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Mittwoch, 4. April 2018

Der Schauspieler und Sänger Carl Magnus Craelius

Carl Magnus Craelius kam am 4. April 1773 als Sohn des Direktors der Glashütte Kosta in Ekeberga zur Welt und studierte von 1790 bis 1792 Medizin an der Universität Uppsala. Ohne das Studium abzuschließen begann Craelius dann jedoch 1792 am Königlichen Theater zu arbeiten. Da das Einkommen dort jedoch nicht ausreichte, arbeitete er gleichzeitig auch in der Admiralitätsverwaltung, ohne sich allerdings sonderlich anzustrengen, denn bald kamen Klagen dass Craelius sehr häufig nicht am Arbeitsplatz zu finden sei, was dieser mit chronischen Krankheiten erklärte. Da seine Entschuldigungen unglaublich klangen, musste er daher 1801 seine Anstellung mit regelmäßigem Einkommen verlassen.

Carl Magnus Craelius wollte im Grunde Opernsänger werden, wofür seine hervorragende Tenorstimme eine gute Voraussetzung war, aber da er keinerlei schauspielerischen Eigenschaften hatte, wurde Craelius nur als Konzertsänger eingesetzt, wurde 1809 zum Gesangsmeister und 1814/1815 wurde er Gesangslehrer an der Königlichen Musikalischen Akademie, wo er, unter anderen, auch die neunjährige Jenny Lind unterrichtete. Ein Opernstipendium ermöglichte Craelius zwischen 1802 und 1809 auch mehrere Auslandsreisen, die mit dem Auftrag verbunden waren neue Stimmen an die Oper in Stockholm zu holen,  auch wenn seine Erwerbungen dann in Stockholm nicht immer die erhoffte Beachtung fanden.

Die größten Leistungen brachte Carl Magnus Craelius, der am 7. Juni 1842 in Stockholm starb, als internationaler Konzertsänger und als Gesangslehrer der Oper, da er die Stärke seiner Schüler sofort erkannte und diese so weit wie möglich unterstützte. Craelius übersetzte während seiner Zeit am Königlichen Theater auch einige Opernlibretti und versuchte sich als Komponist, was letztendlich auch dazu führte, dass Craelius 1822 in die Königliche Musikalische Akademie gewählt wurde.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1812: Joseph Magnus Stäck, Künstler und Kunstprofessor
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1895: Der Operakällaren in Stockholm
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. Februar 2018

Der schwedische Musiker Jens Lekman

Jens Lekman kam am 6. Feberuar 1981 im Göteborger Stadtteil Angered zur Welt und hatte ursprünglich kein besonderes Interesse an Musik, bis er mit 14 Jahren von Freunden gefragt wurde ob er nicht in einer Coverband Bass spielen wolle. Lekman akzeptierte und fand dabei in kurzer Zeit zur Musik und begann vor allem hunderte von eigenen Liedern zu schreiben, von denen er einen Teil selbst sang und über Internet verbreitete, und dies mit einem beachtlichen Erfolg, denn seine Lieder wurden mit großer Geschwindigkeit in den sozialen Medien geteilt.

Mit 19 Jahren nahm Jens Lekman dann, inspiriert von der Hauptfigur des Films Mask den Künstlernamen Rocky Dennis an und ab 2001 begann er auf selbst aufgenommenen CD-R Platten limitierte Auflagen seiner musikalischen Schöpfungen zu verkaufen. Im Folgejahr schickte der Musiker eine dieser Aufnahmen an die amerikanische Plattenfirma Secretly Canadian, die ihn nicht nur kontaktierte, sondern seine Musik auch in den USA produzierte. Ab 2004 war Lekman dann, als sich auch eine schwedische Plattenfirma für ihn interessierte, bereits ein Begriff innerhalb der Musikszene, und Rocky Dennis ging zurück zu seinem richtigen Namen.

Mit seinem Song You Are the Light im Jahr 2004 gelang Jens Lekman ein Top Ten Hit in Schweden und er gewann die ersten Preise für seine Arbeit, was ihm auch Einladungen zu Ereignissen wie dem Hultfredsfestival führte. Im Jahr 2007 erschien dann das zweite Studioalbum Lekmans und 2017 kam dann das vierte Album des Künstlers. Das bisher vermutlich bedeutendsten Jahre Lekmans war vermutlich 2018, denn er hatte Auftritte in Australien, den USA, aber auch im Norden, und er erhielt Ende des Jahres von der Sten A. Olssons Stiftung ein Kulturstipendium in Höhe von 300.000 Kronen.


6. Februar 1816: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens
6. Februar 1837: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt
6. Februar 1900: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat
6. Februar 1914: Der letzte politische Machtbeweis der schwedischen Könige
6. Februar 1927: Der nordschwedische Künstler Leander Engström
6. Februar 1929: Der schwedische Skiläufer Sixten Jernberg 
6. Februar 1975: Das Verbot von DDT in Schweden
6. Februar 1988: Die nationalistische Partei Sverigedemokraterna
6. Februar 1992: Der Nationaltag der Samen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 26. März 2017

Åke Grönberg, Schauspieler, Sänger und Regisseur

Åke Grönberg kam am 26. März 1914 als Sohn eines Schmiedes in ärmeren Verhältnissen in Stockholm zur Welt und hatte als Jugendlicher lediglich als Süßigkeitenverkäufer mit dem Kino Kontakt. Anschließend bildete sich Grönberg zum Schmied aus, aber da ihm der Beruf wenig sagte, wechselte er er mehrmals die berufliche Richtung. Seine wirkliche Karriere begann dann Anfang der 30er Jahre als Statist im Dramaten, denn während dieser Zeit entdeckte man sein Talent als Unterhalter, Schauspieler und Sänger. Schon 1936 arbeitete Grönberg dann an der Freilichtbühne im Skansen und in den Folgejahren zog er mit Theatergesellschaften durch Schweden.

