Freitag, 13. Mai 2016

Die schwedische Künstlerin Anna Nordgren

Anna Nordgren kam am 13. Mai 1847 als Tochter eines Gutsbesitzers in Mariestad zur Welt. Bereits als Jugendliche entschied sich Nordgren für die Kunst und 1867 begann sie in der Frauenabteilung der Kunstakademie in Stockholm ein Kunststudium unter Carl Gustaf Qvarnström und Johan Christoffer Boklund. Bereits während ihres Studiums erhielt Nordgren mehrere Medaillen für ihre Arbeiten und im letzten Studienjahr 1873 wurde ihr Bild mit einem biblischen Motiv mit einem Preis von 50 Reichstalern belohnt, was heute etwa 3000 Kronen entspräche.

Nach Abschluss ihres Studiums in Stockholm reiste Anna Nordgren nach Paris um dort die französische Gegenwartsmalerei an der Académie Julian zu studieren. Die Künstlerin sollte dann acht Jahre lang in Frankreich bleiben und dort vor allem Portraits und bretonische Landschaften malen, wobei Nordgren in diesen Jahren auch mehrmals im Salon de Paris ausstellte. Auch in der Farbwahl ihrer Genrebilder wurde Nordgren in Frankreich stark beeinflusst, insbesondere von Jules Bastien-Lepage, der um diese Zeit einer der anerkanntesten französischen Künstler der Genremalerei war, der Hauptrichtung in der sich auch Nordgren einen Namen machte.

Im Jahre 1883 zog Anna Nordgren nach London und konnte nahezu unmittelbar in der New Gallery in London ausstellen. Während der 16 Jahre, die die Künstlerin in London verbrachte, entwickelte sie sich zu einer der renommiertesten Malerinnen, die ihre Werke nahezu permanent ausstellen konnte, unter anderem auch in der Royal Academy. Umso größer war der Schock als Nordgren 1899 nach Schweden zurückkehrte, denn hier galten Künstlerinnen nicht sehr viel und stießen auf einen breiten Widerstand. Erschwerend war für die Künstlerin dabei auch, dass sie sich nie der nationalromantischen Bewegung anschloss, sondern in sehr vielen ihrer Gemälde das einfache Leben ausdrückte und zeigte. Ihr größter Erfog in Stockholm war, dass Oscar II. beim Besuch ihres Ateliers das Bild Ung kvinna som vinkar farväl från ett järnvägskupéfönster bestellte. Anna Nordgren starb am 10. September 1916 im Alter von 67 Jahren in Skara.


13. Mai 1707: Carl von Linné, der Botaniker Schwedens
13. Mai 1782: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
13. Mai 1862: Fredrik Westin, vom Portraitmaler zum Maler von Altarbildern
13. Mai 1901: Linnea, eine Blume wird zum schwedischen Vornamen
13. Mai 1917: Die Linken Schwedens, Entstehung der Vänsterpartiet
13. Mai 1921: Rassenstudien in Schweden
13. Mai 1979: Prinz Philip und der verlorene Thron Schwedens
13. Mai 2006: Östen Sjöstrand, der Dichter, der Antike und Gegenwart verbindet

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. Mai 2016

Der englisch-schwedische Techniker und Industrielle Samuel Owen

Samuel Owen kam am 12. Mai 1774 im englischen Norton-in-Hales zur Welt und machte in Birmingham eine solide Ausbildung als Konstrukteur und Techniker für Dampfmaschinen. Als der schwedische Erfinder Abraham Niclas Edelcrantz im Jahre 1804, bei einem Aufenthalt in England, vier Dampfmaschinen für mehrere Unternehmer Stockholms in England bestellte, forderte  er, dass ein Techniker mit den Maschinen nach Schweden kam um die Maschinen aufzubauen und in Gang zu setzen. Das britische Unternehmen wählte für diesen Zweck einen der größten Fachkräfte der Zeit aus, Samuel Owen.

Nach Abschluss der Arbeiten kehrte Samuel Owen ein Jahr später zurück nach England um dort eine neue Arbeitsstelle anzunehmen. Als 1806 Edelcrantz erneut eine Dampfmaschine für eines seiner Unternehmen bestellte, bat er erneut Owen diese zu installieren. Owen akzeptierte, aber nur einen Tag nach seiner Ankunft in Schweden, erschienen die Techniker des englischen Unternehmens und Owen bat daher seinen Auftraggeber ihm die Rückreise zu finanzieren. Noch bevor Owen jedoch das Geld bekam, erhielt er eine Anstellung in Stockholm und entschied sich in Schweden zu bleiben.

