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Freitag, 1. Februar 2019

Der Offizier und Politiker Christian Anders Sundin

Als Christian Anders Sundin am 1. Februar 1886 im Alter von 69 Jahren in Stockholm starb, ging er sowohl als bedeutender Seestratege, als auch als Politiker in die schwedische Geschichte ein, allerdings nicht nur auf Grund seiner außerordentlichen Leistungen, sondern auch, weil Sundin das Glück hatte während einer Epoche in der Marine aktiv zu sein, die einen bedeutenden Umbruch darstellte, denn ab Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Schiffbau und es konnten erstmals Präzisionswaffen hergestellt werden, die entscheidend für die spätere Kriegsführung war. Sundin war damit einer der ersten hohen Offiziere, die diesen Umbruch erlebten und beeinflussten.

Christian Anders Sundin war am 3. Dezember 1816 in Augerum bei Karlskrona zur Welt gekommen und hatte ab seiner Kindheit eine Karriere als Seeoffizier vor Augen. Seine ersten Einsätze hatte Sundin bereits 1836 als Leutnant, wobei er einen sehr schnellen Aufstieg machte und unter König Karl XV. innerhalb von 15 Jahren vom Adjutanten bis zum Admiral aufstieg. Auch hierbei nimmt Sundin eine gewisse Sonderstellung ein, denn er leistete seinen Dienst nicht nur auf schwedischen Schiffen, denn er war auch drei Jahre lang auf englischen Schiffen unterwegs, unter anderem um am chinesischen Opiumkrieg teilzunehmen, und er konnte damit für Schweden wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen, die der schwedischen Marine sehr dienlich waren.

Auch wenn Christian Anders Sundin immer wieder behauptete an politischen Entscheidungen nicht interessiert zu sein, so war er Stadtrat in Karlskrona, Landrat in der Region Blekinge und der Vorsitzende im Schulwesen in Karlskrona. In seiner Rolle als Politiker schuf Sundin ein neues Theater in „seiner“ Stadt, verbesserte das Schulwesen und setzte sich auch national für eine allgemeine Wehrpflicht in der Marine ein. Im Gegensatz zu anderen Politikern seiner Zeit, bevorzugte Sundin dabei jedoch die Diplomatie und Verbindungen, was ihm ermöglichte Änderungen ohne große Widerstände durchsetzen zu können.


1. Februar 1455: Johan II. von Schweden (König Hans), König für vier Jahre
1. Februar 1537: König Johan III., der Bauherr Schwedens
1. Februar 1743: Generalgouverneur Johan Christopher Toll
1. Februar 1801: Der schwedische Komponist Adolf Fredrik Lindblad
1. Februar 1803: Anders Chydenius, Nationalökonom mit neuen Ideen
1. Februar 1853: Der schwedische Künstler Nils Blommér
1. Februar 1871: Der schwedische Geschichtswissenschaftler Holger Rosman 
1. Februar 1895: IFK Göteborg, eine Alternative für die Arbeiterschicht 
1. Februar 1947: Clark Oderth Olofsson und ein halbes Leben im Gefängnis 
1. Februar 1950: Harry Blomberg und die religiöse Literatur des 20. Jahrhunderts 
1. Februar 1986: Alva Myrdal, ein Leben für die Schulreform und den Frieden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. April 2014

Der letzte Reichstag in Örebro

Bereits unter Gustav Vasa wurden die Reichstage in Örebro abgehalten, wobei der König 1540 auch im dortigen Schloss über die Erbmonarchie Schwedens entschied. Ab dieser Zeit spielte Örebro eine sehr wichtige Rolle in der schwedischen Politik. Im Grunde sollte dann jedoch 1810 mit der Wahl eines Thronfolgers der letzte Reichstag in Örebro abgehalten werden und anschließend ganz nach Stockholm verlegt werden, das sich immer mehr als die wichtigste und größte Stadt Schwedens profilierte.

Allerdings sollte auch der kommende Reichstag ab dem 13. April 1812 nochmals nach Örebro verlegt werden, denn Karl XIII. war sich nicht sicher, ob in Stockholm die nötige Sicherheit für die Teilnehmer garantiert werden konnte. Der Anlass für diesen Reichstag war der zu erwartende Krieg zwischen Frankreich und Russland, der auch eine Bedrohung für Schweden darstellte. Das Hauptziel der Verhandlungen war daher die militärische Macht des Landes zu stärken, was letztendlich auch dazu führte, dass eine allgemeine Wehrpflicht für alle Männer zwischen 20 und 25 Jahren eingeführt wurde.

In Zusammenhang mit dem bevorstehenden Krieg kam es allerdings auch noch zu anderen wichtigen Entscheidungen während des Reichstags, denn im Falle eines Krieges sollte die Regierung durch Steuererhöhungen sechs Millionen Reichstaler für die Verteidigung des Landes erhalten und die erst 1809 gelockerte Pressefreiheit Schwedens wurde nun stark eingeschränkt, eine Beschränkung, die anschließend bis 1949 in nahezu unveränderter Form gültig blieb. Gleichzeitig kam es während dieses Reichstags zum Frieden von Örebro, einem Friedensvertrag zwischen Schweden und Großbritannien.


13. April 1714: Großbrand in Västerås
13. April 1872: Der samische Künstler Nils Nilsson Skum
13. April 1876: Are Waerland, ein schwedischer Gesundheitsapostel
13. April 1930: Die schwedische Textilkünstlerin Agnes Branting

Copyright: Herbert Kårlin