Freitag, 13. November 2015

Der Schauspieler, Zeichner und Liedertextschreiber Johan Jolin

Als Johan Jolin am 13. November 1884 auf Lidingö starb, hatte er eine Karriere als Schauspieler, Zeichner, Schriftsteller, Autor von Textbüchern und Schreiber von Liedertexten hinter sich, aber dennoch nie im Beruf arbeiten können, der am besten zu ihm gepasst hätte, denn das Kabarett und die Stand-up-Comedy gab es um diese Zeit noch nicht und Komiker wie Jolin mussten sich daher andere Ausdrucksmöglichkeiten suchen, insbesondere das leichtere Theater.

Johan Jolin war am 28. Dezember 1818 als Sohn eines Hausmeisters in Stockholm zur Welt gekommen, wobei sich seine humoristische Ader bereits während des Studiums an der Universität Uppsala bemerkbar machte, da er sich dort weniger um seine Studien kümmerte, dafür eine bekannte Figur im amüsanten Leber der Studenten war, da er spontan reimen konnte und bei studentischen Schauspielen Zeitgeschehen und Humor auf ideale Weise vereinte. Dies war auch der Grund warum er, unter anderen, von Erik Gustaf Geijer, Carl Jonas Love Almqvist und Lars Johan Hierta ermuntert wurde in diesem Stil fortzusetzen.

Unmittelbar nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1845 begann Johan Jolin am Königlichen Theater zu arbeiten, wobei es ihm gelang die Geschäftsführer davon zu überzeugen nicht nur sein eigenes Stück En komedi vorzuführen, sondern auch noch den bekannteste Schauspieler, Axel Wapensköld, für die Hauptrolle zu erhalten. Allerdings hatte er sich selbst die interessanteste Rolle vorbehalten, denn trotz Nebenrolle konnte er hier die Rollen mehrerer verschiedenen Figuren übernehmen, was ihm die Zukunft als Schauspieler garantierte, denn immerhin blieb Jolin dann 20 Jahre lang dem Königlichen Theater verbunden und er stieg bis zum Leiter der Schauspielschule auf. Als sich Jolin dann vom Theater zurückzog, widmete er sich ganz der erst humoristischen Literatur, später dem Roman. Auch wenn diese Romane sogar als Feuilleton in den Dagens Nyheter und im Aftonbladet veröffentlicht wurden, so geschah dies mehr auf Grund seines Namens als der literarischen Leistung, denn der Nachteil von Jo Jo, wie er zahlreiche Publikationen zeichnete, war, dass er sich nie längere Zeit konzentrieren konnte und daher oft den Faden verlor.


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Copyright: Herbert Kårlin

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