Für die schwedische Industriegeschichte sollte die Entscheidung Samuel Owens von größter Bedeutung sein, denn dieser leitete in Schweden die industrielle Revolution durch indem er in Stockholm die erste mechanische Werkstatt öffnete, die auch die Serienproduktion ermöglichte und die Herstellung von Geräten und Ziergegenständen aus Gusseisen revolutionierte. In diesem Zusammenhang erhielt Owen auch den Auftrag zahlreichen anderen Fabriken Schwedens beim Aufbau zu helfen und er schuf das erste Walzwerk des Landes. Auch wenn sich Samuel Owen dann auch noch als Erbauer von Schaufelraddampfern einen Namen machte, starb er am 15. Februar 1854 in relativ einfachen Verhältnissen in Stockholm, denn so bedeutend er auch als Techniker war, so wenig war er ein Geschäftsmann, der seine Erfindungen vermünzen konnte.


12. Mai 1496: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens
12. Mai 1665: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft
12. Mai 1831: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
12. Mai 1869: Albert Engström, Humor als Ausdrucksmöglichkeit
12. Mai 1936: Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland
12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht
12. Mai 1967: Der Kaknästornet in Stockholm
12. Mai 1968: Postleitzahlen in Schweden
12. Mai 1970: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes
12. Mai 2005: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 11. Mai 2016

Kreuzfahrtschiffe im Freihafen in Malmö

Nachdem man in Kopenhagen jedes Jahr mehrere hundert Kreuzfahrtschiffe zählt, war es logisch, dass man sich auch in Malmö, auf der anderen Seite des Öresunds, seine Gedanken darüber machte wie man diese Schiffe in den Freihafen locken könnte. Am 11. Mai 2013 sollte sich der Wunsch dann erfüllen, denn das spanische Kreuzfahrtschiff Empress mit seinen 1800 Passagieren, legte in Malmö an, der Kreuzfahrtkai wurde in diesem Zusammenhang eingeweiht und der Vertrag mit der Reederei versprach für die Saison über 30.000 zusätzliche Besucher.

Der zentral gelegene Freihafen in Malmö sollte diesen Aufschwung jedoch nur wenige Jahre lang spüren, denn während 2015 im Laufe des Jahres noch 17 Kreuzfahrtschiffe am Kai lagen, sind für 2016 nur noch zwei dieser riesigen Schiffe angesagt. Das Problem ist indes verständlich, denn im Freihafen in Malmö können nur Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 240 Meter anlegen, was für die modernen Schiffe, die immer größer werden, bei weitem nicht ausreicht. Wenn man bedenkt, dass Kreuzfahrttouristen in Stockholm jedes Jahr über eine halbe Milliarde Kronen ausgeben, so versteht man die Probleme Malmös, die mit dem Ausbleiben der Schiffe verbunden ist.

Dabei hatte Malmö bereits deutlich in den Kreuzfahrttourismus investiert, denn das Lagergebäude M 16 wurde zum einem Kreuzfahrtterminal umgebaut und die Stadt legte sowohl einen Fußweg als auch einen Fahrradweg direkt zum Freihafen an, so dass die Gäste problemlos und preisgünstig das Zentrum Malmös erreichen konnten, und so nebenbei bereits auf diesem Weg einige interessante Bauten der Stadt entdecken konnten. Auch das Ausflugsprogramm in die gesamte Region Öresund wurde ausgebaut, so dass die Passagiere auch die Schönheiten außerhalb Malmös auf einfache Weise entdecken konnten. Die größten Probleme bleiben jedoch erhalten, die Länge des Kais und die Einfahrt in den Freihafen, die für alle große Schiffe ein Problem sind.


11. Mai 1762: Der schwedische Mörder Jacob Johan Anckarström
11. Mai 1818: Karl XIV. Johan erhält die Krone Schwedens
11. Mai 1860: Israel Hwasser und die Naturphilosophie in der Medizin
11. Mai 1870: Otto von Friesen und die Runenlehre Schwedens
11. Mai 1930: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Mai 1971: Stockholm rettet seine Ulmen im Kungsträdgården

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. Mai 2016

Der legendäre Feldmarschall Johan Banér

Johan Banér, oft nur Jan Banér geschrieben, starb am 10. Mai 1641 im Alter von 44 Jahren an Leberzirrhose im deutschen Halberstadt, wobei die Krankheit vermutlich mit dem Übergenuss an Alkohol zusammenhing, denn so berüchtigt Banér auf dem Schlachtfeld für seine Siege war, so berüchtigt war er privat als übergroßer Esser und mit einer starken Neigung zu Alkohol und Frauen. Auch wenn Banér jedes Feingefühl und jede Art von Diplomatie fern lag, so gilt er bis heute als einer der bedeutendsten Feldherren der schwedischen Geschichte, der von seinen Feinden stark gefürchtet war.

