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Samstag, 20. April 2013

Björn Skifs, mehr als nur ein schwedischer Sänger

Björn Skifs wurde am 20. April 1947 in Vansbro in Dalarna geboren und hatte seine ersten Auftritte noch als Kind, nämlich in einer lokalen Revue, die sein Vater im Heimatort schuf. Als Skifs 15 Jahre alt war, gründete er die Popband Slam Creepers, die 1966 den ersten Preis in einem Popwettberwerb des schwedischen Staatsfunks Sveriges Radio gewann und bis 1969 regelmäßig auf Tournee ging. Die Band löste sich 1969 auf und Björn Skifs wollte neue Wege gehen.

Gemeinsam mit Eva Rydberg und Lars Kühler schuf Björn Skifs mehrere Shows, begann für das Fernsehen zu arbeiten und 1972 bildete er erneut eine Band, die den Namen Blåblus erhielt und 1974 mit Hooked on a Feeling in die amerikanische Billboard-Liste kam. Im folgenden Jahr nahm Skifs dann mit Michelangelo an der schwedischen Vorentscheidung des Eurovision Song Contests teil, den er allerdings erst 1978 und 1981 gewann. In den 80er Jahren kamen neue Shows, unter anderem in der Hamburger Börs in Stockholm, die Hauptrolle im Musical Spök und die Hauptrolle im Film Strul, der einer der meist gesehenen Filme des Jahrzehnts wurde.

Vor rund zehn Jahren nahm Björn Skifs dann erneut Schallplatten auf, wobei er mit Håll mitt hjärta, einem Song des Comeback-Albums Back on Track, 142 Wochen lang in den Svensktoppen blieb. 2010 kam dann nicht nur eine neue Schallplatte, sondern auch eine neue Show im Circus in Stockholm. Der Höhepunkt des gleichen Jahres war dann jedoch sein Auftritt bei der königlichen Hochzeit am 19. Juni 2010, als er, gemeinsam mit Agnes Carlsson, vor der Kronprinzessin Victoria When you tell the world you are mine sang.


20. April 1907: Tradition der Majblomman (Maiblume) in Schweden
20. April 1978: Neues Thronfolgegesetz in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Montag, 2. Juli 2012

Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden

Désirée Silfverschiöld wurde am 2. Juni 1938 im Haga Schloss als die dritte Tochter des Kronprinzen Gustaf Adolf und seiner Ehefrau Sibylla geboren. Désirée ist damit eine ältere Schwester des Königs Carl XVI. Gustaf. Da Désirée Silverschiöld jedoch einen für die Zeit sehr fremdländischen Namen erhalten hatte, war sie die einzige Schwester des gegenwärtigen Königs, die auf die allgemeine Namensgebung der kommenden Jahre keinerlei Einfluss auswirkte. Erst die gegenwärtige Kronprinzessin Victoria erhielt dann wieder den Vornamen ihrer Tante und wurde Victoria Ingrid Alice Désirée getauft.

Désirée Silfverschiöld ging, wie auch ihre Schwestern, in die Franska Skolan und  studierte anschließend Sprachen in der Schweiz und besuchte das Konstfack in Stockholm, wo sie sich mit textilen Techniken auseinandersetzte. Noch heute beschäftigt sich die sehr pressescheue Désirée mit Handarbeiten und textiler Kunst. Die königliche Tochter ist die einzige, die man kaum in der Öffentlichkeit sieht und die daher auch den Ruf der Unnahbaran erhielt.

Als Prinzessin Désirée am 5. Juni 1964 den vier Jahre jüngeren, bürgerlichen Freiherren Niclas Silfverschiöld heiratete, musste sie den königlichen Titel ”Prinzessin” ablegen, was jedoch nur dazu führte, dass sie dann den Ehrentitel ”Prinzessin Désirée, Freifrau Silfverschiöld” verliehen bekam und weiterhin eine Prinzessin war. Das Ehepaar siedelte sich auf Schloss Koberg bei Trollhättan an, einem Bau, der seit 1776 dem Geschlecht Silfverschiöld gehört und teilweise bereits im 15. Jahrhundert erbaut wurde.


2. Juli 1908: Schwedens Handelsverträge und Handelsbeziehungen zu China
2. Juli 1940: Der schwedische Sänger Robert Broberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Juni 2012

Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée

Am 19. Juni 2010 heiratete die schwedische Kronprinzessin Victoria den bürgerlichen Daniel Westling, der damit zum schwedischen Prinzen ernannt und Herzog des Västergötland wurde. Auf den Tag genau 34 Jahre vorher hatte auch Silvia ihren König Carl XVI. Gustaf geheiratet, wobei der Hochzeitstag Victorias auch nur fünf Tage nach den Geburtstag der Kronprinzessin gelegt wurde. Aber nicht nur die Ehe und die eigens für Victoria geänderte Thronfolge sind eine Besonderheit im Leben der Kronprinzessin.

Als Victoria am 14 Juli 1977 als einfache Prinzessin geboren wurde, war sie seit 1807 das erste Kind, das ein schwedisches Königspaar zur Welt bekam als es bereits an der Regierung war. Als die schwedische Thronfolgerin dann am 27. September des gleichen Jahres getauft wurde, benutzte der Erzbischof Olof Sundby dafür Quellwasser aus Öland, der Insel, auf der sie, mit einer einzigen Ausnahme, bisher jeden Sommer verbrachte und wo sie nun, nach ihrer Ehe und der Geburt der Tochter Estelle auf ein eigenes Strandhaus hofft.

Kronprinzessin Victoria lernte Daniel Westling bereits 2001 kennen, als er ihr persönlicher Träner war. Obwohl sie bereits 2002 ein Paar wurden, dauerte es bis zum 24. Februar 2009, bis Daniel auch offiziell als Victorias Partner anerkannt wurde und die Ehe vorbereitet werden konnte. Seit 2004 verfügt Victoria über einen eigenen Hofstaat, der jedes Jahr über ein Budget von über sechs Millionen Kronen verfügt. Seit der Eheschließung am 19. Juni 2010 verfügt nun auch Prinz Daniel über eigene Sekretäre und Berater.


19. Juni 2005: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
19. Juni 2010: Königliche Hochzeiten in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. April 2012

Victoria von Baden wird schwedische Königin

Am 4. April 1930 starb Victoria von Baden, die ab 1907 als Ehefrau von Gustaf V. die Königin Schwedens war. Victoria war die einzige Tochter des deutschen Großherzogs Friedrich von Baden und damit auch die Enkelin des deutschen Kaisers Wilhelm II. Die Verbindung zwischen dem Kronprinzen und der Prinzessin war vor allem politisch bedingt und sollte Schweden und Deutschland näher führen, wobei Victoria in diesem Zusammenhang eigentlich erst die dritte Lösung war, da die vorher geplanten Verbindungen mit zwei anderen adeligen Frauen Deutschlands bereits gescheitert waren.

Während man von der Kindheit von Victoria von Baden noch weiß, dass sie von ihrer Mutter selbst in kältesten Wintern dazu gezwungen wurde in kalten Räumen zu schlafen und sie im Schloss, gemeinsam mit 15 anderen Mädchen, auch Französisch und Englisch lernen musste, dass sie als Pianistin vor allem Wagner spielte und von Fotografie begeistert war, ist über ihr Leben in Schweden kaum etwas Persönliches erhalten, denn auf ihren eigenen Wunsch wurden nach ihrem Tode alle Fotos, die sie abbildeten vernichtet und nach dem Tod von Gustaf V. wurden auch sämtliche Briefe, die das Ehepaar austauschte, verbrannt.

Auch wenn die Verbindung zwischen Schweden und Deutschland eher zwischen Oscar II. und Kaiser Wilhelm II. bestimmt wurde, so schienen die beiden sich bereits beim ersten Treffen zu verlieben, denn als Gustaf V. Victoria von Baden am 27. Februar 1881 erstmals anlässlich einer Hochzeit traf, so dauerte es gerade einmal bis zum 12. März bis er um ihre Hand anhielt und die Verlobung öffentlich bekannt gegeben wurde. Bis zur Ehe, die am 20. September des gleichen Jahres stattfand, musste die zukünftige Königin Schwedens dann die schwedische Sprache lernen, sowie die schwedische Politik und die Geschichte der Verfassung des Landes, damit sie ihrer neuen Rolle vom ersten Tag an gerecht werden konnte.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 12. März 2012

Victoria, der verschobene schwedische Namenstag

Victoria, auch Viktoria geschrieben, hat in Schweden seit dem 12. März 1882 jeweils am heutigen Tag Namenstag. Da die schwedische Kronprinzessin ebenfalls Victoria als Rufnamen hat, hat dieser Tag in Schweden eine besondere Bedeutung, da an ihm an allen öffentlichen Stellen die schwedische Flagge zu Ehren der Kronprinzessin hochgezogen wird. Dieses Jahr wird Kronprinzessin Victorias Namenstag allerdings erstmals nicht öffentlich gefeiert und sie wird daher auch keine öffentlichen Glückwünsche und Ehrenbeweise entgegennehmen.

Bis 1830 wurde der Namenstag Victoria allerdings nach katholischem Brauch noch am 25. Dezember gefeiert, zu Ehren der Märtyrin, die während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian gegen das Jahr 305 in Rom starb. Die heilige Victoria wurde in der Arena in Rom einem Stier vorgeworfen, der sie, so zumindest die Legende, zerrissen und zertrampelt hat. Als Christin denunziert soll sie ihr Ehemann haben, der sich dadurch seine Karriere sicherte. Zwischen 1831 und 1882 wurde dann in Schweden mit dem katholischen Brauch gebrochen und der Namenstag Victorias auf den 23. Dezember vorverlegt.

1882 konnte man Victorias Namenstag dann mit einem konkreten schwedischen Ereignis in Verbindung bringen. Da sich die deutsche Prinzessin Victoria von Baden am 12. März 1881 mit dem künftigen schwedischen König Gustav V. verlobt hatte, wollte man in besonderer Weise an diesen ereignisreichen Tag erinnern und entschied sich daher Victorias Namenstag in Zukunft immer am 12. März zu feiern und sich damit von jedem Heiligenkult endgültig entfernen.

12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Juni 2011

Königliche Hochzeiten in Schweden

Auch wenn man heute vor allem davon spricht, dass Kronprinzessin Victoria am 19. Juni 2010 Daniel Westling in der Storkyrkan in Stockholm heiratete, so darf man nicht vergessen, dass auch Victorias Mutter Silvia an einem 19. Juni heiratete. Am 19. Juni 1976 trat nämlich auch Silvia Sommerlath mit Carl XVI. Gustaf in der Stockholmer Storkyrkan vor den Traualtar.

Die beiden Hochzeiten zeigen, außer dem Datum, mehrere Ähnlichkeiten, die sich nicht nur darauf beschränken, dass jeweils einer der Partner bürgerlicher Herkunft war. So wurden am Vorabend der Hochzeit die beiden Brautpaare auch mit ihrer Lieblingsmusik gehüllt. Der zukünftigen Königin Silvia bot Abba sein „Dancing Queen“ und Kronprinzessin Victoria konnte Roxette mit „The Look“ lauschen.

Nach den verschiedenen Problemen, die die Skandale um den König Carl XVI. Gustaf, dem schwedischen Königshaus letztes Jahr verursachten, taucht zum Jahrestag der beiden Hochzeiten auch erneut die Frage auf, ob es nicht sinnvoll sei, dass der König seiner Tochter den Thron überlässt, denn er selbst war gerade einmal 27 als er zum König gekrönt wurde, während Victoria bereits 34 Jahre alt ist und die Aussage des Königs, dass sie der Last der Verantwortung noch nicht gewachsen sei, wenig glaubwürdig wirkt.

19. Juni 1827: Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée
19. Juni 2005: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Mai 2011

Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom

Am 4. Mai 1991 gewann die schwedische Sängerin Carola mit „Fångad av en stormvind“ den Eurovision Song Contest in Rom, obwohl Schweden und Frankreich bei der Schlagerausscheidung punktgleich waren. Entscheidend war letztendlich, dass Carola von mehr Ländern zehn Punkte erhalten hatte als Frankreich.

Carola Maria Häggkvist, geboren am 8. September 1966 in Hägersten (Stockholm), nahm viermal beim Eurovision Song Contest für Schweden teil und gehört, nach Abba, zu den Sängerinnen, die am meisten Schallplatten in Schweden verkauft hat. Ihre Versuche, auch im ausländischen Markt Fuß zu fassen, waren jedoch jedes Mal ohne dauerhaften Erfolg.

Trotz ihrer großen Erfolge bereits zu Beginn ihrer Karriere, hatte Carola ab 2001 Schwierigkeiten das schwedische Publikum zu halten, da sie sich immer mehr im Milieu der schwedischen Freikirchen bewegte und selbst die Hauptrolle in einer Sendung mit Exorzismus einnahm oder auf der Bühne deutlich ein Kreuz in die Höhe hielt. Ihren bisher letzten bedeutenden Auftritt hatte sie während der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria mit Daniel, wo sie, unter anderem „Det är bara vi“ vorführte, ein Song, der exklusiv für die Hochzeit geschrieben wurde.

4. Mai 1436: Engelbrekt Engelbrektsson wird ermordet
4. Mai 1959: Inger Nilsson und der Fluch Pippi Langstrumpf zu sein 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 12. März 2011

Kronprinzessin Victoria hat Namenstag

Am 12. März jeden Jahres feiert Kronprinzessin Victoria ihren Namenstag, der nicht nur in Stockholm, sondern in ganz Schweden Beachtung findet. An diesem Tag können die Bevölkerung Stockholms und seine Besucher sich für etwa eine Stunde lang im inneren Borggården des königlichen Schlosses aufhalten, die Ankunft der Musikkapelle und die Wachablösung verfolgen und etwa 20 Minuten lang der schwedischen Kronprinzessin Victoria zujubeln.

Der Namenstag der Kronprinzessin gehört zu den 17 offiziellen Tagen Schwedens an denen die schwedische Flagge im ganzen Land gehisst werden soll. Wer daher zwischen Malmö und Kiruna unterwegs ist, wird an diesem Tag nicht nur an allen öffentlichen Gebäuden, sondern auch in sehr vielen Gärten des Landes die schwedische Flagge entdecken und auch das eine und andere Fenster sehen, in dem kleinere schwedische Fahnen und Wimpel zu sehen sind.

Während jedoch zu Mittsommer und am schwedischen Nationalfeiertag nahezu alle, die eine schwedische Flagge besitzen, diese auch an ihrem Mast hochziehen, verliert der Flaggdag (Flaggentag) bei Ereignissen des schwedischen Königshauses mehr und mehr an Bedeutung, was auch Victorias Beliebtheit und ihr medialer Einsatz nicht ändern können.

12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag

Copyright: Herbert Kårlin