Montag, 25. Mai 2015

Das schwedische Weltkulturerbe Hälsingegårdar

Auch wenn sich die UNESCO bereits 2012 dazu entschieden hatte sieben der rund 1000 Hälsingegårdar, Bauerngüter im Hälsingland, zum Weltkulturerbe zu erheben, wurden die sieben Höfe erst am 25. Mai 2013, jeder für sich, mit traditioneller Musik und großem Fest als Weltkulturerbe eingeweiht. Für die privaten Güter war dieser Tag allerdings auch der Beginn einer touristischen Invasion, denn viele Interessenten begnügen sich nicht mit den vier Informationszentren, sondern wollen die Hälsingegårdar aus nächster Nähe sehen und nicht nur ein Foto aus der Ferne machen, was die Bewohner den ganzen Sommer über stark von ihrer normalen Arbeit abhält.

Die sieben Hälsingegårdar wurden gewählt um die gesamte traditionelle Bauweise des Hälsinglands hervorzuheben und sollen ein Symbol für alle 1000 Großgüter sein, die man heute noch im ganzen Hälsingland verteilt findet und die, durch ihre Größe und die Ausschmückungen, einen unschätzbaren historischen Wert darstellen. Alle sieben Güter wurden Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhundert erbaut, wobei es sich bei einem der Güter auch um einen sogenannten Lanthandel handelt, in dem einer der bedeutendsten Kaufleute der Region lebte.

Während die Hälsingegårdar, die bisweilen auch als Hälsingehöfe bezeichnet werden, sich von außen durch ihre zahlreiche Bauten, die reine Holzstruktur und sehr zahlreiche Schnitzereien auszeichnen, findet man die wertvollsten Kunstwerke im Inneren der Häuser, da hier nahezu alle Wandgemälde erhalten sind, die vermutlich von Künstlern aus Dalarna stammen, Tapeten des 19. Jahrhunderts zu finden sind und selbst große Teile der Einrichtung das Kunsthandwerk des Hälsninglands zeigen. Wer einen der Höfe besuchen will, sollte auf keinen Fall einfach dort auftauchen, sondern sich vorher an das Fremdenverkehrsamt wenden, das bisweilen einige Gruppenführungen veranstaltet.


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25. Mai 1915: Jokkmokks-Jokke und das schwedische Volkslied
25. Mai 1930: Ohne Pass zwischen Schweden und Dänemark über den Öresund
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Copyright: Herbert Kårlin

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