Noch während der 30er Jahre entschied sich Åke Grönberg für eine sehr breite Aktivität, denn neben dem unterhaltenden Theater spielte er in Revuen und nahm die ersten Schallplatten auf, unter anderem mit den Erfolgshit Den gamla dansbanan. Innerhalb von nur zehn Jahren war Grönberg in ganz Schweden bekannt und trat auf den größten Bühnen des Landes auf. Insgesamt nahm Grönberg rund 300 Schallplatten auf, und auch auf der Theaterbühne überzeugte er mit einem extrem breiten Repertoire, das von einem Zirkusartisten und Landstreicher bis zu einer Rolle in August Strindbergs Fröken Julie reichte.

Åke Grönberg, der ohne jede Ausbildung zum Schauspiel gekommen war, hatte 1936 in Anders Henriksons 65, 66 och jag auch seine erste Filmrolle, der knapp 90 weitere Filmrollen folgen sollten, unter anderem in Paradis Oskar, der ersten Filmversion von Astrid Lindgrens Luffaren und Rasmus und in Ingmar Bergmans Gycklarnas afton. Gegen Ende seiner Karriere kehrte Grönberg mehr und mehr zum Theater zurück und ging dabei vom Lustspiel auf ernstere Rollen über, insbesondere im Dramaten und im Stadttheater in Stockholm. Åke Grönberg starb am 15. September 1969 im Alter von 55 Jahren an einem Herzinfarkt.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 1963: Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 12. März 2017

Der Sänger und Musiker Owe Thörnqvist

Owe Thörnqvist wurde am 12. März 1929 unter dem Namen Ove Törnqvist als Sohn eines Fabrikanten in Uppsala geboren und begann nach seiner Hochschulreife ein Jurastudium an der Universität Uppsala, ohne dieses allerdings je abzuschließen. In seiner Jugend träumte Thörnkvist allerdings nicht von einer Karriere als Sänger, sondern dachte mehr an den Boxkampf, und wurde Distriktmeister der Region. Während seiner Studienzeit ging Thörnqvist dann jedoch mehr und mehr zur Musik über und 1953 kam bereits sein erster Hit Rumba i Engelska Parken.

Auch wenn Owe Thörnqvist die ersten Jahre mehr in Revuen sang und mit Melodien der Zeit Erfolg hatte, gehörte er nur zwei Jahre später mit zu den ersten schwedischen Musikern und Sängern, die Rock ins Land brachten, ein Schritt, der für Thörnqvist über den Boogie ging. Nur ein Jahr nachdem Elvis Presley in den USA seinen Durchbruch hatte, war Thörnqvist der erste Schwede, der bei seinem Titel Rotmosrock, den Begriff Rock mit in einem Songtitel hatte. Wie bei seinen anderen Kollegen jener Jahre, handelte es sich natürlich um schwedischen Rock, der auch in der Landessprache gesungen wurde.

Im Jahre 1965 erlitt die Karriere von Owe Thörnqvist dann jedoch einen Knick, denn er schlug einen berauschen Besucher seines Konzerts nieder, der, in seinen Augen, die Show störte. Die Folge davon war dass Thörnqvist von Radiostationen und Journalisten boykottiert wurde. Die Reaktion Törnqvists darauf war, dass er nach Spanien zog, wo er immer noch einen Wohnsitz hat, neben Florida und Schweden. In den 70er Jahren kehrte Thörnqvist zurück zur schwedischen Bühne um wieder regelmäßig aufzutreten und Schallplatten zu produzieren. Auch wenn Thörnqvist 2009 in Stockholm sein Abschiedskonzert gab, kehrte er 2017 mit Boogieman Blues als Teilnehmer der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest auf die Bühne zurück und wurde vom Publikum auf Anhieb in das schwedische Finale gewählt.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1610: Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens
12. März 1899: Das Musik- und Theatermuseum in Stockholm
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
12. März 1995: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Januar 2017

Der Schauspieler und Regisseur Weyler Hildebrand

Weyler Hildebrand kam am 4. Januar 1890 als Sohn eines Steinbildhauers in Västervik zur Welt, wuchs jedoch überwiegend in Mörtfors im Småland auf. Im Alter von 17 Jahren zog Hildebrand nach Stockholm und arbeitete in den unterschiedlichsten Berufen. Allerdings bleibt die Zeit zwischen 1907 und 1911 etwas im Dunkeln, da alle Angaben über seine Tätigkeiten von Hildebrand selbst stammen und nicht überprüft werden können. Seinen Weg fand Hildebrand dann im Jahre 1911, als er zu einer Theatergesellschaft stieß die einen Sänger suchte und in Hildebrand fündig wurde.

