Sonntag, 26. August 2012

Olov Svedelid und der Stockholmer Kriminalroman

Olov Svedelid wurde am 26. August 1932 im Stockholmer Stadtteil Kungsholmen geboren und wollte bereits sehr früh Schriftsteller werden. Das einzige Problem dabei war, dass seine Belletristik von allen Verlagen abgelehnt wurde. Die rettende Idee hatte dann seine Frau, die ihm vorschlug doch Kriminalromane zu schreiben. Im Jahre 1964 erschien dann der erste Krimi Svedelids, der allerdings noch in Malmö spielte und nur einen mäßigen Erfolg hatte: Döden tystar mun

Aber Olov Svedelid gab nicht auf bis dann in den 70er Jahren der Erfolg mit seiner Kriminalromanserie mit seinem fiktiven Polizisten Roland Hassel einsetzte. Hassel und seine Kollegen arbeiten überwiegend im Stockholmer Milieu und tauchen in rund 20 Büchern der Autors auf, wo sie schwerere Verbrechen klären, die alle mehr oder weniger einen realen Hintergrund haben und den typischen Stil Svedelids zeigen, der mehr die tatsächliche Arbeit der Polizei hervorhebt als daraus Superdetektive zu machen.

Olov Svedelid gilt als der typische Vertreter der „procedur-deckare“ gilt, einer Gattung an Kriminalromanen bei denen das normale Verfahren eines Polizisten im Vordergrund steht. In diesem Sinne hat Svedelid auch, gemeinsam mit dem Anwalt Leif Silbersky, über 20 Bücher geschrieben in denen der ebenfalls fiktive Rechtsanwalt Rosenbaum die Hauptrolle spielt und tatsächliche Ereignisse den Stoff bieten. Svedelid schrieb außer diesen beiden Kriminalserien noch zehn Kinder-Krimis und zahlreiche andere Bücher, wobei sich der Autor ab der Jahrtausendwende mehr und mehr vom Kriminalroman abwandte. Olov Svedelid starb am 22. September 2008 nach einer längeren Krankheit.


26. August 1551: Die schwedische Königin Margareta Eriksdotter
26. August 1932: Olov Svedelid, Kriminalromane im Stockholmer Milieu  
26. August 2005: Der Schwein- und Schlittschuhverein GOSF in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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