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Dienstag, 9. Mai 2017

Der Architekt und Künstler Egon Møller-Nielsen

Egon Møller-Nielsen kam am 9. Mai 1915 als Sohn eines Ingenieurs in Kopenhagen zur Welt, legte dort im Jahr 1934 sein Abitur ab und studierte anschließend drei Jahre lang Skulptur und Architektur an der dänischen Kunstakademie. In den Jahren 1938 und 1939 arbeitete Møller-Nielsen dann in einem Architekturbüro in Helsingfors (Helsinki), um jedoch bei Kriegsausbruch nach Stockholm zu ziehen und dort in einem Architekturbüro zu arbeiten, ohne jedoch seine künstlerische Ausbildung als Skulpteur ganz zur Seite zu lassen.

Auch wenn Egon Møller-Nielsen sowohl in Helsinki als auch in Stockholm auch als Architekt aktiv war, so waren seine Leistungen in diesem Bereich beschränkt, da sich Møller-Nielsen weitaus mehr für die Landschaftsarchitektur, insbesondere jedoch die Integration von Kunst im öffentlichen Milieu interessierte. Im Jahr 1949 schuf der Künstler daher im Humlegården in Stockholm die erste an Kinder gerichtete Skulptur, die den Namen Tufsen erhielt. In dieser rundlichen Skulptur, in der Kinder spielen konnten, brachte Møller-Nielsen gleichzeitig die Geschichte der Menschheit durch die Integration von Muscheln, Steinen und anderen Gegenständen unter, die vor allem die Fantasie der Kinder anregte.

Auch als Skulteur ging Egon Møller-Nielsen, der am 27. September 1959 in Stockholm starb, einen sehr eigenen Weg, der auch mit seiner Tätigkeit als Widerstandskämpfer während des Zweiten Weltkriegs zu tun hatte und ihn lange Zeit von seinen Künstlerfreunden in Dänemark abgeschnitten hatte. In zahlreichen seiner Werke sind daher Eindrücke dieser Zeit verarbeitet, die er, als Gegenpol, mit idyllischen, prosaischen Elementen verknüpft. Møller-Nielsen, der auch nach Kriegsende weiterhin in Schweden blieb und auch an der künstlerischen Zeitschrift Prisma mitarbeitete, war während der letzten beiden Jahre seines Lebens auch als Hautlehrer für Skulptur am Konstfack in Stockholm beschäftigt.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1845: Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval
9. Mai 1944: Lars Norén und die schwedischen Außenseiter
9. Mai 1945: Beda Hallberg und der Kampf gegen die Tuberkulose
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden
9. Mai 1958: Das Moderne Museum (Moderna Museet) in Stockholm
9. Mai 2006: TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. März 2017

Die schwedische Künstlerin Ebba Hedqvist

Ebba Hedqvist wurde am 6. März 1909 als Tochter eines Arbeiters und Landwirts auf einem Bauernhof in Öjebyn in Nordschweden geboren. Nach der Grundschule verließ Hedqvist ihren Heimatort um ihr Geld als Boutiqueangestellte in Stockholm zu verdienen. Der Wunsch der jungen Frau war jedoch Künstlerin zu werden. Da es in Schweden für sie nahezu aussichtslos war eine über Grundstudien hinausführende Ausbildung zu finden, ging Hedqvist, als sie rund 30 Jahre alt war, nach Rom und Paris um dort Malerei und Skulptur zu studieren.

Zurück in Schweden hatte Ebba Hedquist, die mit ihrer Skulptur Flickhuvud auch den Zugang zum Nationalmuseum in Stockholm fand, zahlreiche Ausstellungen, wurde dennoch weniger als Malerin bekannt, sondern vor allem über ihre öffentlichen Skulpturen, die man in nahezu ganz Schweden finden kann. Hedqvist arbeitete mit dem unterschiedlichsten Material, angefangen von Holz und Stein bis zur Bronze. Neben der Malerei und den Skulpturen im öffentlichen Raum, zeichnet die Künstlerin auch für die Ausschmückung von Theatern und bedeutenden industriellen Gebäuden, wobei die Künstlerin bis wenige Jahre vor ihrem Tod am 10. Dezember 2001 aktiv war.

Ebba Hedqvist ist jedoch noch aus einem anderen Grund in Schweden unvergesslich, denn ab den 30er Jahren hatte die Künstlerin daran gearbeitet eine Künstlerkolonie zu schaffen, die Stiftung Konstnärshem. Das Ziel war, dass Gleichgesinnte einen Raum für den Gedankenaustausch hatten, sich unterstützten und auch die Chance hatten dort bis zu ihrem Lebensende an ihrer Kunst zu arbeiten. Erst 1974 sollte ihre Mühe Erfolg zeigen und die ersten Künstler konnten in den Häusern des Konstnärhem einziehen. Unterstützt wurde Hedqvist von zahlreichen Künstlern ihrer Zeit, unter anderem von Birgit Nilsson, Siri Derkert und Sven Erixson. Das erste zahlende Mitglied war indes Barbro Alving, die jedoch nie dort einzog.


6. März 1808: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. März 1823: Gustaf Ljunggren und die klassische Literatur Schwedens
6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1888: Der Schauspieler und Theaterdirektor Gösta Cederlund
6. März 1943: Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste
6. März 1988: Die schwedische Sängerin Agnes Carlsson 

Copyright: Herbert Kårlin