Ab 1911 wurde die Bühne die Heimat für Weyler Hildebrand, wobei er sich in den Folgejahren verschiedenen reisenden Theatergesellschaften anschloss, ohne sich jedoch auf eine bestimmten Bereich festzulegen, denn Hildebrand arbeitete sowohl als Schauspieler, als auch als Sänger von Volksweisen und trat selbst in La Traviata als Opernsänger auf. Diese sehr unterschiedlichen Engagements führten dazu dass Hildebrand eine breite Erfahrung erwarb, die ihm bei seiner späteren Rolle als Autor von Filmmanuskripten und als Regisseur eine große Hilfe sein sollten.

Diese Vielfältigkeit verhalf Weyler Hildebrand 1924 auch zum Eintritt in die Filmwelt, als er von der Svensk Filmindustri entdeckt wurde, zu Beginn als Schauspieler für die Rollen des Bösewicht, einige Jahre später dann auch als Regisseur. Während seiner Zeit als Regisseur bei der Svensk Filmindustri verwirklichte Hildebrand insgesamt 24 Filme, die eine ebenso breite Vielfalt zeigen wie seine Tätigkeit als Schauspieler. Dass Hildebrand trotz seiner intensiven Arbeit als Regisseur in diesem Bereich nicht voll anerkannt wird, liegt daran, dass Hildebrand, der am 17. November 1944 in Solna starb, sehr oft von der Kritik wegen seiner sehr volkstümlichen Werke kritisiert wurde, die zwar viele Besucher anlockten, jedoch nur selten eine Tiefe zeigten.


4. Januar 1793: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
4. Januar 1911: Die ersten Postautos kommen nach Schweden 
4. Januar 1918: Schweden erkennt Finnland als unabhängigen Staat an 
4. Januar 1919: Der nordschwedische Norrländska Socialdemokraten
4. Januar 1960: Die Freihandelszone EFTA und die Stockholmer Konvention 
4. Januar 2008: Stig Claesson, der unbekannte Schriftsteller Schwedens
4. Januar 2013: Die feministische Literaturwissenschaftlerin Birgitta Svanberg
4. Januar 2014: Die Gründung der Christlichen Wertepartei KV 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. September 2016

Der Musiker und Sänger Mauro Scocco

Mauro Scocco kam am 11. September 1962 in Fristad bei Borås als Sohn eines italienischen Vaters und einer schwedischen Mutter zur Welt, wuchs jedoch überwiegend in der schwedischen Hauptstadt Stockholm auf, wo er auch mit 18 Jahren, gemeinsam mit einigen Schulfreunden, die Musikgruppe Ratata gründete, die im Folgejahr die Single För varje dag auf den Markt brachte. Die Zusammensetzung der Gruppe wechselte und in einer neuen Besetzung kamen in den 80er Jahren einige bedeutende Hits, unter anderem Så länge vi har varann, einem Song bei dem man auch Anni-Frid Lyngstad hören kann.

Ende der 80er Jahre, als Ratata auf dem Höhepunkt war und eine Tournee an die andere anschloss, begann Mauro Scocco auch an einer Solokarriere zu arbeiten, schrieb Musik und Texte für andere Künstler, unter anderem für Lisa Nilsson und Monica Zetterlund, und er produzierte das Album Kungarna från Broadway für Eldkvarn. Noch während sein Soloalbum mit Sarah in die Hitlisten kam, wurde Scocco der vielen Tourneen müde und ab den 90er Jahren weigerte er sich vollständig noch öffentlich aufzutreten und entschied sich damit gegen die Publikumswirksamkeit dieser Auftritte.

Auch wenn Mauro Scocco ab dieser Zeit dem Publikum nicht mehr direkt gegenüberstand,  folgten neue Alben und vor allem Auftritte im Fernsehen, auch wenn nicht unbedingt als Sänger, denn 2010 präsentierte er, gemeinsam mit seinem Freund Plura Jonsson ein Kochsendung und 2013 produzierte er, ebenfalls gemeinsam mit Plura, die Sendung Mauro & Pluras tågluff, bei der die beiden die französische Südküste entlangfahren und, neben ihren Erlebnissen in den verschiedensten Restaurants, auch einige Songs präsentieren, was wiederum zu einer entsprechenden neuen Scheibe führte. Die Öffentlichkeit vermeidet Socco jedoch nach wie vor, was in seiner Branche extrem selten ist.


11. September 1380: Håkan Magnusson, ein gewählter König ohne Macht
11. September 1656: Königin Ulrika Eleonora von Schweden
11. September 1795: Der schwedische Erzbischof Henrik Reuterdahl
11. September 1882: Der schwedische Künstler Carl Eneas Sjöstrand
11. September 1929: Birgitta Trotzig, Schuld und Befreiung im Glauben
11. September 1978: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall
11. September 1988: Die Musikgruppe Imperiet gibt ihr letztes Konzert
11. September 2003: Anna Lindh stirbt nach Überfall im Kaufhaus NK

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 8. September 2016

Die schwedische Trackslistan und die Sendung Tracks

Am 8. September 1984 präsentierte der Radiosprecher Kaj Kindvall im Kanal P3 des staatlichen Rundfunks Sveriges Radio erstmals die Sendung Tracks und damit die sogenannte Trackslistan. Die Trackslistan sollte eine Art Konkurrenz zu den Svensktoppen sein und nicht nur die besten Songs schwedischer Sänger, die zudem ihre Titel in schwedischer Sprache bieten mussten, als Hitliste präsentieren, sondern ein Spiegel des gesamten Musikgeschehens auf schwedischem Raum sein, auch wenn sich zeigen sollte, dass die Zuhörer dennoch eine Tendenz zu schwedischen Interpreten hatten.

In der Sendung Tracks, die letztmals am 5. Februar 2011 gesendet wurde, zählte man 20 Titel auf der Trackslistan und zusätzlich wurden 10 bis 15 neue Songs gespielt, die eine Chance hatten von den Hörern in die Trackslistan gewählt zu werden. Zu Beginn erfolgte die Wahl über Briefe oder Postkarten, anschließend per Telefon und schließlich über die Website. Die Zuhörer konnten die ihrer Meinung nach fünf besten Songs wählen, wobei es neben den Titel der Trackslistan und den Neuvorschlägen auch noch drei sogenannte Bubblar gab, Songs, die den Einzug in die Hitparade knapp verfehlt hatten, oder aber zu den Top-20 der Sommartoppen oder den Top-10 der DigiListan geschafft hatten.

Die Trackslistan war in Schweden so populär, dass man sie in den 90er Jahren im Jugendprogramm des staatlichen Fernsehens präsentierte, allerdings waren die Sänger und Sängerinnen nur in Form eines Fotos anwesend und der Moderator präsentierte die entsprechenden Videos. Rund zehn Jahre später kam die Trackslistan drei Jahre lang in das Normalprogramm von SVT bei dem einer der Künstler, die in der Hitliste vertreten waren, eingeladen wurde und einen Song in direkt präsentierte. Da jedoch sehr viel darüber diskutiert wurde ob diese Auftritte nicht einen bestimmten Künstler einen Vorteil brachten, wurde die Sendung wieder eingestellt.


8. September 801: Sankt Ansgar im schwedischen Birka
8. September 1622: Knut Kurck und der Widerstand gegen die Macht des Königs
8. September 1771: Die Königlich Schwedische Musikakademie 
8. September 1790: Johan Henrik Hästesko wird in Stockholm hingerichtet
8. September 1841: Carl Snoilsky und die kulturelle Revolution Schwedens
8. September 1870: Nils Ericson und die schwedische Eisenbahn
8. September 1930: Mads Edvin Rydman, Poet und Filmschauspieler
8. September 1953: Der Bau der ersten Autobahn Schwedens
8. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
8. September 1962: Wir Kinder aus Bullerbü - Alla vi barn i Bullerbyn
8. September 1966: Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom
8. September 1994: Umeå stellt alle Stadtbusse auf Ethanol um

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 12. August 2016

Der Schriftsteller und Sänger Lasse Lucidor

Als Lasse Lucidor am 12. August 1674 beim Duell getötet wurde, machte er seinem angenommen Namen Lucidor, der Unglückliche, alle Ehren und er starb entsprechend seiner Lehrmeinung, nämlich in einer Kneipe in Stockholm. Die letzten Jahre seines Lebens hatte sich der Dichter, Schriftsteller und Sänger bereits nur noch vom Schreiben von Hochzeitsgedichten und als Begräbnispoet versorgt, wobei ihm nur wenige Jahre vorher verboten worden war diese Art von Gedichte ohne Auftrag vorzutragen, denn 1669 hatte Lucidor die Grenzen des Gesellschaftsdenkens überschritten und musste für eines der ungenehmigten Hochzeitsgedichte ins Gefängnis.

Lasse Lucidor war am 6. Oktober 1638 unter dem Namen Lars Johansson als Sohn eines Seekapitäns in Stockholm zur Welt gekommen, wurde jedoch ab dem Alter von 12 Jahren von seinem Großvater mütterlicherseits in Pommern erzogen, da seine Eltern früh gestorben waren. Lucidor zeigte an einem Studium relativ wenig Interesse und hielt sich daher in seiner Jugend in verschiedenen norddeutschen Städten auf, bis Carl Gustaf Wrangel die Erziehung übernahm und den späteren Dichter 1655 in die Universität Greifswald schickte. Lucidor setzte seine Studien 1659 in Leipzig fort und begann anschließend noch Sprachen in Frankreich zu studieren, musste jedoch aus Geldmangel 1662 ohne Abschluss nach Schweden zurückkehren.

In Schweden arbeitete Lasse Lucidor einige Jahre lang als Sprachlehrer, ging nur wenige Jahre später jedoch nach Stockholm um dort als Dichter zu arbeiten und verfasste zahlreiche Gedichte zur Zeit, die allerdings auch zeigen, dass Lucidor wenig von Normen hielt, sondern selbst Hochzeitsgedichte sehr frei gestaltete und auch der Erotik ihren Platz gab. Leider sind die Vertonungen seiner Gedichte, die Lucidor selbst unternahm, verloren gegangen und vieles aus seinem Leben kann nur aus seinem Nachlass und der Feder anderer Dichter entnommen werden. Für die Nachwelt gilt Lasse Lucidor jedoch als einer der ersten Literaten Schwedens, die für die Freiheit des Wortes öffentlich eintraten.


