Samstag, 11. August 2012

Torgny T. Segerstedt verändert die schwedische Gesellschaft

Auch wenn Torgny T. Segerstedt, der am 11. August 1908 in Mellerud geboren wurde, nicht ebenso bekannt ist wie sein Vater Torgny Segerstedt, so spielte er eine sehr wichtige Rolle im Schweden der Nachkriegsjahre, da er als erster Professor für Soziologie in Uppsala einen bedeutenden Einfluss auf mehrere gesellschaftlichen Reformen des Landes ausübte. Als Vertreter der Cambridgeschule hatte für ihn die soziale Situation des Einzelnen eine wichtige Bedeutung in der Entwicklung eines Landes.

Torgny T. Segerstadt studierte an der Universität in Lund Philosophie, wobei er sich dort an der ältesten heute noch existierenden Studentenzeitschrift Lundagård engagierte, die noch heute mit einer Auflage von 45.000 Exemplaren erscheint und in seiner Geschichte mehrere bedeutende Autoren zählen kann. Nach Abschluss seines Studiums und seiner Promotion in Philosophie wurde er erst Dozent für Philosophie in Lund und anschließend Professor in Uppsala. Durch einen königlichen Beschluss am 26. Juli 1947 wurde er dann zum ersten Soziologieprofessor Schwedens ernannt.

Der Professur für Soziologie gingen allerdings zwei bedeutende Werke von Torgny T. Segerstedt voraus, nämlich „Verklighet och värde“ (1938) und „Ordens makt“ (1944), die sich mit der Bedeutung der sozialen Struktur Schwedens auseinandersetzten. Sein Auftrag als Professor war indes die Bedeutung der Industrialisierung im Verhältnis zur damals aktuellen sozialen Struktur des Landes zu erforschen. Für Segerstedt bedeutete dies in der Realität, das Wohlfahrtsystem Schwedens zu ändern. In diesem Rahmen kam es dann auch zu den berühmten „Folkhemmet“ des Landes, die für die Sozialdemokratische Partei Schwedens eine wichtige Rolle spielten. Segerstedt starb am 28. Januar 1999 in Uppsala.


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Copyright: Herbert Kårlin

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