Donnerstag, 31. Januar 2013

Tomas Gustafson und der Weltrekord im Eisschnelllauf

Der am 28. Dezember 1959 in Katrineholm geborene Tomas Gustafson begann seine sportliche Karriere bei der Jugendweltmeisterschaft im französischen Grenoble im Jahre 1979, als er im Mehrkampf den vierten Platz belegte. Nur ein Jahr später gelang es ihm bei den Olympischen Spielen im Eisschnelllauf über 1500 Metern den siebten Platz zu erlangen, was ihn zu einem der erfolgversprechendsten schwedischen Eisschnellläufern machte.

Am 31. Januar 1982 wurde Tomas Gustafson dann nicht nur Europameister beim Eisschnelllauf über 10.000 Meter, sondern stellte dabei gleichzeitig einen Weltrekord auf. Bei den Olympischen Spielen im Jahre 1984 in Sarajewo errang Gustafson über 5000 Meter Gold und über 10.000 Meter Silber. Motivation und Training halfen Gustafson dann 1988 in Calgary in beiden Ausscheidungen zur Goldmedaille. Dieses Jahr war jedoch das letzte, bei dem er brillieren konnte und in Schweden zudem mit dem Jerringpris ausgezeichnet wurde.

Als Tomas Gustafson 1992 erneut bei der Olympiade in Albertville antrat, verblasste sein Stern und der Sportler gab seine Karriere auf um sich als Firmenberater zu betätigen und seinen Zuhörern Motivation und persönlichen Erfolg zu erklären, gegen eine Gebühr ab 20.000 Kronen. Neben dieser Tätigkeit ist Gustafson auch der Vorsitzende des schwedischen Olympiakomitees. Tomas Gustafson lebt mit seiner Frau, der ehemaligen Curlerin Elisabet Gustafson, in Uppsala.


31. Januar 1976: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens

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Mittwoch, 30. Januar 2013

Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz

Am 30. Januar 1716 wurde Carl Fredrik Adelcrantz in Stockholm geboren. Bereits mit 24 Jahren erhielt er, nach einer vierjährigen Studienreise, den ersten Auftrag in der Bauaufsicht der Stockholmer Schlösser und zwei Jahre später war er stellvertretender Schlossarchitekt unter Carl Hårleman und begann seine ersten Zeichnungen anzufertigen. Parallel dazu war Adelcrantz noch Hofjunker bei Adolf Fredrik und Lovisa Ulrika, was im Prinzip bereits eine hervorragende Karriere garantierte.

Als daher Hårleman im Jahre 1753 verstarb, wurde der junge Carl Fredrik Adelcrantz zum offiziellen Hofarchitekten ernannt. Seine erste bedeutende Arbeit war im Jahre 1763 der Bau des chinesischen Schlosses (Kina slott) auf Drottningholm, das heute mit in das Kulturerbe der Unesco eingeht. Ab dieser Epoche wurde Adelcrantz von Gustav III. mit dem Bau aller bedeutenden Gebäude beauftragt, so dass man bei allen königlichen Bauten, die zwischen 1763 und 1783 entstanden den sehr deutlichen Stil „Gustav III.“ von Adelcrantz erkennen kann.

Der Architekt Carl Fredrik Adelcrantz zeichnete die Adolf Fredriks Kyrka, das Drottningsholmsteatern und das Gustavianska operahuset in Stockholm, die Tyska Kyrka in Göteborg, aber auch sein eigenes Wohnhaus, den Adelcrantzka palatset, der heute das Finansdepartementet der Regierung beherbergt. Trotz seiner Bedeutung als Architekt, starb Adelcrantz arm und wurde das Opfer von politischen Machenschaften, deren Technik er nicht beherrschte und nicht verstand.


30. Januar 1941: Erik Lindorm, ein Anarchist wird zum Schriftsteller
30. Januar 1945: Die größte menschliche Katastrophe auf der Ostsee
30. Januar 1982: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt 

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Dienstag, 29. Januar 2013

Schwedische Banken schließen ihre Schalter

Nach den Parlamentswahlen im Jahre 1985 unternahm der schwedische Ministerpräsident Olof Palme einige schwerwiegende Reformen, die für den schwedischen Bürger katastrophale Auswirkungen haben sollten und in so manchen Punkten den heutigen Problemen mit den überhöhten Immobilienpreisen und dem hohen, teilweise nicht abgesicherten Kreditniveau der Banken bei Immobilienkrediten entsprechen bei denen nur die Zinsen bezahlt werden müssen, damit sich die Banken auf einfachste Wege bereichern können.

Olof Palme hatte als eine der Maßnahmen, die die hohe Inflationsrate senken sollte, die Regeln für Immobilienkredite geändert und sämtliche politische lenkende Maßnahmen beseitigt. Die wichtigsten Änderung war die Freigabe jeder Kreditregelung und das Abschaffen der Kreditgrenzen, was bedeutete, dass die Banken plötzlich unbegrenzt in Immobilien investieren konnten und ungesicherte Kredite in gigantischer Höhe vergaben, was den Gewinn der Banken natürlich bedeutend erhöhte.

Parallel zu dieser Entwicklung war die Gewerkschaft der Bankangestellten und Finanzberater immer mehr erstarkt, die ab Ende der 80er Jahre dafür kämpfte, dass auch die Mitglieder von diesem massiven Gewinn der Banken ein Stück Kuchen bekommen sollten, was jedoch die Bankmanager nicht einsahen. Am 29. Januar 1990 brach daher ein offener Konflikt zwischen den Bankmanagern und den Angestellten aus, den die Banken auf ihre Weise lösten, denn sie sperrten rund 60.000 Angestellte aus, entließen etwa 10.000 und schlossen die Mehrheit der Banken bis zu zwei Monate, was sich auf die gesamt Bevölkerung auswirkte.


29. Januar 1688: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens
29. Januar 1850: Der Yrvädertisdagen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Januar 2013

Das Rauchverbot in schwedischen Restaurants

Das Rauchverbot in Restaurants hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verschärft. So war es zum Beispiel bis 1993 noch grundsätzlich erlaubt in Restaurants zu rauchen und nur Einrichtungen mit mehr als 50 Sitzplätzen mussten eine Abteilung für Nichtraucher schaffen damit diese ohne von Rauch belästigt zu werden etwas essen oder trinken konnten. In der Tat betraf dies natürlich nur die größten Restaurants des Landes und beeinträchtige die Raucher in keiner Weise.

Ab 1993 mussten dann bereits alle Restaurants, Cafés und Kneipen Schwedens über eine Abteilung für Nichtraucher verfügen, was bedeutete, dass, vor allem kleinere Einrichtungen mit wenigen Sitzplätzen, nur noch Nichtraucher akzeptieren konnten und die Raucher auf die Tische und Stühle im Freien verwiesen wurden. Um es den Rauchern jedoch so bequem wie möglich zu machen, bot man ihnen bei kühlerem Wetter im Freien Decken an, damit sie nicht zu sehr frieren mussten.

Gleichzeitig hatte die Regierung 1993 jedoch auch das Institut für Volksgesundheit beauftragt bei einer Studie zu untersuchen wie man ein absolutes Rauchverbot bis zum Jahre 2004 erreichen könne. Man ging dabei davon aus, dass dies auf freiwilliger Basis geschehen konnte. Nach allen Auswertungen des Instituts und Erfahrungen in anderen Ländern kam man dann jedoch zum Ergebnis, dass ein Rauchverbot nur möglich sei, wenn entsprechende Gesetze geschaffen würden. Am 28. Januar 2003 wurde diese Studie dann veröffentlicht und die Öffentlichkeit über das zukünftige generelle Rauchverbot in Restaurants, Cafés und Kneipen informiert.


28. Januar 1966: Die bedeutendste Schulreform Schwedens

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Sonntag, 27. Januar 2013

Der schwedische Politiker Göran Hägglund

Göran Hägglund wurde am 27. Januar 1959 in Degerfors in Närke geboren. Seine finnlandschwedischen Eltern waren nur wenig Jahre vorher aus Finnland eingewandert und waren beide Metallarbeiter. Hägglund selbst hat ebenfalls keine Hochschulbildung, sondern machte eine Ausbildung als Installateur und wurde durch interne Weiterbildungen zum Finanzfachmann einer schwedischen Versicherungsgesellschaft. Einige Jahre lang arbeitete der Politiker auch als Radgeber für Fond-Platzierungen.

Göran Hägglund begann seine politische Karriere bereits in seinen Jugendjahren, als er Mitglied des Kristdemokratiska Ungdomsförbundet (KDU) wurde, dort zum Vorsitzenden aufstieg und mehrere wichtige Aufgaben übernahm. Von 1982 bis 1986 war er im Stadtrat von Jönköping und von 1985 bis 1988 Kanzleichef der Christdemokraten im Parlament. Hägglund sitzt bereits seit 1991 im Parlament, auch wenn seine Politik die Partei mittlerweile in der Wählergunst unter die Vier-Prozent-Marke transportierte.

Seit dem 3. April 2004 ist Göran Hägglund der Vorsitzende der Kristdemokraterna, eine Aufgabe, die er von Alf Svensson übernahm und die ihn zum mächtigsten Mann der Partei machte, auch wenn sein erster Schritt war der Partei einen neuen Namen zu geben, damit er die Politik seines Vorgängers erneuern konnte. Im Jahre 2006 machte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt den Christdemokraten Hägglund zum Sozialminister, ein Bereich in dem er überfordert scheint, da sich seither die Situation im Gesundheitsdienst und der Altersvorsorge erheblich verschlechterte und er seine Wähler kaum noch überzeugen kann.


27. Januar: 1947: Björn Afzelius und politische Kritik

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Samstag, 26. Januar 2013

Alice Nilsson, die schwedische Sängerin Alice Babs

Am 26. Januar 1924 wurde Hildur Alice Nilson in Kalmar geboren, ein Mädchen, das später den Künstlernamen Babs mit eintragen ließ und bei Nilsson ein zweites „s“ hinzufügte. Seit Beginn ihrer Karriere nannte sich die Künstlerin allerdings nur noch Alice Babs. Die Musik wurde Alice Babs gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn der Vater arbeitete als Pianist in den Kinos der Stummfilmzeit und die Mutter war Sängerin, auch wenn sie nie so bekannt wurde wie die Tochter.

Bereits mit 15 begann für Alice Babs, die bereits als Kind Sängerin werden wollte, mit ihrer Karriere, wobei ihre erste Platte am 25. April 1939 aufgenommen wurde. Das Joddlarflickan ist noch heute auf den Sammelausgaben der Sängerin zu finden. Der wahre Durchbruch kam bereits ein Jahr später mit Swing it magistern, das Lied mit dem sie den Jazz nach Schweden brachte, die Jugend begeisterte und für die ältere Generation den der Verfall der Sitten und der Moral repräsentierte, eine Situation, die man sich heute bei diesem Lied gar nicht mehr vorstellen kann.

Im Jahre 1958 war Alice Babs die erste Schwedin, die beim Eurovision Song Contest teilnahm und mit Lilla stjärna den vierten Platz einnahm. Da die Komponisten jedoch nicht mit dem Text einverstanden waren, den die Sängerin vortrug, dauerte es 36 Jahre bis das Eurovisionslied auch auf Platte erschien. Ab 1958 arbeitete Alice Babs intensiv mit Duke Ellington, der für sie einige Lieder schrieb und mehrmals mit ihr in Schweden auftrat. Nach dem Jazzmusiker hatte Alice Babs einen enormen Tonumfang, so dass sie mit einer Stimme drei Sängerinnen auf einmal ersetzen konnte. Seit einem Schlaganfall im Frühjahr 2012 lebte die Künstlerin in einem Seniorenheim bei Stockholm wo sie am 11. Februar 2014 auch starb.


26. Januar 1979: Radon in schwedischen Häusern
26. Januar 2003: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale 

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Freitag, 25. Januar 2013

Schweden liefert Kriegsflüchtlinge an die Sowjetunion aus

Auf einfache Anfrage der Alliierten und der Sowjetunion lieferte Schweden am 25. Januar 1946 insgesamt 150 baltische und 230 deutsche Soldaten an die sowjetische Regierung aus, die während oder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Schweden geflohen waren, obwohl nach internationalen Abkommen ein neutrales Land nicht zur Auslieferung verpflichtet war und Schweden wusste, dass es die Mehrheit dieser Soldaten vermutlich in den Tod schickte. Die Sozialdemokraten unter der Führung des Ministerpräsidenten Per Albin Hansson hielten die Entscheidung jedoch für eine gerechte Aktion.

Alle Soldaten, die auf deutscher Seite gekämpft hatten und nach einer Flucht in Schweden ankamen, wurden in einem der Kriegsgefangenenlager des Landes interniert. Eine unbekannte Anzahl an Flüchtigen kam allerdings nie in den Lagern an, sondern wurde unmittelbar an die Erschießungskommandos der Deutschen ausgeliefert. Nach offiziellen Aufzeichnungen fand man in diesen Internierungslagern Ende Mai 1945 dennoch weiterhin 3200 ehemalige Soldaten. Ein Drittel unter ihnen waren Deserteure, ein Drittel demobilisierte Finnen und das restliche Drittel vor allem baltische Bürger, die auf deutscher Seite gekämpft hatten.

Obwohl die schwedische Regierung die beschlossene Auslieferung vor den Gefangenen geheim halten wollte, erfuhren diese nur wenige Tage vor dem geplanten Transport welches Schicksal sie erwartete. Die erste Reaktion war ein Hungerstreik, der jedoch die schwedische Regierung kalt ließ. Danach begannen sich viele zu verstümmeln um dem Tod oder den sibirischen Lagern zu entgehen. Kranke und Verstümmelte entgingen dadurch tatsächlich ihrem Schicksal. Auch wenn sich Schweden am 20. Juni 1994 offiziell für die sogenannte Baltutlämmning, die Per Olov Enquist in seinem Roman Legionärerna dokumentierte, so findet noch heute eine große Gruppe an schwedischen Politikern die damalige Auslieferung der Gefangenen als richtig.


25. Januar 1880: Torsten Fogelqvist und die Begegnung mit der Arbeiterbewegung
25. Januar 1957: Skogsmulle bringt Kindern die Natur näher

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