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Dienstag, 22. November 2016

Svenskarnas Parti, die Partei der Schweden

Am 22. November 2008 wurde in Schweden die Partei Nationalsozialistische Front aufgelöst, und entstand am gleichen Tag erneut unter der neuen Bezeichnung Folkfronten (Svenskarnas Parti, die Partei der Schweden). Auch wenn die Führungsgruppe und die Mitglieder mit jenen der vorhergehenden Partei nahezu identisch waren, so gab es einen wichtigen Unterschied, denn während die frühere Partei zum Nationalsozialismus nach deutschem Vorbild gestrebt hatte, gab sich die Svenskarnas Parti lediglich als nationalistisch und wollte nach außen zeigen dass sich die Partei für die Bewahrung des kulturellen Erbes Schwedens einsetzte.

Die Namensänderung von Nationalsocialistisk Front in Folkfronten, die jedoch bereits ein Jahr später in Svenskarnas Parti geändert wurde, konnte der Partei beim Volk zu einem gewissen Aufschwung helfen, während die schwedische Sicherheitspolizei jedoch davon ausging dass sich innerhalb der Partei und seiner Ziele nichts geändert hatte und die Gruppe nach wie vor der Weißen Macht nahestand. Dies beruhte nicht nur auf der Übernahme des alten Parteibüros, sondern in den Statuten der Svenskarnas Parti konnte man auch lesen dass der nationalistische Einsatz auf genetischer Basis erfolgen wird und auch die schwedische Staatsbürgerschaft nur auf genetischer Basis erworben werden kann.

Die Svenskarnas Parti konnte bei den Kommunalwahlen 2010 einige Sitze in den Stadträten erringen, wobei sich jedoch bereits nach wenigen Monaten herausstellte, dass Daniel Höglund, eine der wichtigsten Personen der Partei, auf falscher Basis in den Stadtrat von Grästorp gewählt worden war, da er dort keinen offiziellen Wohnsitz hatte. Sein Platz blieb daher bald leer. Als dann auch noch bekannt wurde dass etwa ein Drittel aller Mitglieder der Partei vorbestraft waren, häufig wegen Gewaltdelikten, verschwanden auch die neuen Wähler der Svenskarnas Parti bald wieder. Das Fiasko bei den kommenden Wahlen des Jahres 2014 führte dann dazu dass die Partei, die ein ethnisch homogenes Schweden schaffen wollte, im Mai 2015 aufgelöst wurde, und damit auch den Weg für die Sverigedemokraterne weiter öffnete.


22. November 1595: Das Vadstena Kloster wird aufgelöst
22. November 1758: Carl Birger Rutström, Reichsantiquar und Medizinalrat
22. November 1844: Oscar Norén und die Entstehung des Svenska Dagbladet
22. November 1900: Der Schriftsteller und Regisseur Harald Molander
22. November 1906: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
22. November 1977: Die nordschwedische Sängerin Annika Norlin
22. November 2009: Thomas Brylla, Sport im Jugendbuch und im Kriminalroman

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 15. Juni 2016

Der Schriftsteller und Poet Marcus Birro

Marcus Birro kam am 15. Juni 1972 als Sohn eines italienischen Vaters und einer schwedischen Mutter in Göteborg zur Welt und wuchs unter bescheidenen Verhältnissen in einem Vorort der Stadt auf. Die Ehe der Eltern zerbrach als Birro 16 Jahre alt war und stürzte den Jugendlichen zwischen zwei Welten, nämlich zwischen das väterliche Italien und die schwedische Erziehung. Birro begann in einer Rockband zu spielen, nahm verschiedene Jobs an und besuchte zeitweise die Universität, ohne jedoch je ein seriöses Studium zu beginnen. Seine umfassenden Kenntnisse sammelte er nach einer persönlichen Methode.

Marcus Birro suchte den Weg nach oben. Zwischen 1999 und 2009 konnte man ihn in unterschiedlichen Radioprogrammen hören, er tauchte immer öfter im Fernsehen auf und zeigte sich, unter anderem, als Fußballspezialist. In diesen Jahren tauchte auch die religiöse Neigung Birros auf, der zwar Mitglied der Svenska Kyrkan ist, jedoch seit Jahren davon spricht zum Katholizismus überzutreten. Das gespaltene Wesen Birros zeigt sich jedoch nicht nur in der Religion, denn durch das starke Vertreten seiner persönlichen Meinungen durch provokative Aussagen wird er in Schweden gleichzeitig zum Vorbild als auch zur Hassfigur, die Morddrohungen erhält. Das Selbstvertrauen des Poeten, wie er sich selbst beruflich bezeichnet, ist enorm, so dass er die Kritik an seiner Person nur selten versteht.

