Freitag, 17. Juli 2015

Der schwedische Künstler Nils Månsson Mandelgren

Nils Månsson Mandelgren wurde am 17. Juli 1813 als Sohn eines Schuhmachers in Ingelsträde in Skåne (Schonen) geboren. Da der Vater jedoch starb als der Junge noch nicht einmal fünf Jahre alt war, wuchs er unter ärmlichsten Verhältnissen in Kattarp, dem Heimatort seiner Mutter auf. Nach eigenen Erzählungen begann Månsson Mandelgren dort im Alter von 12 Jahren die Möbel der Nachbarn, sowie die Wände ihrer Wohnungen, zu dekorieren und konnte dadurch die Familie auch finanziell etwas unterstützen.

So wenig man weiß wann Nils Månsson seinem Namen Mandelgren hinzufügte, so wenig weiß man auch wie er die Bekanntschaft von Jakob De la Gardie in Höganäs machte, der nicht nur das Talent des jungen Künstlers erkannte, sondern diesem auch zu einer Ausbildung an der Kunstakademie in Stockholm verhalf. Nach seiner Ausbildung ging Månsson Mandelgren erst vier Jahre nach Kopenhagen um dort seine Kenntnisse auszubauen, gleichzeitig aber auch Archäologie und Kunstgeschichte zu studieren, und anschließend folgte eine zweijährige Studienreise durch mehrere Länder Europas.

Als Nils Månsson Mandelgren 1843 nach Schweden zurückkehrte, arbeitete er vor allem als Zeichner und Konservator für ältere Gemälde. Während Månsson Mandelgren in diesen Jahren der erste Künstler war, der die „gewöhnliche“ Bevölkerungsschicht künstlerisch dokumentierte und dabei auch die Armut darstellte, gehen auch mehrere bauliche Fragen Stockholms auf Månsson Mandelgren zurück und auch die Schaffung eines Tivoli in Stockholm, nach Kopenhagener Modell, wurde in Schweden erstmals von diesem Künstler verfochten. Seine Begeisterung über mittelalterliche Kirchen Schwedens führte auch  dazu, dass viele unter den Kirchen von ihm registriert wurden und teilweise auch der Nachwelt erhalten blieben. Während Månsson Mandelgren als kultureller Archivar und Künstler angesehen war, blieb ihm jedoch ein Wunsch versagt, nämlich auch in der akademischen Welt als Wissenschaftler anerkannt zu werden, denn ihm fehlte die notwendige offizielle Ausbildung.

Copyright: Herbert Kårlin

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