Montag, 23. November 2015

Die schwedische Künstlerin Sigrid Fridman

Sigrid Fridman kam am 23. November 1879 als Tochter eines Försters im nordschwedischen Haparanda zur Welt und machte in der Gymnastikschule Arvedson in Stockholm eine Ausbildung zur Krankengymnastin. Nach Abschluss ihres Studiums suchte Fridman in diesem Beruf eine Arbeitsstelle in London, wo sie ab 1911 mit einem Hobby begann das ihre gesamte Zukunft ändern sollte, denn sie begann sich in einem Londoner Atelier mit Skulptur zu beschäftigen. Nur ein Jahr später entschloss sich Fridman dann eine seriöse Ausbildung zur Künstlerin zu finden und studierte vier Jahre lang Skulptur an der Académie de la Grande Chaumière in Paris.

Als Sigrid Fridman Ende 1916 nach Schweden zurückkehrte, ließ sie sich einige Jahre lang in Göteborg nieder, der Stadt, in der man noch heute mehrerer ihrer Werke im öffentlichen Raum, aber auch im Kunstmuseum, finden kann. Die bedeutendste  künstlerische Schaffenszeit kam für Fridman jedoch erst ab 1920, als die Künstlerin nach Stockholm gezogen war und auch ein intensives Liebesverhältnis mit der Schriftstellerin Klara Johanson hatte. Aus dieser Zeit stammt auch die berühmte und zu Beginn sehr diskutierte Bronzestatue von Fredrika Bremer im Humlegården in Stockholm.

Die Skulpturen von Sigrid Fridman zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Werke nicht beschönigen wollte, sondern sich auf das Wesentliche konzentrierte, das eine gewisse Stärke ausdrückt und in jener Zeit in Schweden ebenso kritisiert wurde wie der künstlerische Erfolg einer Frau. Die Männerwelt Schwedens kritisierte die sehr gelungene Werk Fredrika Bremers auf das härteste und sahen keinen einzigen Zug der Frauenrechtlerin im Kunstwerk, was jedoch sehr stark damit zusammenhing, dass diese ein griechisch inspirierte Bremer des Künstlers Carl Eldt durchdrücken wollte. Kaum eines der großen Werke Fridmans fand Gnade in den Augen der männlichen Kritiker, obwohl gerade Fridman den Charakter ihrer Modelle fangen konnte und durch die etwas grobe Arbeit verstärkte.


23. November 1607: Reichsrat Mauritz Stensson Leijonhufvud
23. November 1833: Hausangestellte auf dem Lande in Schweden
23. November 1858: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens
23. November 1860: Hjalmar Branting verändert Schweden
23. November 1899: Der moderne schwedische Künstler Sven Eriksson
23. November 1904: Die Skansen Kronan in Göteborg
23. November 1910: Der Tod durch die Guillotine in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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