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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Die Upsala Nya Tidning erscheint zum ersten Mal

Die Upsala Nya Tidning, kurz UNT genannt, wurde von einigen Mitgliedern der studentischen Vereinigung Verdani im Jahre 1890 gegründet und erschien bereits am 3. Dezember 1890 zum ersten Mal. Allerdings erschien die UNT damals nur jeweils am Nachmittag, dreimal die Woche. Erst 1898 ging man dann auf vier Ausgaben die Woche über und 1901 entschied man sich sechs Mal die Woche als Morgenzeitung auf den Markt zu kommen. Diese Möglichkeit verdankte man natürlich der ständig steigenden Auflage und dem großen Interesse, das man im Raum Uppsala der Zeitung entgegenbrachte.

Auch wenn die Upsala Nya Tidning von Beginn an als politisch liberal zu betrachten war, so bekam sie ihren tatsächlichen Stempel erst durch Axel Johansson, der ab 1900 Redakteur der Zeitung wurde, drei Jahre später zum Chefredakteur aufstieg und in den folgenden Jahren die Aktienmehrheit der Zeitung übernahm. Nach dem Tod von Johansson ging der Besitz in drei von Johansson gegründete Stiftungen über in denen er festgelegt hatte, dass die UNT liberal bleiben muss und in keinem Fall von Verbänden, Freikirchen oder den Sozialdemokraten beeinflusst werden darf.

Die Situation sollte sich für die Upsala Nya Tidning, die mit ihrer Auflage von rund 50.000 Exemplaren immer noch zu den zehn größten Zeitungen Schwedens gehört und nur die kostenlosen Zeitungen Metro und Uppsalatidningen als Konkurrenz hat, erst 2009 etwas ändern, denn die UNT schloss sich dem NTM-Konzern an, was bedeutete dass die Hälfte der Aktien von der Norrköpings Tidningars Media AB aufgekauft wurde. Die rein liberale UNT neigt nun mehr und mehr in Richtung einer moderaten Berichtserstattung.


3. Dezember 1864: Die schwedische Künstlerin Anna Boberg
3. Dezember 1886: Manne Siegbahn und der Nobelpreis in Physik
3. Dezember 1907: Der schwedische Künstler Bror Marklund
3. Dezember 1911: Die erste Kinder- und Jugendbibliothek in Schweden
3. Dezember 2003: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. September 2012

Liza Marklund und die Revolte gegen die herkömmliche Buchlandschaft

Am 9. September 1962 wurde Liza Marklund, die in Deutschland vor allem mit ihren Kriminalromanen bekannt wurde, in Pålmark am Rande der nordschwedischen Stadt Piteå geboren. Nach der Oberstufe war für Liza die Schule abgeschlossen und sie wollte die Welt entdecken. Vom Croupier in Piteå kam sie als Bedienung nach London, arbeitete in einem Kibbutz in Israel und landete in einem Callcenter in Hollywood. Anschließend kam Liza Marklund zurück nach Schweden und bildete sich in der Volkshochschule zur Journalistin aus.

Nach dieser Ausbildung begann Liza Marklund beim Norrbottens-Kuriren in Luleå zu arbeiten, um jedoch schon bald eine Anstellung beim Aftonbladet in Stockholm zu akzeptieren und später beim Expressen. Liza war jedoch nicht für die weisungsgebundene Arbeit als Journalist geschaffen, was sich darin ausdrückte, dass sie schon bald die kostenlose Zeitschrift Metro mitgründete, freiberuflich für die Fernsehanstalt TV4 arbeitete und schließlich, gemeinsam mit Jan Guillou, Sigge Sigfridsson und Ann-Marie Skarp den Piratförlaget gründete.

Die literarische Karriere Liza Marklunds begann mit ihrem Roman Gömda, der 1995 bei Bonniers erschien und 2009 erheblich in die Kritik geriet als der Wahrheitsgehalt des Buches angezweifelt wurde. Ihr erster Kriminalroman Sprängaren kam 1998 auf den Markt und wurde unmittelbar ein Bestseller, nicht zuletzt wegen der Hauptfigur Annika Bengtzon, einer Reporterin, die bei einer Abendzeitung in Stockholm arbeitete. Liza Marklunds Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt und sie ist die zweite skandinavische Autorin, der es gelang in die Bestsellerliste der New York Times zu gelangen.


9. September 1912: Marianne Zetterström, die Autorin der wenigen Worte
9.September 1962: Liza Marklund zwischen Politik und Kriminalroman 
9. September 1986: Die schwedische Liga der Maskierten

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Februar 2012

Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens

Am 14. Februar 1995 wurde die erste Metro, eine kostenlose Tageszeitung Schwedens, erstmals in der Stockholmer U-Bahn verteilt und wurde nahezu unmittelbar zur Konkurrenz der größeren Tageszeitungen, da die Metro durch Anzeigen finanziert wird, über einen redaktionellen, aktuellen Inhalt verfügt und kostenlos zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass man sie ohne jedes Problem an allen zentralen Orten der Großstädte findet, die von Reisenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln benutzt werden.

Auch wenn viele Schweden die Metro für ein schwedisches Produkt halten, so hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in London und die Zeitung erscheint täglich in 17 Ländern mit zahlreichen lokalen Ausgaben. Die Metro ist, außerhalb Japans, die meist gelesene Tageszeitung weltweit und spricht täglich rund 17 Millionen Leser an, die überwiegend in Großstädten wohnen und knapp gefasste Informationen zu lokalem Geschehen und zur Weltpolitik suchen, die während der Fahrt zur Arbeit konsumiert werden können.

Die Metro erscheint in Schweden in drei Ausgaben mit Lokalredaktionen, nämlich in Stockholm, Göteborg und Malmö. Die kostenlose Tageszeitung, die mittlerweile auch über eine Wochenendbeilage verfügt, hat auch erheblich dazu beigetragen die Cartoons Rocky von Martin Kellerman und Elvis von Tony und Maria Cronstam bekannt zu machen, da sie als erste Zeitung Schwedens war, die die Stärke der beiden gezeichneten Figuren erkannte und die Cartoons täglich veröffentlichte.

14. Februar 1900: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg

Copyright: Herbert Kårlin