den Fresken im Göteborger Museum gelten auch die Arbeiten im Stockholmer Opernhaus als Meisterwerke Paulis.


2. Juli 1859: Hjalmar Selander und das reisende Theater Schwedens
2. Juli 1869: Hjalmar Söderberg und die schwedische Doppelmoral
2. Juli 1885: Björn Hodell und die humoristische Satire
2. Juli 1908: Schwedens Handelsverträge und Handelsbeziehungen zu China
2. Juli 1938: Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden
2. Juli 1940: Der schwedische Sänger Robert Broberg
2. Juli 1965: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad
2. Juli 2013: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg

Copyright: Herbert Kårlin