Ab 2014 bricht die Karriere von Marcus Birro ein, denn er kritisiert offen den Islam und ist in einem Podcast der Sverigedemokraterna zu hören. Expressen entlässt Birro, und auf Grund seiner kontroversen Stellungsnahmen verliert er weitere drei Daueraufträge. Auch die Ehe beginnt in eine Krise zu geraten, und als 2015 bekannt wird dass der Christ mit der Ehefrau eines führenden Sverigedemokraten ein Verhältnis hat, wird Birro von vielen Seiten ganz gemieden. Marcus Birro besitzt, nach eigenen Aussagen, ausschließlich die italienische Nationalität, was ihm 2010 zum Verhängnis wurde, als er sich zum Vorsitz der Christdemokraten bewerben wollte. Als Literat macht sich Marcus Birro vor allem als trockener Alkoholiker einen Namen, da er bereits sehr viel über seinen Weg aus dem Alkohol schrieb.


15. Juni 1587: Freiherr Gabriel Gustafsson Oxenstierna
15. Juni 1587: Gabriel Gustafsson Oxenstierna auf Tyresö Schloss
15. Juni 1744: Maria Kristina Kiellström, bekannt als Ulla Winblad
15. Juni 1866: Die Stockholmer Ausstellung des Jahres 1866
15. Juni 1926: Gun Kessle und die Dritte Welt
15. Juni 1981: Kodjo Akolor, Komiker wider seinen Willen
15. Juni 1998: Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 15. Januar 2016

Die schwedische Piratenpartei (Piratpartiet)

Auch wenn Rickard Falkvinge die Website der schwedischen Piratenpartei (Piratpartiet) bereits am 1. Januar 2006 online gab und die offizielle Eintragung als Partei erst am 15. Februar des gleichen Jahres erfolgte, geht die Gründung der Piratpartiet auf den 15. Januar 2006 zurück, denn an diesem Tag entstand das erste Parteiprogramm, das sich damals vor allem auf Urheberrecht und den Schutz von Warenzeichen erstreckte. Die Grundidee dabei war vor allem das private vom wirtschaftlichen Recht zu trennen, zum Beispiel private Downloads zu erlauben, jedoch gewerbsmäßige zu verbieten.

In jenen Jahren entstanden in etwa 70 Länder Piratenparteien, die in einigen Ländern kaum beachtet wurden, in anderen bald einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnten.Da in Schweden in dieser Zeit mehrere bedeutende Gesetze in Vorbereitung waren, die das Persönlichkeitsrecht einschränken sollten und zudem die Site The Pirate Bay juristische Probleme bekam, gehörte Schweden zu den Ländern in denen sehr viel über die Piratpartiet gesprochen wurde und schon 2009 bekam die junge Partei ein Mandat im Europaparlament. Die Hoffnungen im Jahre 2010 auch in das schwedische Parlament einzuziehen, erfüllten sich jedoch nicht, denn die Piratenpartei erreichte gerade einmal ein Prozent an Wählerstimmen und lag damit unterhalb der Sperrgrenze.

Die Piratpartiet arbeitete anschließend ein vollständiges Parteiprogramm aus und präsentierte sich 2014 erneut in den lokalen, nationalen und europäischen Wahlen, ohne jedoch, im Gegensatz zu Deutschland, auch nur in die Nähe der notwendigen Stimmen zu kommen, denn die die Diskussion über Persönlichkeitsrechte hatte sich längst nach rechts verlagert und die politische Diskussion ging überwiegend über die Sverigedemokraterna, Fragen der Integration und der Fremdenfeindlichkeit. Seit dieser Zeit liegt die schwedische Piratenpartei wieder in der Startposition, ohne jedoch die Medien auf sich aufmerksam machen zu können. Auf Grund der mittlerweile relativ geringen Anzahl an Mitgliedern ist auch die finanzielle Position der Piratpartiet in Schweden sehr angespannt.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Februar 2015

Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)

Auch wenn man heute vor allem die Sverigedemokraterna in die rechte und fremdenfeindliche Ecke Schwedens stellt, so darf man in diesem Rahmen nicht die Partei Ny Demokrati vergessen, die am 4. Februar 1991 von Ian Wachtmeister und Bert Karlsson in Skara gegründet wurde und nicht nur, in großen Linien, die gleiche Politik verfolgte wie die Sverigedemokraterna, sondern von 1991 bis 1994 auch im Parlament vertreten war und kurze Zeit die ausschlaggebenden Stimmen zur Politik Schwedens hatte. Zum Unterschied der Sverigedemokraterna, die mit nationalistischen Parolen auftreten, bezeichnete sich die Ny Demokrati als die Partei der gesunden Vernunft.

