Samstag, 30. Mai 2015

Der merkwürdige Tod von Osmo Vallo

Als Osmo Vallo am 30. Mai 1995 nach einem Eingriff der Polizei in Karlstad starb, dachte niemand, dass dieser Tod jahrelang Gesprächsthema bleiben sollte und über Jahre hinweg die Arbeit der schwedischen Polizei in Frage setzen sollte. Und doch war dieser Fall von Beginn an sehr denkwürdig, denn nachdem die Polizei wegen einem Streit von den Nachbarn Vallos gerufen worden war, öffnete dieser der Polizei die Tür, zeigte keine Aggressivität und hatte keine Waffe in der Hand. Dennoch ließen die Polizisten Ballo von ihrem Hund beißen, zwangen ihn gewaltsam auf den Boden und legten ihm Handschellen an.

Osmo Vallo hatte an diesem Tag kein Glück, denn einer der Polizisten war früher Mitglied der Polizisten, die in Stockholm als Basebolligan und ihrer Übergewalt bekannt waren. Die Polizei begnügte sich daher nicht mit den Handschellen, sondern schleppten Vallo, unter Zeugen, vor das Gebäude, einer der Polizisten hüpfte auf den Rücken Vallos und die anderen versetztem ihm mit ihren festen Schuhen zahlreiche Schläge am gesamten Körper. Dann ließen sie den leblosen Vallo mit dem Gesicht nach unten mehrere Minuten leblos liegen bevor sie einen Krankenwagen riefen und, als dieser nicht kam, den leblosen Vallo im Polizeiauto ins Krankenhaus zu bringen, wo nur noch sein Tod festgestellt wurde.

Da sowohl die Mutter des Toten als auch die Presse den Fall nicht vergessen ließen, wurde Osmo Vallo mehrmals obduziert, mit etwas abweichenden Ergebnissen und einem beschönigten Resultat des Rechtsmediziners. Sicher ist jedoch, dass die Polizei Vallo mehrere Rippen gebrochen hatte und ihm 39 blaue Flecken im Gesicht und an den Armen zugefügt hatte. Da jedoch bei drei Obduktionen keine klare Todesursache festgestellt werden konnte, kam es in diesem Punkt nie zu einer Anklage gegen die Polizisten, da es nicht ausreicht, dass die Gesamtheit der Gewalt zum Tode führen kann. Da man allerdings die Gewalt der Polizisten an sich nicht verleugnen konnte, wurde diese 1996, wegen dem Hundebiss und der Gewalteinwirkung, zu einer Geldstrafe verurteilt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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