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Freitag, 15. Februar 2019

Der Reichsrat Claes Fleming af Liebelitz

Claes Fleming, bisweilen Klas Fleming geschrieben, kam am 15. Februar 1649 als Sohn eines Admirals und Oberstadthalters in Stockholm zur Welt und erhielt eine nahezu militärische Bildung bei der er jedoch auch ein breites Allgemeinwissen erwarb. 1662 begann Claes Fleming ein Studium an der Universität Uppsala, das er jedoch 1669 in Åbo, dem finnischen Turku, beendete, da der Vater dorthin als Gouverneur versetzt worden war. Wie zu jener Zeit üblich begab sich Fleming anschließend auf eine längere Auslandsreise, die er mit einem kürzeren Studium in Groningen und einem militärischen Einsatz in Frankreich unterbrach. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahr 1674 wurde der 25-jährige Fleming in der königlichen Kanzlei beschäftigt.

Claes Fleming wurde insbesondere in der Finanzverwaltung tätig und gewann dabei die Gunst des Königs Karl XI., der ihn 1680 zum Landmarschall ernannte und ihm rinrn bedeutenden Einfluss bei der Regierungsreformen gab. Bei den angestrebten Reformen zeigte sich Fleming sehr diplomatisch und konnte die Entscheidungen so beeinflussen, dass der König für keinerlei Fehler verantwortlich gemacht werden konnte. Diese diplomatische Fähigkeit zeigte sich für Fleming sehr vorteilhaft, denn dadurch gab ihm der König eine steigende Machtstellung und ernannte ihn sogar zum Kanzler der Universität Lund.

Claes Fleming erhielt unter Karl XI. die Oberaufsicht über das gesamte Finanzwesen Schwedens, wobei er ab 1684 auch der Präsident des Bergkollegiums und des Staatsbüros war. Als deutlicher Unterstützer des Königs wurde Fleming jedoch auch zu einem der gehasstesten Männer Schwedens, was heute schwer zu verstehen ist, da Fleming für seine Leistungen kaum entlohnt wurde und er bis zu seinem frühen Tod am 31. Juli 1685, als er auf dem Weg nach Aachen war, sehr arm war. Dank seiner Dienste versorgte der König anschließend seine Ehefrau und seine Kinder, die ohne diese Unterstützung, auf der Straße gelandet wären.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1714: Der Admiralgeneral Hans Wachtmeister af Johannishus
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 1897: Der schwedische Künstler Alfred Nyström
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 12. März 2018

Der Reichsrat Gustaf Kurck

Gustaf Kurck wurde am 10. Oktober 1624 als Sohn eines Reichsrates in Järstad, dem heutigen Mjölby, geboren, verbrachte jedoch seine Kindheit überwiegend im heutigen Finnland, wo der Vater erst Stadthalte von Åbo (Turku), später vom Schloss Viborg, war und zudem als Präsident des Oberlandesgerichts in Åbo eingesetzt war. Im Jahr 1634 schrieb sich Kurck an der Universität Uppsala ein und 1642 bis 1643 noch an Universität in Leiden. Gegen Ende des 30-jährigen Krieges wurde Kurck Offizier und 1656 nahm er am Winterfeldzug des Königs Karl X. Gustav teil.

Im Jahr 1664 wurde Gustaf Kurck zum Reichsrat ernannt und drei Jahre später zum Kriegsrat und in das Kriegskollegium gewählt. In dieser Eigenschaft zeigte Kurck sehr deutlich seinen Charakter, denn er gehörte zur kleinen Gruppe der Politiker, die sich für jede nur denkbare Sparmaßnahme einsetzten, zumindest so lange es nicht ihn selbst betraf, denn trotz der angestrebten Sparmaßnahmen forderte er 1667 als Donation das Kexholm län und, als Stadthalter der Länder, die Königin Kristina unterhielt, gelang es ihm  über 20.000 Taler zu seien Gunsten zu veruntreuen, die die Königen allerdings später von ihm zurückforderte. So sparsam sich Kurck bei politischen Handlungen zeigte, so ausschweifend und gierig zeigte er sich privat.

Die Macht und der Einfluss von Gustaf Kurck verschwanden als König Karl XI. im Jahr 1672 die Macht über das Land übernahm und dabei auch die Machenschaften innerhalb des Reichsrates aufdeckte. Die Folge davon war, dass Gustaf Kurck, wie auch sein Bruder Knut Kurck und Magnus Gabriel De la Gardie erst den Einfluss, dass auch ihre Güter weitgehend verloren und 1682 schließlich gezwungen wurden den Reichsrat zu verlassen. Kurck, der sich auf Grund seiner Machenschaften zu einem der reichsten Adeligen Schwedens entwickelt hatte, durfte nur das Gut Ållonö behalten, wo er auch am 12. März 1689 starb.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1610: Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens
12. März 1899: Das Musik- und Theatermuseum in Stockholm
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle
12. März 1929: Der Sänger und Musiker Owe Thörnqvist
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
12. März 1995: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 18. Februar 2018

Der Reichsrat Johan Göransson Gyllenstierna

Johan Göransson Gyllenstierna kam am 18. Februar 1635 als Sohn eines Admirals auf Gut Älvsjö bei Stockholm zur Welt und studierte an der Universität Uppsala um sich auf eine gehobene Laufbahn vorzubereiten. Nach Ende seines Studiums im Jahr 1658 traf er König Karl X. Gustav, der ihn unmittelbar zu seinem Kammerherren machte und ihn nur wenige Jahre später auch zum Kanzleirad ernannte. Die politische Denkweise Gyllenstiernas trat bereits bei den Reichstagen der Jahre 1660 und 1664 zu Tage, denn er wollte die Macht des Hochadels, zu dem er auch selbst zählte, beschränken und die Macht des Königs stärken.

Unter der Vormundschaftsregierung von Karl XI. stieg Johan Göransson Gyllenstierna weiter im Rang. 1668 war er bereits Landmarschall und vertrat im Reichsrat die Meinung, dass Schweden von innen gestärkt werden müsse und die eigenen Werte über jene anderer Länder stellen müsse, was ihn zum erbittertesten Feind von Magnus Gabriel De la Gardie machte, der sich für eine gegenüber Frankreich freundliche Politik einsetzte und damit Schweden in der Krieg zog. Nur Gyllenstierna war dann der Sieg in diesem Krieg zu verdanken, was ihm beim König zum absoluten Vertrauen verhalf. Jede künftige Entscheidung zur Politik kann mehr oder weniger auf den Rat Gyllenstiernas zurückgeführt werden.