12. August 1323: Der Frieden in Nöteborg in der schwedischen Geschichte
12. August 1652: Der schwedische Reichsmarschall Jakob De la Gardie 
12. August 1763: Olof von Dalin: Fortschrittliche Kritik und konservative Geschichte
12. August 1901: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
12. August 1920: Schwedische Luftfahrt und erste Luftftransporte
12. August 1925: Kerstin Thorvall und die sexuelle Revolution Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 29. Februar 2016

Der Komiker und Sänger Knut Agnred

Knut Agnred wurde am 29. Februar 1956 als Sohn eines Sportlers in Göteborg geboren, wuchs jedoch auf der Insel Käringö in den nördlichen Schären Göteborgs auf, einer Insel zu der der Komiker und Sänger auch noch heute ein enges Verhältnis hat. Als Student der Technischen Hochschule Chalmers gründete Agnred, gemeinsam mit drei anderen Studenten, 1979 ein Barbershopquartett unter dem Namen After Shave. Ein Jahr später nahm das Quartett an einem Talentwettbewerb des Aftonbladet teil und kam dabei ins Finale der Region, was die Gruppe in weiten Kreisen bekannt machte.

Knut Agnred, der mit drei Jahren Klavier zu spielen begonnen hatte und dafür bekannt ist, dass er immer besser und lauter singen will als alle anderen, schloss sein Studium als Elektroingenieur ab, aber mittlerweile war die Gruppe After Shave so bekannt und erfolgreich geworden, dass sich die vier Mitglieder nach Abschluss der Studien dazu entschlossen ganz auf eine künstlerische Karriere als Unterhalter zu setzten. 1982 schloss sich daher After Shave mit der Showgruppe Galenskaperna zusammen und begannen gemeinsam in Göteborg ihre außerordentliche Karriere.

Knut Agnred, der ursprünglich Knut Andersson hieß und als Künstler seinen Namen wechselte, hat, nach Claes Eriksson, vermutlich die meisten Texte für Galenskaperna och After Shave geschrieben und träg mit seinen Kompositionen bedeutend am Erfolg der Gruppe bei. In seinen Fernsehrollen und Filmen spielte Agnred oft die Rolle einer etwas verrückten lauten Person, die immer auffällt, wobei sein Sketch Knut på Linjen mehr verbreitet wurde als jeder andere Sketch Schwedens, denn noch heute soll man diesen als Sicherheitsvideo in den Fahrzeugen von Stena Line betrachten. 2004 erschien auch das bisher einzige Soloalbum des Sängers unter dem Titel Text & Musik.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. November 2015

Der Schauspieler und Sänger Sven-Bertil Taube

Sven-Bertil Taube kam am 24. November 1934 als Sohn von Evert Taube und Astri Taube in Stockholm zur Welt und besuchte die Beskowska Schule, die er jedoch noch vor seiner Hochschulreife verließ um an der Cherry Lawn School in Connecticut eine entsprechende Prüfung abzulegen. Allerdings hatte Taube wenig Interesse an einem Studium, denn bereits in den USA nahm er eine Schallplatte mit traditionellen schwedischen Volksliedern auf und 1956, zurück in Europa, nahm er in Madrid Gitarrenstunden beim spanischen Gitarristen und Komponisten Quentin Esquimbre.

Als Sven-Bertil Taube 1958 nach Schweden zurückkehrte, bereitete er sich ein Jahr lang auf die Prüfung der Schauspielschule des Dramaten vor, wo er 1959 als Schüler aufgenommen wurde. Nur ein Jahr später stand Taube auf der Bühne des Dramaten, wobei sich der Schauspieler jedoch nicht auf eine bestimmte Art von Rollen festlegte, sondern sowohl in Dramen, als auch in Operetten und Musicals zu sehen war. Ab den 60er Jahren wechselte Taube, der bereits seit Jahren in London wohnt, zum Film, ohne allerdings wirklich eine internationale Karriere zu machen, auch wenn er mit einigen Rollen knapp davor stand.

Parallel zu seiner Karriere als Schauspieler trat Sven-Bertil Taube auch sehr früh als Sänger von Volksweisen in den Vordergrund, wobei er intimere Auftritte bevorzugte wo er Gesang, Schauspiel und Erzählkunst verbinden konnte. Als Sänger hatte Taube ab Ende der 50er Jahre einen bedeutenden Erfolg, da um diese Zeit das poetische Lied seinen Glanzzeit in Schweden hatte und Taube nicht nur Lieder seines Vaters und die bekanntesten Stücke von Carl Michael Bellman bot, sondern auch Leo Ferré und Mikis Theodorakis dem schwedischen Publikum näher brachte. Persönlich wird Taube noch heute als Frauenheld gesehen, da er mehrmals verheiratet war und auch mehrere amouröse Verhältnisse hatte, zumindest bis zu seiner Ehe mit der Tänzerin  Mikaela Rydén im Jahre 1985.


24. November 1655: Die Krönung des Königs Karl XI. In der Domkirche in Uppsala
24. November 1715: Hedvig Eleonora an der Spitze des schwedischen Reiches
24. November 1741: Ulrika Eleonora wird nach dem Tod von Karl XII. Königin
24. November 1825: Der Palast Makalös in Stockholm brennt ab
24. November 1939: Marit Paulsen, von der Arbeiterliteratur zur Politik
24. November 1944: Die Fähre S/S Hansa wird in der Ostsee versenkt
24. November 1985: Das Lustige Haus in Gröna Lund brennt ab

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der schwedische Sänger Salem Al Fakir

Salem Al Fakir kam am 27. Oktober 1981 als Sohn eines syrischen Immigranten und einer schwedischen Mutter in Huddinge zur Welt und wollte bereits im Alter von drei Jahren das Geigenspielen erlernen, was jedoch daran scheiterte, dass kein entsprechender Lehrer zu finden war. Al Fakir musste sich daher erst einmal mit Klavierstunden zufrieden geben. Nur ein Jahr später wechselte er dann zur Geige und hatte das Glück Michail Kazinik als Musiklehrer zu erhalten, der dem jungen Musiker dann bereits mit 13 Jahren zu den ersten Tourneen in Schweden und Russland verhalf. In dieser Zeit begann sich Al Fakir auch für das Jazzpiano zu interessieren, was auch mit seinem Übergang ins Gymnasium zusammenfiel.

Mit 16 Jahren begann Salem Al Fakir am Södra Latin in Stockholm in der Linie Jazzpiano sein Abitur vorzubereiten um später an der Königlichen Musikhochschule mit dem afroamerikanischen Programm fortzusetzen, ohne dann allerdings die Ausbildung an der Musikhochschule abzuschließen. Um diese Zeit hatte der Sänger allerdings bereits in mehreren Musikgruppen gespielt und begonnen für andere bekanntere Künstler zu schreiben. Es sollte allerdings noch bis 2006 dauern, bis Al Fakir seine erste EP Dream Girl auf den Markt brachte, der im Januar 2007 das Album This Is Who I Am folgte. Salem Al Fakir, der nahezu alle Texte geschrieben hatte, die Musik komponiert hatte und auch nahezu alle Instrumente selbst spielte, hatte unmittelbar Erfolg, da er einen eigen Stil verfolgte.

Nur ein Jahr später erhielt Salem Al Fakir vier Grammis, den bedeutendsten schwedischen Musikpreis und hatte damit den Durchbruch endgültig geschafft. Im März 2009 erschien dann das zweite Album Astronaut und im Sommer ging der Sänger auf Tournee. Nahezu die logische Folge war, dass Al Fakir 2010 mit Keep On Walking an der schwedischen Ausscheidung des Eurovision Song Contests teilnahm und dabei den zweiten Platz belegte, was zwar bedeutete, dass er Schweden nicht vertreten durfte, ihn jedoch landesweit bekannt war und zu den anerkannten Sängern Schwedens emporhob. Aber auch wenn Al Fakir immer noch Musikpreise sammelt, so wurde es um ihn nach diesem Erfolg relativ ruhig, nicht zuletzt deswegen, weil er immer mehr für andere Künstler, zum Beispiel Seinabo Sey oder Veronica Maggio, schreibt und komponiert, aber auch als Produzent aktiv ist.


27. Oktober 1844: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
27. Oktober 1857: Ernst Trygger wird Ministerpräsident Schwedens
27. Oktober 1885: Die schwedische Künstlerin Sigrid Hjertén
27. Oktober 1964: Dawit Isaak, zehn Jahre Gefangenschaft eines Journalisten
27. Oktober 1967: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
27. Oktober 2012: Die schwedische Nationalarena Friends Arena 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2015

Der Musiker, Koch und Moderator Plura Jonsson

Per Jonsson, allgemein bekannt als Plura Jonsson, kam am 10. August 1951 in Norrköping zur Welt und zog Anfang der 70er Jahre nach Kungsholmen in Stockholm, wo er sich noch heute am liebsten aufhält. Noch kurz bevor seinem Umzug nach Stockholm hatte Plura jedoch, gemeinsam mit seinem Bruder, die Band Eldkvarn gegründet, wenn auch noch unter dem Namen Piska mig hårt, denn erst 1974 und mit zusätzlichen Mitgliedern aus Stockholm, erhielt die Gruppe den Namen Eldkvarn, mit Plura als Sänger, und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Bands Schwedens.

Plura Jonsson, der nicht nur der Mitgründer und Sänger von Eldkvarn war, war stark von John Mayall beeinflusst und strebte in seinen Texten eine ähnliche Tiefe an wie sein Vorbild, auch wenn er dies erst nach mehreren Jahren erreichen sollte und er damit Eldkvarn zu einer anspruchsvollen Kultband machen sollte. Mit dem großen Durchbruch von Eldkvarn in den 80er Jahren kamen dann für Plura auch Alkoholexzesse und Drogen, die selbst manche Auftritte in Gefahr brachen, da Plura sich keine Grenzen setzte, was jedoch die Zahl seiner Fans nur noch wachsen ließ, gleichzeitig aber auch seine Texte tiefsinniger machte.

Plura, der parallel auch eine, wenn auch weniger erfolgreiche, Solokarriere machte, schrieb bald auch Texte für Sven-Ingvars, Totta Näslund und Jerry Williams, die in Schweden ebenfalls als Musiklegenden gelten. Wirklich aufmerksam auf die Person Plura Jonsson wurden die Schweden dann im Jahre 2007, als Plura zur Lancierung des Albums Svart Blogg selbst ein Blog schrieb, denn im selben Jahr wurde er Sommersprecher im schwedischen Radio, ein Jahr später folgte seine Autobiografie, und wieder ein Jahr später kam auch sein erstes Kochbuch, was dazu führte, dass Plura damit eine Fernsehsendung bekam. Seit dieser Zeit ist Plura Jonsson permanent in mehreren Bereichen aktiv, denn er verfasste bereits drei Kochbücher, ist weiterhin Mitglied der Gruppe Eldkvarn, malt mit gewissem Erfolg und ist ein häufiger Gast in verschiedenen Fernsehsendungen.