Johan Banér war am 23. Juni 1596 als zwölftes Kind des Adeligen Gustav Axelsson Banér auf Schloss Djursholm, dem Schloss des Geschlechts Banér, zur Welt gekommen und verlor seinen Vater im Alter von vier Jahren, als dieser während des sogenannten Linköpings Blutbads hingerichtet wurde. Für Jan Banér gab es im Grunde nur einen Berufsweg, den militärischen. Schon mit 19 Jahren nahm er am Russischen Krieg teil. Da er schon um diese Zeit sein organisatorisches Talent in der Kriegsführung zeigen konnte, stieg er sehr schnell in den militärischen Graden und 1634 wurde er schließlich, nach der Gefangennahme von Gustaf Horn, zum Feldmarschall ernannt.

Während des Dreißigjährigen Krieges errang Johan Banér die größten Siege für Schweden, unter anderem bei der Schlacht bei Wittstock im Jahre 1636, der Schlacht bei Chemnitz drei Jahre später und 1641 bei der Schlacht bei Pressnitz, der letzten großen Schlacht vor seinem Tod. Während Banér in Schweden wegen seiner Art des Kämpfens und den entsprechenden Siegen, ein Held war, wurde er von seinen Gegnern als Barbar gesehen, der sich nicht um übliche Regeln und Diplomatie kümmerte. Es galt geradezu als unmöglich mit Banér auf politischem und diplomatischen Niveau zu diskutieren, da er nur auf Kampf und Sieg fixiert war.


10. Mai 1657: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
10. Mai 1742: Johan Bielke und der Mord an Gustav III.
10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1815: Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1952: Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 9. Mai 2016

Das Moderne Museum (Moderna Museet) in Stockholm

Auch wenn sich Otte Sköld, der Oberintendant des Nationalmuseums in Stockholm, bereits ab 1908 dafür einsetzte die moderne Kunst Schwedens besser hervorzuheben, so dauerte es bis zum 9. Mai 1958 bis das Moderne Museum (Moderna Museet) im Exerzierhaus eingeweiht werden konnte. Allerdings war es nicht nur Sköld, der für dieses Museum kämpfte, sondern auch der Verein der Freunde des Modernen Museum, der bereits 1953 gegründet worden war. Ab Mai 1958 war die Kunst des 20. Jahrhunderts jedenfalls nicht mehr ein kleiner Teil des großen Nationalmuseums, sondern hatte ein eigenes Gebäude.

Aber bereits bevor das Moderne Museum in Stockholm eingeweiht wurde und während das Exerzierhaus noch im Umbau war, sollte sich der Ruf dieses Museums schon weltweit verbreiten, denn 1956 wurde, während des in einem einzigen Raum kurz unterbrochenen Umbaus, in diesem Gebäude Pablo Picassos Guernica mit den zugehörigen 93 Skizzen ausgestellt. Die Decke des Raumes war noch eine Bauplane, was Guernica noch dramatischer machte als in allen anderen Museen in denen das Werk gezeigt wurde. Ein besserer Vorstart war für das Moderne Museum nicht denkbar.

Was dem Modernen Museum in Stockholm ebenfalls zu einem sehr guten Start verhalf, geht darauf zurück, dass Pontus Hultén, der erste Oberintendant des Museums, in den 50er Jahren in Stockholm ein Filmstudio für Experimentalfilme geschaffen hatte, das ihn in weiten Kreisen bekannt gemacht hatte und ihm zu einem Netzwerk verhalf. Da das Moderne Museum sich nicht auf Malerei beschränkte, sondern auch Skulptur, Fotografie und Film integrierte, zog Hultén seinen Bekanntenkreis direkt zum Modernen Museum, das mittlerweile auch eine Zweigstelle in Malmö betreibt. Heute zieht das Museum in Stockholm, das 1994 in die Spårvagnshallarna umzog, jedes Jahr über 500.000 Besucher an, eine beachtliche Leistung für ein Modernes Museum.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1845: Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval
9. Mai 1944: Lars Norén und die schwedischen Außenseiter
9. Mai 1945: Beda Hallberg und der Kampf gegen die Tuberkulose
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden
9. Mai 2006: TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Mai 2016

Der schwedische Künstler Tage E. Nilsson

Tage E. Nilsson wurde am 8. Mai 1918 in Limhamn in Skåne (Schonen) geboren und arbeitete als Klempner, bevor er sich, aus höherer Gewalt, der Kunst zuwandte. Als Nilsson auf dem Weg zum Krankenhaus war um sich impfen zu lassen, hatte er einen Unfall, der ihm die Fortführung seines Berufes unmöglich machte, und er entschied sich daher Künstler zu werden und besuchte mehrere private Malereischulen um sich gründlich auf den Beruf des Künstlers vorzubereiten. Wie die meisten akademischen Künstler Schwedens, machte auch der Nichtakademiker Nilsson einige Studienreisen nach Frankreich, Spanien und Griechenland um sich dort inspirieren zu lassen, jedoch jeweils für eine relativ kurze Zeit und auf eigene Kasse.

Auch wenn Tage E. Nilsson sehr bald von seiner Kunst leben konnte und heute in zahlreichen kleineren Museen vertreten ist, so gilt er mehr als lokaler Künstler, der ein halbes Jahr in Schonen malt und das andere halbe Jahr auf Öland arbeitet, was ihm geradezu den Ruf brachte einer der wichtigsten Maler Ölands zu sein, der das Licht der Insel ideal darzustellen vermag. Da Nilsson jedoch zu den realistischen Malern Schwedens gehört, der Landschaften so darstellt, wie er sie sieht, ist es ihm nicht möglich in die Gruppe der modernen Künstler einzutauchen.

Allerdings unterscheidet sich Tage E. Nilsson dennoch in einem wichtigen Punkt von anderen Künstlern, denn er fördert mit seinen Einnahmen andere Künstler. Nilsson schuf vier Stipendienfonds bei denen Nachwuchskünstler durch jährliche Preise in ihrer Arbeit ermuntert werden. Unter anderem kann ein Landschaftsmaler auf Öland ein Stipendium von 5000 Kronen erhalten und jedes Jahr kann ein Künstler in Limhamn sogar 20.000 Kronen aus einem vom Künstler geschaffenen Fond ausbezahlt bekommen.


8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandes
8. Mai 1943: Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Mai 2016

Der Schauspieler und Theaterdirektor Torsten Hammarén

Torsten Hammarén wurde am 7. Mai 1884 als Sohn eines Großhändlers in Stockholm geboren und machte nach seiner Hochschulreife im Jahre 1904 eine Schauspielausbildung unter Signe Hebbe und Hedvig Winterhjelm. Drei Jahre später kam eine einjährige Anstellung im Dramaten in Stockholm, zwei Jahre in kleineren Theatern und von 1910 bis 1912 im Intima Teatern, das August Strindberg gegründet hatte. Auch wenn sich der Traum Hammaréns, fest am Dramaten beschäftigt zu werden, nicht erfüllte, so wurde er, auf Grund seiner Leistung und seiner Fähigkeit komische Charakterrollen zu beherrschen, von Albert Ranft an das Svenska Teatern gebunden, wo ihn Ranft bald auch zusätzlich zum Regisseur machte.

Im Jahre 1923 wurde Torsten Hammarén als Regisseur und Theaterdirektor an das Stadttheater Helsingborg gerufen, in Begleitung der künstlerischen Beraterin Gerda Lundequist. Gemeinsam gelang es den beiden das Theater aus den finanziellen und künstlerischen Tiefen zu wecken und durch die Wahl von modernen Schauspielen, dem Stadttheater Helsingborg eine Glanzzeit zu bieten. Nach nur drei Jahren entschied sich Hammarén dann jedoch nach Göteborg zu gehen, erst an das Lorensbergsteatern und anschließend an das Stadttheater Göteborg, wo er bis 1950 Theaterdirektor war und von 1950 bis 1954, nach seinem Abschied als Direktor, noch als Regisseur arbeitete.

Torsten Hammarén hatte nicht nur ein Gefühl für die Strömungen im Theater, sondern war sich auch der politischen Rolle eines Theaterdirektors bewusst, denn während des Zweiten Weltkriegs ließ er in Göteborg deutliche antifaschistische Stücke aufführen, die Göteborg während dieser Zeit eine Spitzenstellung des nordischen Theaters einbrachten, wobei er in diesem Bereich auch die experimentelle Dramatik nicht außer Acht ließ.  Als Schauspieler unter ihm zu arbeiten war indes kein Vergnügen, denn die Demokratie war ab dem Foyer des Theaters zu Ende. Gegenüber den Autoren der Stücke und den Schauspielern war Hammarén ein Despot, der keinerlei Kritik zuließ und nur extrem selten von einem Schauspieler meinte, dass er das auf der Bühne ausdrückte, was er selbst als Ideal der Schauspielkunst sah.


7. Mai 1697: Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder
7. Mai 1840: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
7. Mai 1856: Die Erweckungsbewegung innerhalb der Svenska Kyrkan
7. Mai 1916: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
7. Mai 2001: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
7. Mai 2013: Die Swedish Music Hall of Fame in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin