Donnerstag, 18. September 2014

Leonard Fredrik Rääf im Kampf gegen Neuerungen

Leonard Fredrik Rääf kam am 18. September 1786 auf Gut Tomestorp bei Kisa zur Welt und ist heute vor allem als Schriftsteller, Sammler von Volksweisen und Forscher der nordischen Vorzeit bekannt, obwohl Rääf als Mitglied des Reichstags und als Staatsrevisor auch politisch einen bedeutenden Einfluss hatte. Die vermutlich bekannteste Aussage Rääfs, die noch heute zitiert wird, erweckte bereits zu seiner Zeit ein gewisses Unwohlsein, da er behauptete, dass das ruhmreiche Schweden dabei sei im Sumpf der Demokratie zu versinken.

Da Leonard Fredrik Rääf der Regierungsbeauftrage und der oberste Richter im Småland war, bremste der Politiker zahlreiche Ideen und Vorschläge der Region. Mit seinem konservativen Denken setze er sich vehement gegen die allgemeine Schulpflicht ein, kämpfte gegen die Idee, dass Frauen das gleiche Erbrecht bekämen wie Männer und jede Art von Straferleichterungen war für Rääf ausgeschlossen, da Schweden nur durch Härte gesteuert werden konnte. Jede Reform war für den Politiker ein Schritt in den Untergang Schwedens. Auch die Eisenbahn, die  während seiner Zeit nach Schweden kam, war für den Politiker leldiglich ein unwürdiges Verkehrsmittel für die schwedische Bevölkerung.

Selbst das Begräbnis von Leonard Fredrik Rääf war noch von den Gedanken eines dominanten Schweden geprägt, denn erst wollte der Schriftsteller und Politiker in einem Berg begraben werden. Als man bei ersten Sprenungen jedoch entdeckte, dass dabei Wasser austrat, änderte Rääf seinen Wunsch und entschied sich für eine mehr historische Bestattung. Nach seinem Tod am 9. Juni 1872 wurde er daher am Lägern, einem See bestattet. Testamentarisch hatte er zudem bestimmt, dass über seinem Körper ein Grabhügel errichtet werden solle und in seinem Eisensarkophag auch wertvolle Gegenstände aus seinen Sammlungen liegen sollen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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