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Montag, 16. April 2018

Elsa Björkman-Goldschmidt, Schriftstellerin und Künstlerin

Elsa Björkmann-Goldschmidt kam am 16. April 1888 als Tochter einer Offiziers in Linköping zur Welt und wuchs erst dort, anschließend in Stockholm auf, wo sie auch Elsa Brändström und Harriet Löwenhjelm kennenlernte. Entgegen dem Wunsch ihrer Eltern entschied sich Björkmann-Goldschmidt Künstlerin zu werden und besuchte, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin die Graveurschule von Axel Tallberg und anschließend die Kunstakademie. Ab 1910 reiste die Künstlerin dann nach Belgien, Italien und Deutschland um sich in der Gravierkunst weiterzubilden. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden kamen dann mehrere Ausstellungen in Europa, wobei sich Björkmann-Goldschmidt vor allem auf Holzschnitt, Kupferstich und Lithographie spezialisiert hatte.

Zwischen den beiden Weltkriegen gab Elsa Björkmann-Goldschmidt dann plötzlich ihre künstlerische Tätigkeit auf um sich humanitär, in der Volksbildung und als Journalistin zu betätigen. Bereits 1916 hatte sich die Künstlerin, gemeinsam mit Elsa Brändström, beim Roten Kreuz engagiert und von 1919 bis 1924 war sie im Vorstand von Rädda Barnen in Wien, wo sie von 1928 bis 1938 auch als Journalistin aktiv wurde, insbesondere für die Dagens Nyheter. Als Österreich dann von Hitler annektiert wurde, musst  Björkmann-Goldschmidt dann nahezu über Nacht nach Stockholm fliehen, da ihr Ehemann, der Arzt Waldemar Goldschmidt, jüdischer Herkunft war.

Ab den 40er Jahren begann Elsa Björkmann-Goldschmidt dann vor allem als Schriftstellerin zu arbeiten, ohne allerdings die humanitäre Arbeit zu vergessen, und sie setzte sich für die Bildung der Frauen ein Die Bücher der Schriftstellerin situieren sich zum großen Teil in Wien, auch wenn sie einige freistehende Romane und mehrere Biographien veröffentlichte. Elsa Björkmann-Goldschmidt, die am 6. April 1982 starb, und ab 1950 Mitglied der literarischen Gruppe De Nio war, wurde von Harriet Löwenhjelm als Nachlassverwalterin ausgewählt und veröffentlichte daher auch ihre bis dahin unveröffentlichten Gedichte und Briefe. Gleichzeitig schrieb Björkmann-Goldschmidt dann auch die erste Biographie über Löwenhjelm.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1862: Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1862: Hanna Rönnberg, finnlandschwedische Künstlerin und Schriftstellerin 
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1938: Die schwedische Künstlerin Margot Öjemark Wiik
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 24. Mai 2014

Die schwedische Künstlerin Harriet Löwenhjelm

Harriet Löwenhjelm starb am 24. Mai 1918 an Tuberkulose in einem Sanatorium in Tranås, einem Ort in dem sie die Werke ihres kurzen Lebens sammelte und ordnete. Löwenhjelm verbrachte die letzten fünf Jahre ihres Lebens in verschiedenen Sanatorien damit ihren Gedichten und Zeichnungen eine Linie zu geben, die der Nachwelt ihr Genie zeigen sollten, eine Hoffnung, die sich nach ihrem Tode tatsächlich erfüllte, auch wenn es bis 1927 dauern sollte, dass Schweden wirklich auf die Künstlerin und Dichterin aufmerksam wurde.

Harriet Löwenhjelm war am 18. Februar 1887 in einer gehobenen bürgerlichen Familie in Helsingborg geboren worden und schuf bereits als Kind mit Gedichten und Zeichnungen eine Phantasiewelt abseits der konservativen Gesellschaft jener Zeit. Ihre Gedichte neigten bereits damals oft zum Surrealismus und ihre Malereien zeigten eine Vorliebe für Linien, die Zeichnen und Malen vermischen, eine Ausdrucksweise, die zu jener Zeit nur die Künstlerin selbst verstehen konnte und der Zeit weit voraus war.

Um als Frau die Selbständigkeit zu bewahren, besuchte Harriet Löwenhjelm das Lehrerinnenseminar, dem sie eine Kunstausbildung an der Kunstakademie in Stockholm und an der Kunsthochschule Valand in Göteborg anschloss, ohne jedoch die Kunstausbildung beenden zu können. Auf Grund ihrer persönlichen Kreativität, ihrem Eigenwillen und der „entarteten Kunst“, die Löwenhjelm vorlegte, wurden ihre Arbeiten selbst für die Schülerausstellung abgelehnt und 1911 wurde sie indirekt dazu gezwungen die Ausbildung als Künstlerin aufzugeben, was jedoch die Künstlerin wenig beeindruckte und ihr den Glauben an einen Durchbruch nicht nahm. Bei ihrem Tod hinterließ Harriet Löwenhjelm rund 100 Gedichte, tausende von Zeichnungen und Malereien und zahlreiche Tagebücher, die heute in der Königlichen Bibliothek in Stockholm aufbewahrt werden. Seit den 40er Jahren werden vor allem die Gedichte Löwenhjelms regelmäßig neu aufgelegt.


24. Mai 1276: Der schwedische König Magnus Ladulås
24. Mai 1907: Der schwedische Architekt Leif Reinius
24. Mai 1909: Schweden gründet die ersten Nationalparks Europas
24. Mai 1919: Frauen bekommen in Schweden das allgemeines Wahlrecht
24. Mai 1973: Die schwedische Countrysängerin Jill Johnson

Copyright: Herbert Kårlin