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Donnerstag, 28. Februar 2019

Die Schlacht bei Helsingborg als Sieg gegen Dänemark

Seit dem Frieden von Roskilde im Jahr 1658 wollte Dänemark ihre einstigen Besitztümer im Süden Schwedens zurückerobern, und nachdem bereits mehrere Versuche gescheitert waren, sah der König Dänemarks im Jahr 1710 seine große Chance, denn Schweden hatte im vorhergehenden Jahr beim Krieg gegen Russland in Poltawa sehr große Verluste erlitten und war nun auf keinen weiteren Krieg vorbereitet. Dänemark bereitete daher eine Invasion Südschwedens vor und hatte den Plan mit über 14.000 Soldaten den Teil Schwedens zurückzuerobern, der die Stadt Kopenhagen wieder in die Mitte des Reiches versetzen sollte.

Ende des Jahres 1709 legten die dänischen Schiffe daher an der schwedischen Küste an und begann mit der Invasion Schonens. Wie zu erwarten war, mussten sich die schwedischen Truppen unmittelbar zurückziehen und Generalleutnant Jørgen Rantzau machte sich auf den Weg nach Karlskrona, wo die Flotte der Schweden lag. Womit  Rantzau nicht gerechnet hatte, war, dass im Småland bereits neue Truppen ausgebildet wurden und Magnus Stenbock, der Gouverneur Schonens, sich nicht wirklich zurückgezogen hatte, sondern den dringend benötigten Nachwuchs holte und dann mit neuer Stärke den Kampf gegen Dänemark aufnahm. Die dänischen Soldaten erreichten daher nie Karlskrona, sondern wurden bis Helsingborg zurückgedrängt.

Am 28. Februar 1710 (schwedischer Kalender) kam es dann gegen die Mittagszeit zum entscheidenden Kampf zwischen Schweden und Dänemark. Da sich der schwedische Befehlshaber gut auf diese Schlacht vorbereitet hatte, der dänische jedoch die Lage falsch eingeschätzt hatte, war der Kampf bald zu Gunsten der Schweden entschieden und die Dänen hatten nach wenigen Stunden die Hälfte ihrer Soldaten verloren. Das restliche dänische Militär zog sich vorerst in die Stadt Helsingborg zurück, aber am 5. März hatte dann auch der letzte dänische Soldat Schweden verlassen. Diese Schlacht bei Helsingborg gilt als der letzte große Versuch Dänemarks Südschweden zurückzuerobern, auch wenn dieser Plan als solches um diese Zeit noch nicht aufgegeben wurde.


28. Februar 1819: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
28. Februar 1858: Tore Svennberg, Schauspieler und Theaterdirektor
28. Februar 1912: Prinz Bertil, nahezu an der Spitze Schwedens
28. Februar 1924: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee
28. Februar 1960: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
28. Februar 1962: Die schwedische Künstlerin Karin Mamma Andersson
28. Februar 1964: Lotta Lotass und die poetische Prosa des Surrealismus
28. Februar 1966: Schamyl Bauman, Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
28. Februar 1986: Der Mord des Ministerpräsidenten Olof Palme 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. April 2018

Der Oberstatthalter und Generalmajor Rutger Fuchs

Rutger Fuchs kam am 12. April 1682 als Sohn eines Oberleutnants in Malmö zur Welt und begann seine militärische Karriere im Jahr 1699, als er gerade einmal 17 Jahre alt war. Bis 1707 wurde Fuchs in Finnland eingesetzt, wo er, mit wechselndem Erfolg, insbesondere gegen Russland kämpfte. 1705 nahm Fuchs auch am Kriegszug Cornelius Anckarstjernas gegen Sankt Petersburg teil, der nicht nur scheiterte, sondern bei dem Fuchs auch erstmals schwerer verletzt wurde. Bereits 1705 wurde Rutger Fuchs dann nach Schweden zurückbeordert und zum Major des Dalregementes ernannt.

Zwei Jahre später wurde Rutger Fuchs zum Oberleutnant befördert und folgte in dieser Eigenschaft mit Magnus Stenbock nach Deutschland, wo der Kriegsherr bei der Schlacht bei Gadebusch so schwer verletzt wurde, dass er sich ein Jahr lang nur auf Krücken fortbewegen konnte uns bis zu seinem Tod am 10. April 1753 hinkte. Dies hielt Fuchs natürlich nicht davon ab 1716 unter Karl XII. gegen Norwegen in den Krieg zu ziehen. In diesem Zusammenhang wurde Fuchs auch in den Adelstand aufgenommen. Als der Kriegsherr dann im Jahr 1719 auch noch einen bedeutenden Sieg mit seiner Heer, das aus kaum 800 Männern bestand, wurde Fuchs vom König zum Freiherren und Generalmajor ernannt.

Ab dieser Zeit betätigte sich Rutger Fuchs auch als Politiker und schloss sich dabei Arvid Horn und der Hutpartei an, die sich insbesondere für die Ausdehnung Schweden
s und eine deutliche Kriegspolitik einsetzte. Als Fuchs dann 1740 als Statthalter für Stockholm eingesetzt wurde, änderte er plötzlich seine Einstellung zum Krieg, verließ die Hutpartei um sich den Mützen anzuschließen, die für eine Friedenspolitik Schwedens kämpften. Als Statthalter Stockholms war Fuchs allerdings nicht sehr beliebt, da er politischen Gegnern mit der größten Grausamkeit entgegentrat und nur seine persönliche Meinung gelten ließ.

10. April 1216: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens
10. April 1728: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss
10. April 1833: Axel Kumlien, der Architekt für Bahnhöfe und Krankenhäuser
10. April 1902: Der Kunstsammler und Mäzen Pontus Fürstenberg
10. April 1929: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow
10. April 1946: Mikael Wiehe, mit Allsång die Regierung stürzen
10. April 1947: Die schwedische Sängerin Lena Maria Gårdenäs
10. April 1990: Das Ivar Lo-Johansson Museum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Februar 2014

Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft

Magnus Stenbock. Der am 12. Mai 1665 geboren wurde, gehört zu jenen Männern der schwedischen Geschichte, die durch ihre Leistungen zu größten Ehren kamen, aber durch ihren Fanatismus und ihre Überheblichkeit stolperten. Für Magnus Stenbock bedeutete dies, dass er am 23. Februar 1717 im Alter von 51 Jahren in einem dänischen Verlies unter den übelsten Verhältnissen starb. Auf Grund seiner Leistungen für Schweden wurde jedoch sein Leichnam nach Uppsala gebracht um dort in der Kathedrale beerdigt zu werden. In Helsingborg findet man selbst eine Ritterstatue des Feldherren, was extrem selten ist für Schweden, da dort normalerweise nur Könige zu Pferde abgebildet wurden.

Der Aufstieg von Magnus Stenbock begann nach einigen Reisen in den Jahren 1684 und 1685 nach Holland und Frankreich, als er sich entschied in den militärischen Dienst einzutreten. Auf Grund seiner Reisen wurde er von Karl XI. 1688 an der Spitze einer Hilfstruppe nach Holland geschickt um die Niederlande gegen Frankreich zu verteidigen. Bei der Schlacht bei Fleurus nur zwei Jahre später war der Name Magnus Stenbock in aller Munde, da er dabei extremen Mut bewiesen und persönlich einige französische Soldaten gefangen genommen hatte. Zwölf Jahre lang bewies der Feldherr seine Fähigkeiten, in Narva, Kliszów, Helsingborg und Gadebusch, bis es 1713 zur Kapitulation bei Tönningen kam und Stenbock von den Dänen gefangen genommen wurde.

Zu Beginn seiner Gefangenschaft wurde Magnus Stenbock auch in Dänemark wie ein großer Feldherr behandelt, lebte in einem Palast und durfte jede Art von Besuchen empfangen. Nachdem Stenbock jedoch bei diesen Treffen und seinem regen Briefwechsel Geheimnisse an die Schweden weitergab, wurde er ein Jahr später von den Dänen der Spionage angeklagt und ins Kastell Fredrikshavn transportiert. Aber auch hier intrigierte Magnus Stenbock noch gegen die Dänen und arbeitete auch einen Fluchtplan aus. Als jedoch die Dänen den in seinen Briefen angewandten Code entschlüsselt hatten und daher über alle seine Pläne und Kontakte informiert waren, war die Geduld des dänischen Königs endgültig zu Ende und er wurde im übelsten Verließ der Festung untergebracht. Jedes seiner Gnadengesuche wurde auf Grund seines Verhaltens abgelehnt, so dass er nach nur wenigen Jahren in Gefangenschaft starb.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung 
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin