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Mittwoch, 4. April 2018

Der Schauspieler und Sänger Carl Magnus Craelius

Carl Magnus Craelius kam am 4. April 1773 als Sohn des Direktors der Glashütte Kosta in Ekeberga zur Welt und studierte von 1790 bis 1792 Medizin an der Universität Uppsala. Ohne das Studium abzuschließen begann Craelius dann jedoch 1792 am Königlichen Theater zu arbeiten. Da das Einkommen dort jedoch nicht ausreichte, arbeitete er gleichzeitig auch in der Admiralitätsverwaltung, ohne sich allerdings sonderlich anzustrengen, denn bald kamen Klagen dass Craelius sehr häufig nicht am Arbeitsplatz zu finden sei, was dieser mit chronischen Krankheiten erklärte. Da seine Entschuldigungen unglaublich klangen, musste er daher 1801 seine Anstellung mit regelmäßigem Einkommen verlassen.

Carl Magnus Craelius wollte im Grunde Opernsänger werden, wofür seine hervorragende Tenorstimme eine gute Voraussetzung war, aber da er keinerlei schauspielerischen Eigenschaften hatte, wurde Craelius nur als Konzertsänger eingesetzt, wurde 1809 zum Gesangsmeister und 1814/1815 wurde er Gesangslehrer an der Königlichen Musikalischen Akademie, wo er, unter anderen, auch die neunjährige Jenny Lind unterrichtete. Ein Opernstipendium ermöglichte Craelius zwischen 1802 und 1809 auch mehrere Auslandsreisen, die mit dem Auftrag verbunden waren neue Stimmen an die Oper in Stockholm zu holen,  auch wenn seine Erwerbungen dann in Stockholm nicht immer die erhoffte Beachtung fanden.

Die größten Leistungen brachte Carl Magnus Craelius, der am 7. Juni 1842 in Stockholm starb, als internationaler Konzertsänger und als Gesangslehrer der Oper, da er die Stärke seiner Schüler sofort erkannte und diese so weit wie möglich unterstützte. Craelius übersetzte während seiner Zeit am Königlichen Theater auch einige Opernlibretti und versuchte sich als Komponist, was letztendlich auch dazu führte, dass Craelius 1822 in die Königliche Musikalische Akademie gewählt wurde.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1812: Joseph Magnus Stäck, Künstler und Kunstprofessor
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1895: Der Operakällaren in Stockholm
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 18. Januar 2018

Die Uraufführung der Oper Thetis och Pelée

Zu seiner Krönung im Mai 1772 wünschte sich Gustav III. die Aufführung einer schwedischen Oper, da er die Oper als die höchste Kunst betrachtete. Problematisch war im Grund nur, dass es in Schweden um diese Zeit keine Opern gab, kein Opernkomponist existierte, kein Autor je ein Opernlibretto geschrieben hatte und es auch kein entsprechendes Orchester und keine Opernsänger gab, die nicht aus Frankreich oder Italien kamen. Gustav III. wählte daher einen Kompromiss, denn er beauftragte den Poeten Johan Wellander ein Libretto in Anlehnung an die französische Oper Thetis et Pelée zu schreiben und der in Schweden lebende Italiener Francesco Uttini sollte für die Musik verantwortlich sein. Beide sollten zudem Sänger suchen und ein Orchester aufbauen.

Da der König natürlich eine etwas andere Vorstellung als Wellander und Uttini hatte, kam erschwerend hinzu, dass die Arbeiten ständig den Wünschen des Königs angepasst werden mussten. Das Ergebnis davon war, dass diese Oper in schwedischer Sprache musikalisch sehr stark von der italienischen Oper beeinflusst war und die von Gustav III. gewünschten Bühneneffekte eine enorme Herausforderung für die Schauspieler waren und wenig mit der bis dahin bekannten französischen Oper zu tun hatten. Natürlich konnte auch der König bereits bei der Uraufführung die Schwächen seiner Thetis och Pelée sehen, und er befahl daher ständig Änderungen und Anpassungen, die es den Künstlern nicht leichter machten ein Meisterwerk zu schaffen.

Als Thetis och Pelé denn am 18. Januar 1773 im Bollhuset in Stockholm erstmals aufgeführt wurde, dauerte die Oper fünf Stunden und es traten, neben der Primadonna Elisabeth Olin und den anderen Sängern, auch 42 Choristen und 27 Tänzer auf. Auch wenn diese erste schwedische Oper kaum ein Meisterwerk war, so wurde sie allein im Frühjahr des gleichen Jahres 20 Mal bei voll verkauftem Haus aufgeführt, was allerdings nicht mit der Qualität zusammenhing, sondern weil sämtliche Arien in schwedischer Sprache gesungen wurden. Leider kann man sich heute nur noch eine wage Vorstellung von der Oper machen, da sowohl die Musik als auch die Kostüme nur teilweise überliefert wurden, im Gegensatz zum Libretto, von dem man sogar sieben verschiedene Versionen erhalten wurden.


18. Januar 1764: Der schwedische Erzbischof Samuel Troilius
18. Januar 1862: Anders Magnus Strinnholm und die schwedische Geschichte 
18. Januar 1865: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär
18. Januar 1928: Das schwedische Folkhemmet als politische Bewegung
18. Januar 1938: Die Beerdigung des Schauspielers Gösta Ekman 
18. Januar 1945: Jane Horney, mit 27 Jahren im Meer versenkt
18. Januar 1964: Vi på Saltkråkan von Astrid Lindgren
18. Januar 1972: Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha 
18. Januar 1980: Warum die Almöbron von der Tjörnbron ersetzt wurde 
18. Januar 2008: Kerstin Johansson i Backe, Kinderbücher aus dem Norden

Copyright: Herbert Kårlin