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Mittwoch, 13. Februar 2019

Die Schauspielerin und Regisseurin Pernilla August

Pernilla August kam am 13. Februar 1958 in Stockholm zur Welt und begann ihre Karriere im Grunde bereits im Alter von acht Jahren als Kinderschauspielerin im Vår Teater. Mit 17 bekam die Schauspielerin dann erstmals eine kleine Rolle im Film Giliap, aber als sie das Gymnasium abgeschlossen hatte, schien die Karriere zu Ende zu sein und August begann mit entwicklungsgestörten Kindern zu arbeiten. Als sie jedoch 1979 an der Theaterhochschule in Stockholm als Studentin akzeptiert wurde, kehrte sie unmittelbar zurück zum Schauspiel. Noch während ihrer Ausbildung kam ein Angebot von Ingmar Bergman für die Rolle des Kindermädchens Maj in Fanny und Alexander.

Diese Rolle machte Pernilla August nahezu über Nacht bekannt und führte nicht nur zu einer längeren Zusammenarbeit mit Bergman, sondern auch zu mehreren Rollen im Dramaten, wo sie, unter anderem, in Nora, Ein Puppenheim und Eine Wintersage spielte und die Hauptrolle in Maria Stuart erhielt. Einer der Höhepunkte in der Karriere von Pernilla August war die Auszeichnung als Beste Schauspielerin im Jahr 1992 in Cannes, für ihre Rolle in Den goda viljan, einer Fernsehserie, bei der ihr damaligen Mann, Bille August, die Regie führte. Seit 1985 gehört August auch zum festen Ensemble des Dramaten in Stockholm.

Im Jahr 2005 stellte Pernilla August auch ihren ersten Kurzfilm Blindgångare  vor, dem fünf Jahre später der Spielfilm Svinalängorna folgte, ein Film in dem Noomi Rapace die Hauptrolle hatte. Dieser dramatische Film, der in den 70er Jahren spielt, brachte der Regisseurin August einen Preis während der Filmfestspiele in Venedig und 2011 den schwedischen Filmpreis Guldbagge als beste Regisseurin des Jahres. Seit dieser Zeit arbeitet Pernilla August sowohl als Schauspielerin, als auch als Regisseurin und schreibt zudem einen Teil ihrer Drehbücher selbst. Ihre Tochter Alba August nimmt den Weg der Mutter und spielte 2018 die junge Astrid Lindgren im Film Astrid.


13. Februar 1660: Karl X. Gustav stirbt an einer Blutvergiftung
13. Februar 1822: Die schwedische Uhrmacherin Betty Linderoth
13. Februar 1834: Der schwedische Künstler Alfred Wahlberg
13. Februar 1843: Der schwedische Künstler Georg von Rosen
13. Februar 1947: Der schwedische Künstler Pelle Swedlund 
13. Februar 1950: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus
13. Februar 1995: Metro, die kostenlose Tageszeitung Schwedens
13. Februar 2003: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 7. Juli 2016

Die iranisch-schwedische Schauspielerin Shima Niavarani

Shima Niavarani wurde am 7. Juli 1985 in Teheran geboren, verbrachte dort jedoch nur ihre ersten drei Jahre, da die Familie anschließend vom Krieg floh und über die Türkei und die Schweiz nach Schweden kam. Nach einem Aufenthalt in einem Flüchtlingslager im Jämtland ging die Familie erst nach Örnsköldsvik und anschließend nach Upplands Väsby, wo Niavarani schließlich ihre Kindheit und ihre Jugend verbrachte. Als Niavarani mit neun Jahren erstmals öffentlich auftrat und Mariah Creys Without You sang, spürte sie erstmals, dass sie nicht grundsätzlich willkommen war, denn aus dem Publikum wurde ihr ein Apfel an den Kopf geworfen. Mit etwas Ironie meinte Niavarani jedoch, dass ihr immerhin 199 der 200 Gäste keinen Apfel auf diese Weise zuwarfen.

Shima Niavarani wählte im Gymnasium die Theaterlinie und besuchte anschließend die Hochschule für Schauspiel in Stockholm. Allerdings hatte sie dann bereits mit 19 Jahren ihren Durchbruch mit ihrem Stück Autodidakt i enmansakt, bei dem die Schauspielerin gleichzeitig Regisseurin, Autorin, Komponistin, Kostümbildnerin und Beleuchterin war. Mit diesem Stück ging Niavarani über ein Jahr lang auf Tournee und sammelte dabei zahlreiche Preise, was ihr den Weg zu sämtlichen Theatern Schwedens öffnet. Niavarani spielte anschließend in Fernsehstücken und sie stand auf der Bühne des Dramaten, des Reichstheaters und anderen Bühnen dieser Größenordnung.

Shima Niavarani gilt heute als eine der Multikünstlerinnen Schwedens, die auf der Bühne und im Film die gesamte Breite zwischen dem ernsthaften Schauspiel bis zur ironischen Satire beherrscht und dabei auch noch als Sängerin auftritt, unter anderem 2014 in Allsång på Skansen, natürlich mit einem Song, der aus ihren eigenen Federn stammte. An der Seite von Gustaf Norén spielte Niavarani 2015 auch die weibliche Hauptrolle in She´s wild again tonight eine modernisierte Version von August Strindbergs Fröken Julie. Auf Grund ihrer Leistung wurde Shima Niavarani dann 2016 als beste weibliche Hauptrolle für einen Guldbagge nominiert.


7. Juli 1810: Carl August Hagberg und die schwedische Literatur
7. Juli 1854: Henrik Bernhard Palmær und die schwedische Satire
7. Juli 1854: Henrik Bernhard Palmær, Satire als Journalismus
7. Juli 1890: Der schwedische Uhrmacher Victor Kullberg
7. Juli 1933: Arbeitsregelungen für Hausangestellte in Schweden
7. Juli 1976: Das Riddarfjärdssimningen, ein Schwimmwettbewerb in Stockholm
7. Juli 1997: Erik Zetterström, bekannt als Kar de Mumma 
 
Copyright: Herbert Kårlin