Im Jahr 1679 gelang es Johan Göransson Gyllenstierna beim Friedenskongress in Lund die nordischen Länder zu einer gemeinsamen Auslandspolitik zu bringen und eine Münzkonvention zu unterzeichnen. In Skåne (Schonen) gelang es dem Politiker sogar die Bauern auf die Seite des Königs zu bringen, was im Grunde auf eine bedeutende Weitsicht Gyllenstiernas hinweist. Als der Politiker vom König beauftragt wurde einen neuen und sicheren Hafen für die schwedische Marine zu suchen, so fiel seine Wahl auf Karlskrona, den sichersten Hafen in der Geschichte Schwedens. 1679 wurde Gyllenstierna zum Generalgouverneur der früheren dänischen Besitzungen ernannt. Seine weiteren Pläne zur Stärkung Dänemarks konnte der Politiker jedoch nicht mehr verwirklichen, da er nach einer plötzlichen Krankheit am 10. Juni 1680 im Alter von 45 Jahren starb.


18. Februar 1527: Peder Jakobsson wird als Staatsfeind hingerichtet
18. Februar 1602: Per Brahe der Jüngere und Visingsö im Vättern
18. Februar 1860: Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens
18. Februar 1862: Die Männergesellschaft Concordia in Örebro
18. Februar 1862: Hans Larsson, Philosoph und Schriftsteller
18. Februar 1908: Das Dramaten in Stockholm, das Nationaltheater Schwedens
18. Februar 1928: Die schwedische Künstlerin Karin Larsson
18. Februar 1956: Ted Gärdestad und der Tod unter der Eisenbahn
18. Februar 1960: Per Hallström, der Schriftsteller der nordischen Schwermut
18. Februar 1981: Ebba von Sydow, Trendbücher die eine Generation beeinflussen

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. Februar 2018

Der Admiralgeneral Hans Wachtmeister af Johannishus

Als Hans Wachtmeister am 15. Februar 1714 in Stockholm starb, ging er nicht nur als bedeutender Admiral in die schwedische Geschichte ein, sondern auch als der Mann, der im Auftrag des Königs Karl XI. die Stadt Karlskrona gegründet hatte, die Flotte, die bis dahin in Stockholm stationiert war, nach Karlskrona brachte und dort eine Kirche, ein Krankenhaus, Schulen und natürlich den am besten gesicherten Hafen Schwedens angelegt hatte. Im Jahr 1681, nur wenige Jahre vor der Gründung Karlskronas war Wachtmeister vom König sowohl zum Admiralgeneral und zum königlichen Ratgeber ernannt worden.

Hans Wachtmeister kam am 24. Dezember 1641 als Sohn eines Reichsrats in Stockholm zur Welt und erhielt daher auch eine ausgezeichnete Bildung. Nach Abschluss der Ausbildung ging Wachtmeister 1661, gemeinsam mit seinem Bruder Axel, nach Italien und besuchte, unter anderem auch Königin Kristina. Die Königin finanzierte ihm dann auch ein Studium in Rom und ernannte ihn zum Kammerherrn. Nach einer Reise nach Paris und Holland verpflichtete sich Wachtmeister als Freiwilliger bei der englischen Marine und nahm an mehreren Kämpfen gegen Holland teil, bevor er 1666 nach Schweden zurückkehrte und unter Wolmer Wrangel am Krieg gegen Bremen teilzunehmen, und anschließend Kammerherr des Königs zu werden.

Auch in den Folgejahren nahm Hans Wachtmeister an zahlreichen Schlachten teil und erreichte dadurch 1676 den Rang eines Admirals. Als Johan Gyllenstierna ein Jahr später den Auftrag erhielt Blekinge zurückzuerobern, erhielt dieser Hans Wachtmeister als Helfer des Auftrags, was auch zum Sieg führte. Nach diesem Erfolg erhielt Wachtmeister den Befehl über die gesamte schwedische Flotte und verteidigte erfolgreich mehrmals Kalmar und Öland. 1682 wurde Hans Wachtmeister schließlich auch zum Präsidenten des Admiralkollegiums ernannt und wenig später auch zum Generalgouverneur der Region Kalmar, Öland und Blekinge.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 1897: Der schwedische Künstler Alfred Nyström
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 3. Juni 2016

Gustaf Cronhielm, Kanzleipräsident und Reichsrat

Als Gustaf Cronhielm am 3. Juni 1737 in Stockholm starb, konnte er auf eine bedeutende politische Karriere zurückblicken und er er hinterließ ein Vermächtnis, das ihn bis heute mit dem schwedischen Rechtssystem verbindet, denn mit der Überarbeitung und Bearbeitung der damaligen Gesetze schuf er das sogenannte Gesetz des Jahres 1734, das als die Grundlage der heutigen Gesetze in Schweden und in Finnland betrachtet wird. Es handelt sich dabei um die bisher letzte Gesamtrevision der schwedischen Gesetze, die das Kristofers landslag und die stadslagen ersetzte, also regionale und städtische Gesetze, ein Gesetz, das 1736 in Kraft trat..

Gustaf Cronhielm war am 18. Juli 1664 als Sohn eines deutschstämmigen Politikers in Stockholm zur Welt gekommen und studierte zwischen 1677 und 1682 an der Universität Uppsala, ein Studium, das er im Reichsarchiv und durch Studienreisen nach London und Paris ergänzte. Nach einem Jahr als Kammerherr am Hofe Württemberg rief ihn Karl XI. zurück nach Schweden um ihn dort zum Hofjunker zu ernennen, und wenig später zum Kammerherren des Kronzprinzen Karl, dem späteren Karl XII. Der wahre Aufstieg begann für Cronhielm jedoch erst 1698, nach dem Tod des Vaters, der Regierungspräsident im Västmanland gewesen war.

Gustav Cronhielm übernahm das Amt seines Vaters und begann sich ab dieser Zeit mehr und mehr für die Politik zu interessieren, was ihn schließlich über das Amt des Landmarschalls bis zum Hofkanzler und königlichen Berater führte. Mit diesen hohen Ämtern wurde Cronhielm zum Vorsitzenden der Rechtskommission ernannt, 1713 Kanzler der Universität Lund und 1719 Kanzler der Universität Uppsala. Nachdem Cronhielm jedoch 1719 den Kronprinzen kritisiert hatte, blieb seine seine Stellung am Hof bis zu seinem Lebensende etwas angespannt, aber auf Grund seiner Erfahrungen blieb er Reichsrat und verlor lediglich die Präsidentschaft des Kammerkollegiums.


3. Juni 1605: Hogenskild Bielke wird in Stockholm hingerichtet
3. Juni 1720: Der dritte Frieden von Stockholm
3. Juni 1924: Der Nobelpreisträger Torsten Wiesel
3. Juni 1954: Monica Törnell, vom Kinderstar zum Eurovision Song Contest
3. Juni 1990: Die schwedische Schauspielerin Aino Taube

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 19. Dezember 2015

Die Caroli kyrka, die Deutsche Kirche in Malmö

Die am 19. Dezember 1880 eingeweihte Caroli kyrka in Malmö, in der seit 2010 keinerlei Gottesdienste mehr abgehalten werden, da sie ein Jahr vorher privatisiert worden war und 2010 auch entweiht wurde, spielt eine besondere Rolle in der Kirchengeschichte Schwedens, was eventuell auch dazu beigetragen hat dass sie auch im Inneren noch den Aspekt einer Kirche beibehalten hat, auch wenn die ursprüngliche Altartafel durch eine modernere ersetzt wurde und keine sakralen Werte mehr im Bau zu finden sind.


Die Geschichte der Caroli Kirche geht im Grunde bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurück, als in Malmö sehr viele Deutsche wohnten, die mangels einer eigenen Kirche regelmäßig jene in Kopenhagen besuchten. Mit dem Frieden in Roskilde im Jahre 1658 änderten sich jedoch die Verhältnisse, denn das vorher dänische Schonen gehörte plötzlich zu Schweden und Kopenhagen war damit keine Alternative mehr. Da sich die deutsche Gemeinschaft jedoch auch nicht der im Grunde obligatorischen Svenska Kyrkan anschließen wollte, baten sie den König Schwedens um eine Ausnahmegenehmigung, die ihnen Karl XI.  auch gewährte. Bereits am 1. Oktober 1693 konnte dann die deutsche Kirche eingeweiht werden, wobei sie zu Ehren des Königs auch den Namen Caroli kyrka erhielt.

Bis 1778 wurde der Gottesdienst in der Malmöer Caroli kyrka ausschließlich in Deutsch abgehalten und nach einer Übergangszeit musste die Kirchengemeinde dann 1831 ganz auf schwedisch übergehen. Die deutsche Gemeinde wuchs, die kleine Kirche veraltete und 1879 entschied sich Malmö dafür die Kirche abzureißen und die Kirchengemeinde ganz in die schwedische Versammlung einzugliedern und dafür eine neue Kirche zu bauen, die Sankt Pauli kyrka. Letztendlich wurden dann jedoch zwei Kirchen gebaut und die deutsche Gemeinde erhielt eine neue Caroli kyrka. Die Kirchenversammlung als solches wurde jedoch 1949 aufgelöst und man diskutierte viel über die Zukunft der Kirche, die letztendlich ein Verein verwalten durfte, bis sie im Jahr 2000 an die Musikhochschule Malmö vermietet und 2009 verkauft wurde.


19. Dezember 1666: Die Gründung der schwedischen Universität Lund
19. Dezember 1893: Harry Blomberg und die religiöse Literatur des 20. Jahrhunderts
19. Dezember 1917: Die Knut und Alice Wallenberg Stiftung 
19. Dezember 1954: Frans G. Bengtsson, Militärromantik und die Antidemokratie

19. Dezember 1996: Die Schengener Abkommen in Schweden
19. Dezember 2011: Das Ende der klassischen, schwedischen Saab Automobile

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. September 2015

Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung

Als am 3. September 1686 Karl XI. das neue Kirchengesetz (Kyrkolag) verabschiedete, änderte sich das gesamte schwedische Leben bis zum 1. Januar 1992, denn das alte Gesetz wurde erst zu diesem Datum geändert und trennte dann die Kirche von der Politik. Das Kyrkolagen von 1686 war das erste kirchliche Gesetz, das für ganz Schweden galt und die protestantische Religion vereinheitlichte, aber sie auch zur einzigen Religion des Landes machte, denn in diesem Gesetz war verankert, dass sich Juden, Türken und andere Volksgruppen nur in Schweden niederlassen dürfen nachdem sie sich taufen lassen haben und vollständig nach den Regeln der schwedischen Religion leben.

Das Kirchengesetz von 1686, nach dem Karl XI. nach wie vor das Oberhaupt von Staat und Kirche war, erlaubte jedoch nicht nur die Entwicklung der Svenska Kyrkan nach einheitlichen Regeln, sondern gilt auch als die Grundlage der gesamten schwedischen Bevölkerungsstatistik und führte ein Schulsystem ein, denn die Priester aller Gemeinden wurden dabei angehalten allen Kindern ihrer Versammlung das Lesen beizubringen und sie im christlichen Glauben zu unterrichten. Das Gesetz schuf daher auch die ersten Volksschulen Schwedens, die voll in die Hände der Kirche gegeben wurden, auch wenn Grundbesitzloser und Adelige eigene Schulen für ihre Kinder einrichten durften. Selbst in diesen Privatschulen waren indes meist Priester oder von diesen empfohlene Lehrer die Pädagogen.

Da im Kirchengesetz von 1686 auch festgelegt wurde, dass die Priester aller Gemeinden ein Geburtsbuch, ein Taufbuch, ein Aufgebotsbuch, ein Hochzeitsbuch, ein Todenbuch, ein Begräbnisbuch und selbst ein Einzugs- und Auszugsbuch führen mussten und ein Umzug in eine andere Gemeinde nur mit einem Dokument des zuständigen Priesters möglich war, schuf dieses Gesetz auch die Grundlage für alle statistischen Erfassungen, die es heute ermöglichen jede Person zumindest bis zum Jahr 1749 zurückzuverfolgen. Allerdings schrieb dieses Gesetz auch vor, dass der Gemeindepriester sich um die Armen seiner Gemeinde kümmern muss, also die dafür notwendigen Summen von den anderen Gemeindemitgliedern fordern musste oder eine Möglichkeit zu finden hatte, dass die Armen eine sinnvolle Arbeit gegen Entlohnung oder Ernährung leisteten.


3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1935: Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 15. Juni 2015

Die Stockholmer Ausstellung des Jahres 1866

Nachdem die Idee eines gemeinsamen politischen Skandinaviens ab Mitte des 19. Jahrhunderts als endgültig gescheitert betrachtet wurde, entschieden sich die nordischen Länder nun auf eine kulturelle Zusammenarbeit zu setzten um auf diese Weise eine nordische Einheit zu zeigen. In dieser Idee plante man für 1866 in Stockholm eine Kunst- und Industrieausstellung nach europäischem Muster, die am 15. Juni 1866 von Prinz Oscar, dem späteren Oscar II., und Königin Lovisa eingeweiht wurde. Man rechnet diese Ausstellung als die erste internationale Kunst- und Industrieausstellung im nordischen Raum.

Als Messeplatz wurde der Kungsträdgården, das neu eröffnete Nationalmuseum und der im Bau befindliche Södra tunneln gewählt. Im Kungsträdgården errichtete Adolf Wilhelm Edelsvärd das Ausstellungsgebäude aus Holz in dem 3800 Aussteller aus Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland Platz fanden. Gemäß der Eröffnungsrede des Prinzen sollte die Ausstellung dem schwedischen Volk neue technische Erkenntnisse erklären und ihnen die Kunst näher bringen um Schweden innerhalb der internationalen Konkurrenz zu stärken. Die gesamte Eröffnung wurde vom Hoffotografen Johannes Jaeger fotografiert, der die Bilder unmittelbar entwickelte und König Karl XI. an seinem Krankenbett präsentierte. In der Geschichte der schwedischen Fotografie gilt diese Handlung als die erste Reportagefotografie des Landes.

Auf der Stockholmer Ausstellung des Jahres 1866 konnte man die Molins föntän (Molin-Brunnen), der noch heute den Kungsträdgården dominiert, bereits als Modell sehen, ein Springbrunnen, der immer noch an diese Ausstellung erinnern soll. Allerdings zeigte diese erste große Ausstellung in Skandinavien nicht den gewünschten Erfolg, denn während die Ausgaben bei 400.000 Reichstalern lagen, erzielte man durch die Eintritte gerade einmal 135.000 Reichstaler und aus dem Ausland kamen während der vier Monate nur etwa 50.000 Besucher, ein Zehntel der erhofften Menge. Erst bei der nächsten Stockholm Ausstellung im Jahre 1897 zeigte sich dann auch der Erfolg, da man 31 Jahre später zwei Millionen Besucher zählen konnte.


15. Juni 1587: Freiherr Gabriel Gustafsson Oxenstierna
15. Juni 1587: Gabriel Gustafsson Oxenstierna auf Tyresö Schloss
15. Juni 1744: Maria Kristina Kiellström, bekannt als Ulla Winblad
15. Juni 1926: Gun Kessle und die Dritte Welt
15. Juni 1981: Kodjo Akolor, Komiker wider seinen Willen
15. Juni 1998: Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 3. April 2015

Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen

Olof Palme starb am 3. April 1918, im Alter von 35 Jahren, durch die Kugel eines unbekannten Schützen, allerdings nicht wie später sein Verwandter, der Ministerpräsident Olof Palme, in Stockholm, sondern bei seinem Einsatz in Finnland als Mitglied der freiwilligen schwedischen Einheit. Palme hatte an der Universität Uppsala Geschichte studiert und beim Ausbruch des finnischen Bürgerkrieges die Einheit der Freiwilligen gegründet, wenn auch weniger um Finnland zur Unabhängigkeit zu verhelfen, sondern um Russland zu verjagen und Finnland wieder zu schwedischem Besitz zu machen.

Olof Palme galt als extrem intelligent, jedoch auch als Einzelgänger. Nach seiner Hochschulreife studierte er an der Universität Uppsala Geschichte, wobei er sich insbesondere für die Zeit von Karl XI. interessierte sowie für die alte Geschichte Schwedens. Bereits als Student war er ein aktiver Gegner jeder demokratischen Bewegung und die Gründung der schwedischen Brigaden sollte vor allem dazu dienen Schweden wieder zu seiner natürlichen Größe zu führen. Der größte Feind dieses Ziel waren für Palme die Bolschewiken, die auch dem Volk eine Macht geben wollten.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Olof Palme, der am 21. September 1884 im finnischen Burgå geboren wurde und den man auf der extremsten rechten Linie suchen muss, bereits während des Ersten Weltkriegs an allen nationalistischen Bewegungen beteiligt war, denn er sammelte 1914 für den privaten Kreuzer Geld, er unterstützte das Großmachtdenken von Gustav V. mit einem Umzug der Studenten unterstützte und jedes sozialistische Denken bekämpfte, da Arbeitern in seinen Augen keine Recht hatten. Da Olof Palme nur wenige Tage vor dem sehr blutigen Ende des finnischen Bürgerkriegs durch eine Kugel getötet wurde, erinnert heute sehr wenig an die Person, die für einen Teil der Schweden immer noch ein Kriegsheld ist.


3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens 
3. April 1756: Der schwedische Hofdichter Carl Gustaf af Leopold 
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter 
3. April 1823: Erik Johan Stagnelius, der Aussenseiter unter den Dichtern 
3. April 1927: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens 
3. April 1945: Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 2. September 2014

Der Beginn des Schonischen Krieges

Auch wenn die Ursache des Schonischen Krieges darauf beruhte, dass Dänemark die beim Frieden von Roskilde im Jahre 1658 abgetretenen Gebiete von Schweden zurückerobern wollte, so kam es nur deswegen zu diesem Krieg, weil Magnus Gabriel de la Gardie, als Vormund von König Karl XI., eine Militärallianz mit Frankreich eingegangen war und deswegen gezwungen war in einen nahezu europaweiten Krieg einzugreifen, den Frankreich mit den Niederlanden begonnen hatte. Die schwedische Armee hatte bei diesen Auseinandersetzungen bedeutende Schwächen gezeigt, die Dänemark wiederum davon überzeugten, dass das mächtige Schweden nicht unbesiegbar ist.

Am 2. September 1675 erklärte daher Dänemark Schweden den Krieg und hatte, unter anderem auch dank holländischer Hilfe, sehr bald Pommern und Bremen eingenommen sowie die Dominanz über die Ostsee gewonnen. Schweden war auf keinerlei Verteidigungskrieg vorbereitet, da es sich bei den vorhergehenden Kriegen immer um Angriffskriege handelte, hatte jedoch plötzlich Skåne, Blekinge, Halland und das Bohuslän zu verteidigen. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern sollten bis 1676 fortsetzen, denn erst mit der Schlacht bei Lund am 4. Dezember 1676 errang Karl XI. den entscheidenden Sieg, bei dem allerdings auf beiden Seiten die Hälfte aller Soldaten umgekommen waren.

Als es dann am 23. August 1679 zum Frieden in Fontainebleau zwischen Dänemark und Schweden kam, war Schweden wirtschaftlich dem Ruin nahe, denn der Schuldenberg des Landes war immens und ganz Skåne musste neu aufgebaut werden. Gleichzeitig war während des Schonischen Krieges auch deutlich geworden, dass das militärische System Schwedens geändert werden musste und nicht mehr willkürlich Bauern und Knechte zwangseingezogen werden konnten, sondern neben dem Berufsheer auch Soldaten nötig waren, die auf einen Krieg vorbereitet waren und bei längeren Auseinandersetzungen nicht Haus und Hof verloren, die während der Abwesenheit niemand bewirtschaften konnte.


2. September 1807: Fredrika Charlotta Runeberg, die erste Journalistin Finnland
2. September 1854: Die Bomarsunds Festung auf Åland
2. September 1889: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald
2. September 1925: Gunnar Nilson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
2. September 1932: Johan August Gustafsson, der Bauern-Skultör aus Öland
2. September 2013: Oktoberfestbier in der schwedischen Systembolaget 

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 17. August 2014

Die Schlacht bei Halmstad (Schlacht bei Fyllebro)

Die Schlacht bei Halmstad, auch als Schlacht bei Fyllebro bezeichnet, am 17. August 1676 gilt als die entscheidende Schlacht während des Schonischen Krieges zwischen Schweden und Dänemark. In der Tat handelte es sich auch um den letzten Kampf, der im Halland zwischen den beiden Ländern ausgetragen wurde. Obwohl die Schlacht bei Halmstadt keine bedeutende militärische Leistung war und den Skånska Kriget (Schonischer Krieg) nicht beendete, so gab der Sieg dem schwedischen Heer ein bedeutendes Selbstvertrauen, das teilweise auch für die kommenden Erfolge verantwortlich war.

Die Situation der Schweden war noch kurz vor der Schlacht bei Halmstad problematisch, da nicht nur Dänemark im Halland kämpfte, sondern auch Norwegen Göteborg angegriffen hatte und sich im Grunde mit den Dänen vereinen wollte um Schweden endgültig den Zugang zum Meer zu verwehren. Nur kurz zuvor hatte Karl XI. zudem eine Niederlage bei Öland erlebt, der Dänemark die Vormacht über die Ostsee gegeben hatte. Gleichzeitig waren die Dänen auch in Skåne am Vormarsch und die schwedischen Truppen mussten sich immer weiter zurückziehen. Die Moral der Soldaten lag daher nahezu am Boden als ein neuer Kampf auf sie wartete.

Die Schlacht bei Halmstad entschied sich im Grunde bereits beim ersten Angriff der Schweden, denn die dänischen Führer überschätzten die schwedischen Stärken und wählten daher statt dem Angriff eine Verteidigungsstellung. Nur deswegen konnte Schweden auf die Verstärkung warten und griff erst dann tatsächlich an als sie in der Übermacht waren. Erneut beurteilten die Dänen die Lage falsch, denn natürlich hatten ihre Späher mittlerweile erkannt, dass die ursprüngliche Kavallerie relativ klein war. Als daher der dänische Befehlshaber Duncan letztendlich doch zum Angriff überging, kam die von Schween erwartete Verstärkung und Schweden konnte das dänische Heer nun zurücktreiben. Als dann auch die Hilfe der Norweger ausblieb, konnte sich Dänemark an dieser Front nur geschlagen geben.


17. August 1473: Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 26. Juli 2014

Königin Ulrika Eleonora von Schweden

Königin Ulrika Eleonora von Schweden die Ältere starb am 26. Juli 1693 im Schloss Karlsberg in Solna und war durch ihre Ehe mit Karl XI. 13 Jahre lang die Königin Schwedens. Bereits 1675 waren die Eheverhandlungen eingeleitet worden, aber als der Schonische Krieg ausbrach (Skånska kriget), wollte der dänische König Fredrik III. seine Tochter nicht mehr mit dem Feind verheiraten. Da jedoch Ulrika Eleonora die zu Beginn erfolgreichen Verhandlungen als Verlobung bezeichnete und jeden anderen Mann ablehnte, musste der dänische König letztendlich der Ehe zustimmen.

Bereits während des Schonischen Krieges zeigte sich, dass Ulrika Eleonora eine Verbindung mit Karl XI. sehr positiv sah, denn sie kümmerte sich in ihrem  Heimatland sehr intensiv um die kriegsgefangenen Schweden und verpfändete selbst ihren Verlobungsring um diesen Nahrung, Kleidung und Medizin verschaffen zu können. Diese Geste bereitete der späteren schwedischen Königin nicht nur eine positive Ankunft in ihrer neuen Heimat vor, sondern verhalf ihr auch zu einer  Popularität beim dänischen Volk.

Auch als Königin Schwedens zeigte Ulrika Eleonora, dass sie sich immer um Arme und Verfolgte kümmerte. Da sie häufig krank war, verzichtete die Königin eher auf das höfische Leben und zeigte sich kaum in der Öffentlichkeit, aber sie zögerte nicht sich für Arme und Kranke einzusetzen. Ulrika Eleonora begnügte sich jedoch nicht mit Gaben, sondern versuchte auf die Dauer zu helfen. Aus diesem Grunde gründete sie mehrere Stiftungen, unter anderem das Armenhaus auf Kungsholmen, das den Namen Drottningshus erhielt, und sie legte ein Kinderheim bei Karlberg an. Nach Unterlagen der Zeit ging ihr Unterhalt zu knapp 90 Prozent an Arme, wobei die Königin allein 1693 rund 17.000 Arme persönlich unterstützte.


26. Juli: Der Bellmansdagen in Schweden
26. Juli 1644: Der Feldherr und Stadtplaner Clas Larsson Fleming
26. Juli 1814: Der letzte Krieg Schwedens, ein Feldzug gegen Norwegen
26. Juli 1919: Bienenhaltung, Imkerverband und Honig in Schweden
26. Juli 2007: Lars Forssell und die Nachkriegsliteratur Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 18. Juli 2014

Elias Palmskiöld rettet wertvolle schwedische Dokumente

Elias Palmskiöld wurde am 18. Juli 1667 unter dem Namen Elias Runell in Stockholm geboren und bekam seinen adeligen Nachnamen Palmskiöld im Jahre 1681 als sein Vater, der damals Reichsarchivar war, in den Adelstand erhoben wurde. Schon in sehr jungen Jahren begleitete Elias seinen Vater ins Archiv und machte sich dort nützlich, unter anderem dadurch, dass er alte Dokumente kopierte, auch wenn der Jugendliche noch nicht wusste wie wichtig sich diese Arbeit später zeigen sollte.

Im Jahre 1679 begann Elias Palmström ein Studium an der Universität Uppsala, das er erst zehn Jahre später abschloss um anschließend die Laufbahn eines Archivars zu beschreiten, auch wenn er dafür zeitweise kostenlos im Archiv arbeiten musste. Seine Arbeit bestand vor allem in der Organisation des Archives, das bereits für Karl XI. durch die Zentralisierung des Staatswesen wichtig war und von seinem Nachfolger, Karl XII., fortgesetzt wurde. Ein gut organisiertes Archiv war zu jener Zeit vor allem für die Kriegsführung bedeutend, da große Teile des Archivs aus Plänen, Verträgen und Abkommen bestand.

Im Jahre 1692 begann Elias Palmskiöld eine Arbeit, die bis heute von größter historischer Wichtigkeit ist und als die Sammlung Palmskiölds bekannt ist, denn der Archivar zeigte sich zum einen unermüdlich in der Radaktion von Schriften zur Politik, zur Geschichte und Topographie Schwedens und stellte dabei auch die grundlegenden Texte zu Erik Dahlberghs Werk Suecia zusammen. Palmskiöld kopierte und sammelte nahezu alle wichtigen Dokumente über Schweden und teilte sie in 20 Themengruppen ein die am Ende seines Lebens 497 Bände ausmachten und 1724 von der Universität Uppsala erworben wurden. Da die Originale sehr vieler dieser Texte durch Brände und aus anderen Gründen verschwanden, ist das Archiv Palmskiölds für Geschichtswissenschaftler noch heute ein unentbehrlicher Schatz.


18. Juli: Der Tag des Bieres in Schweden
18. Juli 1210: Sverker den yngre (Sverker der Jüngere) unter päpstlichem Schutz
18. Juli 1812: Der Frieden in Örebro, Frieden zwischen Schweden und Großbritannien
18. Juli 1871: Die Stockholms Centralstationen, der größte Bahnhof Schwedens
18. Juli 1881: Adolf Fredrik Munck und das Liebesleben von Gustav III.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. Juni 2014

Knut Kurck und der Widerstand gegen die Macht des Königs

Als Knut Kurck am 26. Juni 1690 (einige Quellen nennen auch den 26. Juli 1690 als Todestag) auf Hedensö im Södermanland starb, hatte er alle Ehre und nahezu alle seine Güter verloren, da er sich in seiner Eigenschaft als Ratsherr dafür einsetzte die Königsmacht zu beschränken, aber gleichzeitig dem Adel einen Teil seiner Rechte zu nehmen, da er als Gegner von Magnus Gabriel De la Gardie, der Überzeugung war, dass die Ratsherren eine Pufferzone zwischen König und Adel bilden müssen damit keine der beiden Gruppen seine Macht einseitig ausnutzen könne, eine Meinung, die letztendlich dazu führte, dass ihm der König das Vertrauen entsagte und der Adel sich gegen ihn stellte.

Knut Kurck erhielt, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Gustaf Kurck, seine Bildung an der Akademie in Uppsala (Universitt Up
psala). Im Alter von 20 Jahren begab er sich dann auf eine Studienreise nach Utrecht und Leiden, was zwar zu einer guten Bildung führte, aber auch dazu, dass die beiden Brüder ihr gesamtes Kapital verschleuderten. Als Kurck dann nach Schweden zurückkehrte, lebte er erst bei seinem Vater auf Hedensö, bis ihm Axel Oxenstierena 1651 dazu verhalf vom König die Verwaltung der Region Västmanland angetragen zu bekommen. Nur ein Jahr später ernannte ihn Karl X. Gustav zum Reichsrat und zusätzlich wurde Kurck als Assessor im Kammerkollegium aufgenommen, dessen Präsident er auch drei Jahre später wurde. Kurck behielt die Gunst des Königs bis 1680, als er sich weigerte ein Papier zu unterschreiben das die Rechte des Reichsrates festlegte.

Bereits ab 1668 hatte Knut Kurck allerdings eine Allianz mit Gustav Bonde, Sten Bielke und anderen Kritikern der Königsmacht zusammengeschlossen um den Reichskanzler De la Gardie zu entmachten, den die Gruppe als ihren größten Feind sah, da dieser sich für eine Allianz mit Frankreich einsetzte und die Macht des Königs ausdehnen wollte. Kurck konnte, trotz seiner für die Zeit revolutionären Gedanken, einen Teil seine Macht noch bis 1681 behalten, wurde dann jedoch mit sieben weiteren Oppositionellen von seinem Amt enthoben und Karl XI. wurde in seiner ausgedehnten Machtposition bestätigt.


26. Juni 1939: Der Göteborg-Kolorist Ivan Ivarson
26. Juni 1942: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichter Schwedens 
26. Juni 1959: Ingo (Ingemar Johansson) wird Weltmeister im Schwergewicht 
26. Juni 1977: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe 
26. Juni 1987: Göteborger Humor in Film und Theater

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 14. Juni 2014

Haquin Spegel, schwedischer Erzbischof und Dichter

Haquin Spegel wurde am 14. Juni 1645 unter dem Namen Håkan Spegel in Ronneby in Blekinge als Sohn eines Kaufmanns geboren. Da beide Elternteile Håkans sehr früh starben, wuchs der Junge unter sehr ärmlichen Verhältnissen auf und war auf die Barmherzigkeit der Einwohner des Ortes angewiesen. Spegel hatte jedoch das Glück, dass sich vor allem ein Priester um ihn kümmerte, der ihm ab 1658 auch eine Ausbildung in der Kathedralschule in Lund ermöglichte und ab 1662 ein Studium an der noch nicht offiziellen Universität Lund. In dieser Zeit arbeitete Spegel auch als Privatlehrer in adeligen Häusern und er unternahm einige Studienreisen nach Deutschland, Holland und England.

Im Jahr 1671 war Haquin Spegel dann einer der ersten, die an der mittlerweile gegründeten Universität Lund promovierten, wobei er noch im gleichen Jahr in Strängnäs zum Priester geweiht wurde um unmittelbar anschließend Hofprediger der Witwenkönigin Hedvig Eleonora zu werden. Über diesen Weg wurde auch Karl XI. auf den Gelehrten aufmerksam und Spegel nahm an seiner Eriksgatan teil um nur wenige Jahre später oberster Prediger und Beichtvater des Königs zu werden. Als Nahestehender des Königs führte Spegel auch während des Schonischen Krieges Tagebuch und gilt damit als die bedeutendste Quelle dieser Zeit.

Während Haquin Spegel im Laufe der Jahre bis zum Erzbischof aufstieg und durch seine Arbeit an einem neuen Katechismus und einer Bibelübersetzung die Linie der protestantischen Kirche des nächsten Jahrhunderts festlegte, zeigte sich der Bischof auch als Dichter. Allerdings fühlte Spegel keine Berufung zum Dichter, sondern sah die Dichtkunst als Mittel zum Zweck an. Poesie war für Spegel die Möglichkeit die Schöpfungsgeschichte einer breiteren Schicht näher zu bringen und seine moralischen Ideen zu verbreiten. Mit Gudz verk och hvila wollte Spegel 1685 das bedeutendste Epos Schwedens schreiben, eine Mischung aus religiöser Anschauung und der Lehre der Kirche. Da sich der Dichter bei seinen Werken eine große Freiheit der Auslegungen genehmigte, gehörten seine Schriften noch zu Beginn 18. Jahrhunderts zu Bestsellern. Wissenschaftlich noch heute interessant sind jedoch weniger seine religiösen Gedichte, sondern seine Kirchengeschichte und vor allem das Glossarium sveogothicum eller Swensk ordabook aus dem Jahre 1712, ein frühes schwedisches Wörterbuch.


14. Juni 1874: Das Grand Hotel in Stockholm entsteht
14. Juni 1897: Jan Fridegård, der Autor der modernen Klassik Schwedens
14. Juni 1897: Jan Fridegård und die Provokation der Arbeiterliteratur Schwedens
14. Juni 1989: Der Zoologische Garten Nordens Ark im Bohuslän
14. Juni 2001: EU-Gipfel in Göteborg mit Unruhen
14. Juni 2008: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

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Visit Göteborg!

Samstag, 26. April 2014

Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler

Als Magnus Gabriel De la Gardie am 26. April 1686 auf Schloss Venngarn bei Sigtuna starb, war er von einem der mächtigsten Männer Schwedens, der sowohl unter Königin Kristina, als auch unter Karl X. Gustav und Karl XI. eine wichtige Rolle in der schwedischen Geschichte gespielt hatte, in die tiefste Armut und die Verachtung des Hofes gefallen. Bereits mit 25 Jahren war De la Gardie Reichsrat und als Günstling von Königin Kristina schien ihm allerdings die beste Zukunft im Reich gesichert, auch wenn bisweilen gemunkelt wurde, dass er dies einer Liebesaffäre mit der Königin zu verdanken hatte, was allerdings nie bewiesen wurde.

Magnus Gabriel De la Gardie, der am 15. Oktober 1622 in Reval, dem heutigen Tallin, geboren worden war, gilt als einer der intelligentesten Männer der schwedischen Geschichte und hatte nicht nur mit 13 Jahren ein Studium an der Universität Uppsala begonnen, sondern später auch im holländischen Leiden und in Paris studiert. Vor allem Frankreich hatte ihn sehr stark beeindruckt und dazu geführt, dass er selbst in schwedischen Krisenzeiten eine frankreichfreundliche Politik führte und damit sehr stark in die Kritik geriet. Auch wenn er seinen schnellen politischen Aufstieg der Gunst Kristinas verdankte, so wurde er von ihr 1653, nach verschiedenen Anklagen, aller Ämter enthoben um jedoch nur zwei Jahre später von Karl X. Gustav wieder mit allen Ehren eingesetzt zu werden, was vermutlich auch damit zusammenhing, dass De la Gardie mit der Schwester des Königs verheiratet war.

Während seiner Glanzzeit war Magnus Gabriel De la Gardie nicht nur einer der einflussreichsten Männer Schwedens, sondern auch einer der reichsten mit nahezu unendlichen Besitzungen, darunter etwa 30 Schlössern. Intrigen, Kriege und die Bestechung von Seiten Frankreichs brachten De la Gardie jedoch schließlich zu Fall und unter der sogenannten Reduktion unter Karl XI. musste der machtsüchtige und verschwenderische De la Gardie alle seine Güter, ausgenommen zwei Schlössern, an die Krone zurückgeben. Durch zusätzliche immense königliche Geldforderungen konnte De la Gardie allerdings auch diesen Besitz nicht halten und starb isoliert und völlig verarmt.


26. April 1824: Der Theologe und Schriftsteller Otto Myrberg
26. April 1891: Der Folkets Park in Malmö 
26. April 1893: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
26. April 1893: Axel Krook, der Meinungsmacher des 19. Jahrhunderts 
26. April 1998: Sven Olov Lindholm, der Verehrer Hitlers

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Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 12. April 2014

Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin

Kristina von Holstein-Gottorp kam am 12. April 1537 in Kiel zur Welt und verdankte es einerseits den Auseinandersetzungen zwischen ihrem Mann, König Karl XI., und König Sigismund, anderseits den Intrigen von Elisabet Vasa, dass sie zur Königin Schwedens wurde. Das Ziel dieser zweiten Ehe von Karl XI. war insbesondere den Einfluss des Katholizismus in Schweden ganz zu brechen und sich gleichzeitig engere Bande mit dem protestantischen Teil Deutschlands zu schaffen.

Kristina von Holstein-Gottorp wurde am 15. März 1607, gemeinsam mit Karl XI., in der Kathedrale Uppsalas zur Königin gekrönt, was mit Sicherheit bedeutende Folgen für die schwedische Geschichte hatte da Königin Kristina sehr willensstark war und nicht nur den König bei seinen Entscheidungen beeinflusste, sondern auch während seiner Abwesenheit die Amtsgeschäfte führte und nach seinem Tode die Vormundschaftsregierung von Gustav II. Adolf, einem gemeinsamen Sohn, hatte. Der Charakter der Königin zeigt sich auch an einem kleinen überlieferten Detail, denn sie soll persönlich den Stoff und das Garn der Hofschneiderinnen gemessen haben, damit am Hof nichts verschwednet wurde.

Selbst als Gustav II. Adolf offiziell bereits die Macht in Schweden übernommen hatte, soll Kristina von Holstein-Gottorp noch die Politik Schwedens beeinflusst haben, wobei überliefert wurde, dass sie auch die geplante Ehe zwischen ihrem ältesten Sohn und Ebba Brahe zu verhindern wusste. Kristina wusste auch die vermeindlichen Herzogtümer ihres Lieblingssohnes Karl Filip gegen Gustav II. Adolf zu verteidigen und leitete seine Eisenhütte und seine Bergwerke bis zu seinem Tod im Jahre 1622. Die Königin starb am 8. Dezember 1625 im Schloss in Nyköping.


12. April: Der schwedische Vorname Liv und seine Bedeutung 
12. April 1106: Rikissa von Polen, zweimal schwedische Königin und einmal Fürstin 
12. April 1116: Rikissa von Polen wird zweimal zur schwedische Königin 
12. April 1167: Karl Sverkersson stirbt auf Visingsö
12. April 1838: Axel Elmlund, vom Ballett zur Tragödie

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Sonntag, 23. Februar 2014

Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft

Magnus Stenbock. Der am 12. Mai 1665 geboren wurde, gehört zu jenen Männern der schwedischen Geschichte, die durch ihre Leistungen zu größten Ehren kamen, aber durch ihren Fanatismus und ihre Überheblichkeit stolperten. Für Magnus Stenbock bedeutete dies, dass er am 23. Februar 1717 im Alter von 51 Jahren in einem dänischen Verlies unter den übelsten Verhältnissen starb. Auf Grund seiner Leistungen für Schweden wurde jedoch sein Leichnam nach Uppsala gebracht um dort in der Kathedrale beerdigt zu werden. In Helsingborg findet man selbst eine Ritterstatue des Feldherren, was extrem selten ist für Schweden, da dort normalerweise nur Könige zu Pferde abgebildet wurden.

Der Aufstieg von Magnus Stenbock begann nach einigen Reisen in den Jahren 1684 und 1685 nach Holland und Frankreich, als er sich entschied in den militärischen Dienst einzutreten. Auf Grund seiner Reisen wurde er von Karl XI. 1688 an der Spitze einer Hilfstruppe nach Holland geschickt um die Niederlande gegen Frankreich zu verteidigen. Bei der Schlacht bei Fleurus nur zwei Jahre später war der Name Magnus Stenbock in aller Munde, da er dabei extremen Mut bewiesen und persönlich einige französische Soldaten gefangen genommen hatte. Zwölf Jahre lang bewies der Feldherr seine Fähigkeiten, in Narva, Kliszów, Helsingborg und Gadebusch, bis es 1713 zur Kapitulation bei Tönningen kam und Stenbock von den Dänen gefangen genommen wurde.

Zu Beginn seiner Gefangenschaft wurde Magnus Stenbock auch in Dänemark wie ein großer Feldherr behandelt, lebte in einem Palast und durfte jede Art von Besuchen empfangen. Nachdem Stenbock jedoch bei diesen Treffen und seinem regen Briefwechsel Geheimnisse an die Schweden weitergab, wurde er ein Jahr später von den Dänen der Spionage angeklagt und ins Kastell Fredrikshavn transportiert. Aber auch hier intrigierte Magnus Stenbock noch gegen die Dänen und arbeitete auch einen Fluchtplan aus. Als jedoch die Dänen den in seinen Briefen angewandten Code entschlüsselt hatten und daher über alle seine Pläne und Kontakte informiert waren, war die Geduld des dänischen Königs endgültig zu Ende und er wurde im übelsten Verließ der Festung untergebracht. Jedes seiner Gnadengesuche wurde auf Grund seines Verhaltens abgelehnt, so dass er nach nur wenigen Jahren in Gefangenschaft starb.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung 
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Die Gründung der schwedischen Universität Lund

Bereits im Jahre 1425 fand man in Lund eine erste Universität mit einem „studium general“, was im Grunde bedeutet, dass Lund die älteste Universität im nordischen Raum besitzt. Allerdings war diese erste Universität katholisch und wurde, wie auch jene in Uppsala, mit der Reformation im 16. Jahrhundert geschlossen. Hinzu kommt, dass Skåne, also auch Lund, bis zum Frieden von Roskilde in dänischem Besitz war, dort also alle Einrichtungen von den Gunsten der dänischen Könige abhängig waren.


Mit dem Frieden von Roskilde sollte sich dies ändern und als Karl X. Gustav unmittelbar nach dem Friedensabkommen in Lund ankam, traf er auch Bischof Peder Winstrup, der für die gesamte Ausbildung der Region zuständig war. Winstrup forderte den König auf in Lund eine Universität nach dem Modell von Uppsala einzurichten, da dies zahlreiche inländische und ausländische Studenten anziehen würde, aber auch der Integration Skånes in das schwedische Reich dienlich sei, denn gerade die Ausbildung von Priestern war wichtig, die dann in der Region den Glauben verbreiten und einen bedeutenden Einfluss auf das Denken der Bürger ausüben.

Karl X. Gustav zögerte jedoch und starb zwei Jahre später ohne eine Entscheidung gefällt zu haben. Erst die Vormundschaftsregierung seiner Nachfolgers, Karl XI. führte  dann zur Gründung der Universität Lund. Am 19. Dezember 1666 unterzeichnet dann Hedvig Eleonora, die der Vormund des jungen Königs war, alle Papiere zur Gründung der Universität und gab ihr eine, von der Stadt unabhängige, Gerichtsbarkeit. Gleich zu Beginn ihrer Aktivität hatte die Universität, die in den Folgejahren mehrmals Geld vom König forderte, vier Fakultäten, nämlich Theologie, Philosophie, Recht und Medizin. Eingeweiht wurde die Universität Lund am 28. Januar 1668, also etwas über ein Jahr nach der offiziellen Gründung.


19. Dezember 1996: Die Schengener Abkommen in Schweden 
19. Dezember 2011: Das Ende der klassischen, schwedischen Saab Automobile

Copyright: Herbert Kårlin