10. August 1537: Das Schloss Gripsholm am Mälaren
10. August 1628: Die Vasa sinkt bei ihrer Jungfernfahrt vor Stockholm
10. August 1762: Axel Gabriel Silverstolpe, ein literarischer Revolutionär
10. August 1907: Der schwedische Sportklub IK Sirius  
10. August 1928: Hjalmar Selander und das reisende Theater Schweden
10. August 1983: Ruben Rausing, der Erfinde der Tetra Pak

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2015

Der schwedische Sänger Yohio

Der schwedische Sänger Yohio kam am 12. Juli 1995 unter dem Namen Kevin Johio Lucas Rehn Eires in Stockholm zur Welt, ist jedoch in ganz Schweden, und einigen anderen Ländern, nur unter seinem Künstlernamen Yohio bekannt. Der Künstler lernte ab sechs Jahren Klavier spielen und ging mit elf Jahren zur Gitarre über, eine Entscheidung, die wiederum dazu führte, dass er als 14-Jähriger als Gitarrist zur Popgruppe Seremedy stieß, die 2010 in ganz Schweden spielte und bemerkenswerte Erfolge hatte, ohne allerdings je in die Topgruppe der schwedischen Bands vorzustoßen.

Yohio, dessen Musik vom japanischen visual kei inspiriert ist, organisierte 2011 auf Eigeninitiative eine Tournee in Japan, produzierte dort eine CD und kam anschließend nach Schweden zurück, wo er von bedeutenden Erfolgen in Japan sprach. Auch wenn Japan nicht unbedingt als sein Durchbruch zu sehen war und seine Platte dort lediglich kurzzeitig bis zum 84. Platz kletterte, war er nun in Schweden bekannt, was Yohio wiederum dazu verhalf mit Heartbreak Hotel an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 teilzunehmen. Der Sänger kam auf den Zweiten Platz und durfte daher Schweden nicht vertreten, kam jedoch mit der Scheibe in die Svensktoppen.

Yohio, dessen Vater Gitarrist der Hardrockband Corrodet ist, wurde 2013, auch wegen seinem gesteilten Aussehen und Auftreten, zum Idol der schwedischen Mädchen, die bei jedem seiner Auftritte den größten Teil des Publikums ausmachten. Es war daher auch nahezu logisch, dass Yohio 2014 erneut bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, dieses Mal jedoch bei der Endausscheidung in Stockholm mit To the End auf dem sechsten Platz landete. Nach einer Nebenrolle als Schauspieler in der Fernsehserie Jordskott wird Yohio im November 2015 als Schneewittchen im Maximteatern in Stockholm seinen Einstieg in die Welt des Musicals machen.


12. Juli 1698: Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte
12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1931: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 7. Mai 2015

Die Swedish Music Hall of Fame in Stockholm

Wie so viele Ideen, so kam auch die Gründung der Swedish Music Hall of Fame über die USA nach Schweden, denn das Zentrum der schwedischen Populärmusik hat die Rock and Roll Hall of Fame als Vorbild, auch wenn die Musikhalle in Stockholm auf rein schwedische Künstler und Produktionen setzt und die Geschichte der populären Musik des Landes von 1920 bis zur Gegenwart beleuchten will. Die Music Hall of Fame bietet daher ein weitaus größeres, wenn auch lokales, musikalisches Spektrum als das amerikanische Vorbild.

Am 7. Mai 2013 hatte das Publikum erstmals Zugang zur Swedish Music Hall of Fame, der auch ABBA The Museum angeschlossen ist, das am gleichen Tag für das Publikum öffnete. Das Gebäude verfügt mit seinen 2100 Quadratmetern allerdings nicht nur über die Musikhalle und das ABBA-Museum, sondern auch über ein der Stiftung angeschlossenes Hotel und ein Restaurant, die auch die Ausstellungen und andere Ausgaben der Musikhalle, zumindest teilweise, finanzieren sollen.

Die Swedish Music Hall of Fame soll vor allem an Hand von permanenten und temporären Ausstellungen die Geschichte der schwedischen Populärmusik zeigen und erklären, sowie eine Anregung für alle sein, die einen Beitrag zum Musikgeschehen Schweden leisten wollen. Neben den Ausstellungen bietet die Musikhalle auch Vorträge und Kurse an. Jedes Jahr wählt eine Jury schwedische Musiker, Sänger und Produzenten, die seit mindestens 20 Jahren im Geschäft sind, in die Hall of Fame. Bis Ende 2015 handelt es sich bereits um 22 Künstler, die damit geehrt wurden. Der Eintritt für Erwachsene liegt 2015 bei 195 Kronen, wobei hierbei der Eintritt in das ABBA-Museum inklusive ist.


7. Mai 1697: Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder
7. Mai 1840: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
7. Mai 1856: Die Erweckungsbewegung innerhalb der Svenska Kyrkan
7. Mai 1916: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
7. Mai 2001: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Juni 2014

Der schwedische Sänger Magnus Carlsson

Magnus Carlsson wurde am 24. Juni 1974 im westschwedischen Fristad bei Borås geboreneinem Ort, in dem er bereits sehr früh im Kinderchor zu singen begann und später im Jugendchor weiterwirkte. Als Magnus 12 Jahre alt war, lernte er Piano zu spielen und wenig später nahm er an seinem ersten Talentwettbewerb teil, der auch im Fernsehen übertragen wurde. Da sich Magnus Carlsson sehr früh für eine Karriere innerhalb der Musik entschieden hatte, zog er mit 16 Jahren nach Göteborg um dort ein Musikgymnasium zu besuchen dem er eine vierjährige Ausbildung in Gesang und klassischem Piano an der Musikhochschule anschloss.

Die musikalische Karriere begann für Magnus Carlsson bereits im Gymnasium, als er mit einigen Freunden die Tanzband Barbados gründete, eine Band, die bereits 1994 mit Hold me zu einer der bedeutendsten Tanzbands Schwedens wurde und insgesamt, neben mehreren Singles, zwölf Alben veröffentlichte und dreimal an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahmen, bis Carlsson im Dezember 2002 Barbados verließ und Mitglied der Popgruppe Alcazar wurde. In kürzester Zeit gelang es Alcazar international bekannt zu werden, wobei ihr größter Erfolgshit Crying at the Discotheque bisher 13 Millionen Mal verkauft wurde. Als sich Alcazar im Herbst 2005 für eine längere Pause entschied, begann Magnus Carlsson an einer Solokarriere zu arbeiten.

Bereits im Frühjahr 2006 nahm Magnus Carlsson dann als Solosänger mit Lev livet! an der Vorausscheidung zum ESC teil und kam auf Anhieb in die Endausscheidung, ohne allerdings im Globen in Stockholm den Sieg erringen zu können. In den Folgejahren zeigte Carlsson seine Vielseitigkeit und hatte sowohl als Operettensänger als mit Musicals und Volksmusik einen bedeutenden Erfolg, auch wenn dieser nicht mehr an jenen mit Barbados und Alcazar herankam. Carlsson singt auch weiterhin vor ausverkauften Häusern, gerät jedoch, nach der Veröffentlichung von vier Weihnachtsalben, immer mehr auf die Liste der Weihnachtskünstler, der bei allen großen Weihnachtstourneen in Schweden auf der Bühne stehen.


24. Juni 1687: Die Kupfergrube in Falun stürzt ein
24. Juni 1756: Olof Celsius der Ältere und die Botanik der Bibel
24. Juni 1833: Gustaf Åkerhielm, Ministerpräsident Schwedens
24. Juni 1853: Die Weltumseglung der HMS Eugenie
24. Juni 1920: Åland, die finnischen Inseln mit schwedischer Kultur
24. Juni 1923: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
24. Juni 2004: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 20. März 2014

Der schwedische Gitarrist und Sänger Joakim Thåström

Joakim Thåström, oft Pimme genannt, wurde am 20. März 1957 geboren und begann bereits in seiner Jugend erfolgreich Musik zu machen. Helt Sonika, die erste Band, die er gemeinsam mit einigen Freunden gegründet hatte, spielte in Jugendklubs, auf Festivals und war in Stockholm bald ein Begriff. Auf dem Höhepunkt stießen zwei weitere Musiker zur Gruppe und die Band wurde in The Haters umbenannt, allerdings nur für drei Tage, denn die Punkgruppe wählte dann den neuen Namen Ebba Grön, nach einem Polizeikode, der bei einer Terroristenjagd benutzt worden war.

Als die Blütezeit des Punk und der Gruppe Ebba Grön zu Ende ging, entschied sich Joakim Thåström und seine Freude die Band aufzulösen und sie schufen Rymdimperiet, eine Gruppe, die nach der Veröffentlichung von drei Singles den Namen Imperiet annahm. Wie schon Ebba Grön, entwickelte sich Imperiet zu einer schwedischen Kultband, die Punk mit Elektronik verband, jedoch trotz seines Erfolges nur bis 1988 bestand. Thåström suchte danach eine neue Richtung und der Gitarrist und Sänger wechselte das Land und begann in Holland mit Peace, Love and Pitbulls eine englischsprachige Karriere, die Schweden kaum erreichte, Thåström jedoch in anderen europäischen Ländern bekannt machte. 2003 kehrte Thåström mit der Gruppe Sällskåpet, die noch heute aktiv ist, jedoch zurück zur schwedischen Sprache.

Parallel zur Arbeit mit den verschiedenen Bands arbeitete Joakim Thåström auch immer wieder an Solokarrieren, die in mehrere Epochen und musikalische Stile einzuteilen sind. Es begann mit Songs wie Alla vill till himlen und dem ersten Album Thåström im Jahre 1889, führte 1999 mit seiner zweiten Solokarriere zu Songs wie En vacker död stad und führte 2009 zu Titeln wie Långtbort und dem Album Kärlek är för dom. Das bisher letzte Album als Soloartist veröffentlichte Thåström am 15. Februar 2012 unter dem Titel Beväpna dig med vingar mit dem er im gleichen Jahr auch auf Tournee ging.


20. März 1413: Landskrona, die Hauptstadt Skånes 
20. März 1413: Landskrona wird Stadt und zum Handelszentrum
20. März 1600: Das Blutbad von Linköping
20. März 1799: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten 
20. März 1902: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten 
20. März 1989: Der Mord von Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin