Freitag, 27. November 2015

Louis De Geer, ein entscheidungsunwilliger Ministerpräsident

Louis De Geer kam am 27. November 1854 als Sohn des Ministerpräsidenten gleichen Namens in Kristianstad zur Welt und studierte an 1873 Jura an der Universität Uppsala. Nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1979 begann De Geer unmittelbar eine politische Laufbahn und wurde 1901 als liberaler Politiker in die Erste Kammer gewählt, nachdem er bereits vorher im Finanzministerium gearbeitet hatte und in mehreren Ausschüssen aktiv war. Allerdings gehörte De Geer als Liberaler zur kleineren Gruppe der Parteien und spielte daher auch nur eine sekundäre Rolle.

Auf Grund seiner Einstellung verließ Louis De Geer 1914 die Liberalen, was jedoch auch dazu führte dass der Politiker nicht mehr in den Reichstag gewählt wurde und daher ab dieser Zeit als unabhängiger Politiker für seine Ziele kämpfte. De Geer gehörte dabei zu jenen Politikern, die sowohl gegen eine weitere Union mit Norwegen waren als auch ein ausgedehntes Wahlrecht forderten, zwei Punkte, die im Grunde dafür sprachen, dass er nach Karl Staaf als wahrscheinlicher Ministerpräsident galt. Allerdings konnten seine politischen Gegner dies verhindern,  so dass De Geer, der am 25. Februar 1935 starb, zwischen 1914 und 1920 nur eine sehr eingeschränkte Machtstellung behalten konnte.

Die Überraschung kam für Louis De Geer dann jedoch mit dem Wahlverlust von Hjalmar Branting und dessen Rücktritt als Ministerpräsident im Jahre 1920, denn nun ernannte Gustaf V. überraschenderweise De Geer zum Ministerpräsidenten, allerdings mit Ministern, die zum Teil den Liberalen angehörten, zum Teil zum moderaten rechten Flügel standen. Allerdings gelang es De Geer durch seine permanente Inaktivität sämtliche Reichstagsmitglieder in kürzester Zeit zu verärgern und sämtliche seiner Minister reichten beim König ein Abschiedsgesuch ein, mit der Aussage, dass Gustaf V. zwischen De Geer und den Ministern wählen müsse. Dieser Schritt führte dazu, dass Louis De Geer sein Amt bereits nach 111 Tagen an der Macht wieder verlassen musste.


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Copyright: Herbert Kårlin

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