Ian Wachtmeister und Bert Karlsson hatten, wie viele kleinere Parteien Schwedens, kein Gesamtprogramm und erreichten ihre Wähler vor allem mit populistischen Aussagen. Ny Demokrati forderte geringere Steuern, weniger öffentliche Angestellte, ein reduziertes Parlament und vor allem eine restriktive Flüchtlingspolitik, wobei in diesem Rahmen die Parolen der Partei immer fremdenfeindlicher wurden, was letztendlich dazu führte, dass die Mitgliederanzahl schrumpfte, Ny Demokrati die Wahlen im Jahre 1994 verlor und die Partei 2000 dann sogar den Konkurs anmelden musste.

Wie Meinungsumfragen des Jahres 1991 zeigen, baute der Erfolg der Partei zum einen auf ihre Volksnähe und ihre Kritik an den Machthabern, zum anderen darauf, dass immer mehr Schweden keine zusätzlichen Flüchtlinge mehr im Land haben wollten. Diese beiden Punkte reichten für die Partei um bei den Parlamentswahlen des Jahres1991 rund 6,7 Prozent der Stimmen zu erhalten. Wegen internen Parteistreitigkeiten verließ Ian Wachtmeister die Partei bereits 1994 wieder und Bert Karlsson, der heute sein Geld vor allem mit steuerlich finanzierten Flüchtlingsunterkünften verdient, verließ die Partei ein Jahr später, um jedoch sofort die lokale Partei Skara Framtid zu gründen, die mittlerweile ebenfalls wieder aufgelöst wurde.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
4. Februar 1862: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident 
4. Februar 1995: Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei 
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron 
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 17. Mai 2014

Jimmie Åkesson, Vorsitzender der Sverigedemokraterna

Jimmie Åkesson wurde am 17. Mai 1979 in Ivetovta in der Nähe von Sölvesborg in Skåne geboren. Schon mit 14 Jahren war er Mitglied der Jugendorganisation der Moderaterna, die er jedoch bereits 1995 wieder verließ um sich den Sverigedemokraterna anzuschließen, da er mit der Europapolitik der Moderaterna nicht einverstanden war und der Überzeugung war, dass Schweden durch eine höhere Selbständigkeit stärker sei und Europa zudem die schwedische Kultur vernichten würde, aber auch die Wirtschaft des Landes hindere.

Ab 1997, als Jimmie Åkesson gerade einmal 18 Jahre alt war, begann der Politiker sich auf nationalem Niveau zu engagieren, bildete die Jugendorganisation der Sverigedemokraterna um, zog ein Jahr später im Gemeinderat in Sölvesborg ein und wurde 2000 der Vorsitzende der Jugendorganisation. Nach internen Querelen innerhalb der Sverigedemokraterna kam Åkesson 2005 an die Spitze der Partei, wurde hauptberuflich Politiker und gab der Partei eine klare politische Linie, die, insbesondere durch die Forderung die Einwanderung jeder Art von Migranten zu begrenzen, die Sverigedemokraterna zu einer einflussreichen Partei Schwedens machte.

Wie mehrere Spitzenpolitiker Schwedens, so hat auch Jimmie Åkesson seine akademische Bildung nur begonnen und beendete, zumindest vorübergehend, sein gesellschaftsorientiertes Studium an der Universität Lund nach der Halbzeit und ohne jeden Abschluss. Gerade die antiislamische Einstellung Åkessons, die Kritik zur Europapolitik und seine Forderung einer neuen Asylpolitik führen der Partei permanent neue Sympathisanten zu und machten den Politiker zu einem der bedeutendsten Meinungsbilder des Landes.


17. Mai 1788: Das Dramaten in Stockholm, das Nationaltheater Schwedens
17. Mai 1900: Der erste Lastwagen Schwedens liefert Bier
17. Mai 1918: Die schwedische Opernsängerin Birgit Nilsson
17. Mai 1936: Lars Gustafsson und die gesellschaftskritische Literatur der Gegenwart
17. Mai 1987: Gunnar Myrdal und der politische Wandel Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Februar 2014

Die nationalistische Partei Sverigedemokraterna

Die nationalistische schwedische Partei Sverigedemokraterna (Schwedendemokraten) wurde am 6. Februar 1988 durch einen Zusammenschluss mehrerer extrem rechter, nazistischer, rassistischer und nationalistischer Gruppierungen gegründet und sollte vor allem gegen die Einwanderung, den Einfluss multikultureller Ideen und die Zerstörung der historischen und klassischen Werte Schwedens kämpfen, insbesondere durch den politischen Einfluss in Stadträten und im Parlament.

Allerdings gewannen die Sverigedemokraterna mit dieser extremen Linie zu wenige Mitglieder um tatsächlich ihren Ideen Gehör zu verschaffen. Erst als Jimmie Åkesson im Jahre 2005 der Vorsitzende der Partei wurde und Abstriche bei den extremsten Forderungen machte, gewann die Partei ein gewisse Ansehen, auch wenn sie bei den Parlamentswahlen 2006 die Vier-Prozent-Schwelle noch nicht überschreiten konnte. Bereits bei den Wahlen des Jahres 2010 gelang es den Sverigedemokraterna jedoch 5,7 Prozent der Wähler mit ihrem Programm zu überzeugen und konnten damit 20 Mandate zählen, was bedeutete, dass sie bei Streitigkeiten zwischen rechtem und linkem Block zur entscheidenden Mehrheit verhalfen, da die Allianzregierung bei Abstimmungen nicht über die absolute Mehrheit verfügte.

Der steigende Erfolg der Partei hängt vor allem mit seinem populistischen Auftreten zusammen und der Angst vieler Schweden vor einer „Invasion“ durch Einwanderer, die die schwedischen traditionellen Werte zerstören. Nachdem die Sverigedemokraterna dabei, ohne dies ausdrücklich zu nennen, einerseits die aktuelle Flüchtlingspolitik als Gefahr darstellen und andererseits auch von einer intensiveren Bekämpfung der Kriminalität sprechen, ziehen viele ihrer Wähler hier ein Parallele und sehen Flüchtlinge und Migranten oft als kriminelle und arbeitsscheue Personen, die sich nicht integrieren wollen und ihre eigene Kultur und Religion den Schweden aufdrängen wollen.


6. Februar 1837: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt
6. Februar 1900: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
6. Februar 1914: Der letzte politische Machtbeweis der schwedischen Könige
6. Februar 1993: Der Nationaltag der Samen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 25. Oktober 2011

Fredrik Reinfeldt, Ministerpräsident Schwedens

Am 6. Oktober 2006 wurde John Fredrik Reinfeldt Schwedens Ministerpräsident und damit zum wichtigsten politischen Mann des Landes. 2010 wurde er dann, nachdem seine Partei, die Moderaterna (Moderaten), über 30 Prozent der Wählerstimmen bekam, erneut Ministerpräsident, was bedeutet, dass er Shweden bis 2014 steuern wird. Seine „Allians för Sverige“, die seit 2010 als Minoritätsregierung an der Macht ist, formte Reinfeldt bereits 2004, ein Jahr nachdem er am 25. Oktober 2003 bereits der Vorsitzende der Moderaterna geworden war und er der Partei mit dem Begriff „De nya Moderaterna“ einen neuen Anstrich gegeben hatte.

Fredrik Reinfeldt, der in Stockholm Wirtschaftswissenschaften studierte, begann seine politische Karriere bereits mit 18 Jahren, als er dem Jugendverband der Moderaterna beitrat und von dieser Zeit an nahezu permanent eine wichtige Rolle in der Partei einnahm und dann mit 26 Jahren ins Parlament einzog. Reinfeldt einigte in den 90er Jahren den Jugendverband der Partei und führte ihn 1992 sehr erfolgreich auf eine konservative Linie zurück. Die Veröffentlichung seines Buches „Det sovande folket“ im Jahre 1993 stürzte die Partei jedoch in eine Krise, da er hier offen das Wohlfahrtsystem Schwedens angriff und er forderte, dass niemand, auch kein Arbeitsloser, in Schweden von Steuergeldern leben darf, sondern eine Leistung bringen muss. Erst 1995 begann Fredrik Reinfeldt dann einer weniger harten Linie zu folgen, da er von der Parteiführung wegen seinen extrem rechten Forderungen zur Mäßigung gebeten worden war.

Als Fredrik Reinfeldt dann 2004 die „Allians för Sverige“ einging, indem er einen Bund mit den anderen drei bürgerlichen schwedischen Parteien (Volkspartei, Zentrumspartei und Christdemokraten) schloss, konnte er einen starken Bund gegen die Sozialdemokratische Regierung aufbauen und zudem sicher sein, dass seine Partei bei einer erfolgreichen Wahl den Ministerpräsidenten stellen würde. Als er dann bei den Wahlen 2006 als jugendlicher, dynamischer Kandidat die Vollbeschäftigung in Schweden versprach, konnte er sich die Macht sichern. Bei seiner Wiederwahl im Jahr 2010 konnten dann jedoch die extrem rechten Sverigedemokraterna (Schwedendemokraten), auf Kosten der Allians, im Parlament einziehen und Reinfeldt musste sich mit der Rolle der Minoritäten-Ministerpräsidenten zufrieden geben.

Als die Regierungsallianz im Jahre 2014 die Macht an eine Koalition der Sozialdemokraten und der Grünen abgeben musste, folgte der Sozialdemokrat Stefan Löfven Reinfeldt als Ministerpräsident. Reinfeldt trat bei diesem Anlass auch als Vorsitzender der Moderaterna zurück und erklärte seinen Rücktritt aus der schwedischen Politik.

25. Oktober 1980: Die Grünen Schwedens werden gegründet

Copyright: Herbert Kårlin